IT-Prioritäten 2020: Cloud Storage und DR sind essentiell

Die alljährliche IT-Umfrage von TechTarget zeigt, dass 2020 nicht nur Cloud Storage wichtig ist, sondern auch bekannte Themen aufgrund von Innovationen auf dem Plan stehen.

Wie auch in den Vorjahren befragte TechTarget auch in diesem Jahr IT-Verantwortliche nach ihren Prioritäten hinsichtlich der Budget-Planung. In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) nahmen 1.100 IT-Profis an der Umfrage teil. Die Mehrheit der Teilnehmer kam aus kleineren und mittelgroßen Unternehmen. Einen Überblick über die allgemeine Budget-Verteilung und -Planung finden Sie hier. Nachfolgend haben wir die Ergebnisse rund um das Thema Storagezusammengefasst, dass trotz aller Innovationen in der Branche zeigt, wie wichtig bekannte Themen und Anforderungen sind.

Cloud Storage dominiert nur knapp vor traditionellem Speicher

Cloud-Lösungen sind in fast allen Unternehmen auf dem Vormarsch, das zeigt sich auch im Speicherumfeld. Auf die Frage, welche Speichertechnologien geplant sind, gab die Mehrheit der Befragten, 42 Prozent, an in diesem Jahr in Cloud Storage investieren zu wollen. Das überrascht nicht wirklich, denn die Vorteile hinsichtlich der verfügbaren Optionen und Flexibilität sind bekannt. Darüber hinaus haben Anbieter auch die strengen Security-Anforderungen, wie Compliance-Vorgaben oder Verschlüsselung, der zentraleuropäischen Klientel reagiert und können hier mit lokalem Cloud-Speicher punkten.

Abbildung 1: Die meisten IT-Verantwortlichen möchten in Cloud Storage investieren.
Abbildung 1: Die meisten IT-Verantwortlichen möchten in Cloud Storage investieren.

Allerdings heißt das nicht zwangsläufig, dass bewährte Technologien ausgedient haben, nicht allein deswegen, da auch hier ständig Innovationen eingebracht werden. So steht auf Platz zwei auf der Einkaufsliste der IT-Profis die SAN-Technologie mit 40 Prozent. Hier scheint es den Administratoren vor allem um die Erweiterung oder Erneuerung bestehender Lösungen zu gehen, beispielsweise durch neue Nodes. Das gleiche gilt für die drittmeistgewählte Technologie: Network Attached Storage (NAS). Rund 34 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen im Jahr 2020 hierfür Geld in die Hand nehmen. Mit jeweils 24 Prozent an interessierten ITlern liegen neuere Angebote wie Object Storage und Flash-basierte Storage-Systeme auf Rang vier der IT-Prioritäten. Das Datenmanagement, beispielsweise vor allem von unstrukturierten Daten, ist für 18 Prozent der IT-Verantwortlichen wichtig.

Einige Technologien, die noch vor einigen Jahren am Markt vorangetrieben wurden, sind eher im Mittelfeld zu finden oder gar abgeschlagen. Für Storage as a Service und Hyperconverged Infrastructures können sich in diesem Jahr nur jeweils 14 Prozent der IT-Mitarbeiter erwärmen. Software-Defined Storage (SDS) kann nur 12 Prozent der Befragten für sich einnehmen. Technologien, die derzeit noch sehr jung sind und erst seit kurzer Zeit mit verfügbaren Lösungen aufwarten, verzeichnen verhaltenes Interesse: 14 Prozent der IT-Verantwortlichen investieren in Computational Storage, acht Prozent in NVMe-basierte Speicherangebote. Hier werden die nächsten ein bis zwei Jahre zeigen, wie reif die Lösungen werden und ob sich das Interesse an ihnen erhöht. Preis, Verfügbarkeit und wirklicher Nutzen werden hier entscheidend sein.

Disaster Recovery und Backup bleiben Priorität für Data Protection

Im Bereich der Data Protection zeigt sich, dass altbekannte Methoden nach wie vor essentiell für Unternehmen sind und diese auch in diesem Jahr Erneuerungen und Updates erfahren, vor allem da innovative Lösungen am Markt sind. Auf die Frage, welche Data-Protection-Technologie für die Planung in 2020 in Erwägung gezogen werden, gaben 50 Prozent der Umfrageteilnehmer Disaster Recovery an. Das zeigt, dass Firmen bestrebt sind, sich schnell von eventuellen Ausfällen erholen zu können, damit das Geschäft nicht zu viel Schaden nimmt. Gleich dahinter dominiert das Thema Backup.

Das verwundert nicht, da im Datensicherungsbereich oft noch ähnliche Probleme wie noch vor zehn Jahren bestehen, zum Beispiel zu kleine Sicherungsfenster oder nicht ausreichende Ressourcen für eine schnelle Wiederherstellung. Etwa 44 Prozent der IT-Verantwortlichen will in das Backup virtueller Maschinen investieren, 42 Prozent planen den Erwerb einer Backup-Lösung (Hardware oder Software) und 40 Prozent suchen nach einem App-spezifischen Backup-Angebot. Ransomware-Protection wollen 36 Prozent der befragten IT-Teams erwerben.

Abbildung 2: 50 Prozent der Befragten wollen in ihre Data Protection investieren.
Abbildung 2: 50 Prozent der Befragten wollen in ihre Data Protection investieren.

Für Endpoint-Backup und Datenmanagement, inklusive Cloud-Datenmanagement, interessieren sich je 22 Prozent der IT-Profis. Die Resonanz auf Data-Protection-Services scheint in der DACH-Region eher gemischt. Jeweils sechs Prozent der Teilnehmer wollen DRaaS und SaaS-Backup implementieren, Backup as a Service (BaaS) kommt allerdings auf 20 Prozent. Die Themen Business Continuity (20 Prozent), Tape (18 Prozent) und Datenmigration (12 Prozent) liegen im Mittelfeld der Umfrage. Data Governance und Compliance beschäftigt zehn Prozent der IT-Verantwortlichen. Converged Data Protection ist mit nur vier Prozent interessierter ITler das Schlusslicht dieser Befragung.

Was ändert sich durch Coronavirus/Covid-19?

Die Online-Umfrage fand von Dezember 2019 bis Anfang März 2020 statt, also bevor die Corona-Pandemie die DACH-Region erreichte. Viele Firmen haben Ihre Mitarbeiter ab März 2020 ins Homeoffice geschickt. Diese Situation ist besonders für die IT-Abteilung eine große Belastung und verursacht unvorhergesehene Ausgaben. Geld, das möglicherweise woanders im IT-Bereich fehlt. Welchen Einfluss wird das auf Ihre IT-Prioritäten für das Jahr 2020 haben? Teilen Sie uns mit, wie Ihr Unternehmen damit umgeht und beantworten Sie einfach die folgende Frage.

Nächste Schritte

IT-Prioritäten 2019: Storage-Präferenzen

IT-Prioritäten 2018: Die Storage-Trends

IT-Prioritäten 2017: Die Storage-Pläne

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