IT-Prioritäten 2020: Pläne und Budgets in der DACH-Region

Wie jedes Jahr hat TechTarget auch für 2020 bei IT-Verantwortlichen nachgefragt, wie Ihre Investitionspläne aussehen. Der positive Trend bei den IT-Budgets schwächt sich ab.

TechTarget führt jedes Jahr eine weltweite Umfrage unter IT-Verantwortlichen zu Ihren Budgets und Plänen durch. In der EMEA-Region nahmen über 1100 IT-Profis teil.

Das Gesamtergebnis für den DACH-Raum lässt sich in etwa so zusammenfassen:

  • Der positive Trend bei den IT-Budgets schwächt sich ab: 44 Prozent melden einen Anstieg, 2019 waren es noch 78 Prozent
  • Die IT-Budgets verschieben sich in Richtung Cloud, Sicherheit, Vernetzung, Mobilität, KI, Datenmanagement & Datenelastizität.
  • Endnutzer-Computing ist kollinear mit der digitalen Transformation, mobile Einsatzmöglichkeiten sind ein wichtiger Bestandteil der Modernisierung.
  • Anwendungsentwicklungs-Initiativen übertreffen den Kauf von Anwendungen.
  • Das Interesse an Managed Services ist groß und steigt weiter.
44 Prozent der Befragten planen für 2020 mit einem höheren IT-Budget. Beim Rest ändert sich nichts oder es wird gekürzt.
Abbildung 1: 44 Prozent der Befragten planen für 2020 mit einem höheren IT-Budget. Beim Rest ändert sich nichts oder es wird gekürzt.

Bemerkenswerte Ergebnisse der Umfrage sind:

  • 67 Prozent planen, im Jahr 2020 MSPs für mindestens einen Dienst zu nutzen
  • 25 Prozent erhöhen die Ausgaben für die On-Premises-Infrastruktur
  • Der größte Wachstumsbereich ist das Personal (Kompetenzentwicklung)
  • 75 Prozent der Projekte zur digitalen Transformation sind in der Spitzenphase (früh, mittel) des Einkaufs

IT-Budgets-Pläne

Weiterbildung, Sicherheit, Netzwerk und Cloud-Services sind die wichtigsten Investitionspunkte.
Abbildung 2: Weiterbildung, Sicherheit, Netzwerk und Cloud-Services sind die wichtigsten Investitionspunkte.

Der Trend zur Cloud spiegelt sich auch in den IT-Budget-Plänen für 2020 wieder. Überraschungssieger ist aber das Thema Weiterbildung und Training mit dem Punkt Staff (skills developement), das in den Vorjahren nur mittlere Plätze erreichte. Im Vergleich zu 2019 hat sich der Netzwerkbereich aus dem Mittelfeld in eine Spitzenposition geschoben. Dort trifft er einen alte Bekannten, denn die IT-Sicherheit ist bei den Investitionen traditionell vorne mit dabei. Abbildung 3 zeigt, das der Grund für die Investitionen im Netzwerkbereich hauptsächlich mit Modernisierung zu tun haben.

Mehr Details zu den Investitionen in speziellen Bereichen.
Abbildung 3: Mehr Details zu den Investitionen in speziellen Bereichen.

Trend-Themen

Das hohe Interesse an Ihrem Tätigkeitsfeld wird den Managed Service Providern (MSP) gefallen. Es lohnt sich ein genauer Blick auf die Gründe (Abbildung 4). Hier belegt das Thema Netzwerk ebenfalls einen Spitzenplatz. Auch die Anbieter von DR- sowie Backup- und Recovery-Services können sich freuen.

Ein neues Thema ist Hyperautomation. Das ist ein von Gartner geprägter Begriff, der sich auf den unaufhaltsamen Trend zur Automatisierung von Geschäftsprozessen bezieht. Die aggressive Einführung der robotergestützten Prozessautomatisierung und die KI-Renaissance der letzten Jahre treiben diesen Trend.

An Managed Services besteht ein hohes Interesse.
Abbildung 4: An Managed Services besteht ein hohes Interesse.

Über die Umfrage

Für die DACH-Umfrage wurden per Online-Fragebogen 106 IT-Profis aus Deutschland, Österreich und Schweiz befragt. 44 Prozent davon arbeiten in Unternehmen mit weniger als 99 Mitarbeitern und 24 Prozent in Unternehmen mit 100 bis 999 Angestellten. 16 Prozent sind in großen Firmen mit 1.000 bis 9.999 Beschäftigten tätig. 15 Prozent arbeiten in Konzernen mit über 10.000 Mitarbeitern.

Die Tätigkeitsbereiche der Umfrageteilnehmer.
Abbildung 5: Die Tätigkeitsbereiche der Umfrageteilnehmer.

Aus dem Managementbereich (Mid-Level IT-Manager, C-Level, Vice President, Director, Manager) kommen insgesamt 68 Prozent der Befragten. Weitere 28 Prozent sind direkt dem IT-Personal zuzuordnen.

Eventuelle Abweichungen von den 100 Prozent für den Gesamtwert in den Diagrammen rühren von Rundungen her. Bei einigen Fragen waren außerdem Mehrfachnennungen möglich.

Was ändert sich durch Coronavirus/Covid-19?

Die Online-Umfrage fand von Dezember 2019 bis Anfang März 2020 statt, also bevor die Corona-Pandemie die DACH-Region erreichte. Viele Firmen haben Ihre Mitarbeiter ab März 2020 ins Homeoffice geschickt. Diese Situation ist besonders für die IT-Abteilung eine große Belastung und verursacht unvorhergesehene Ausgaben. Geld, das möglicherweise woanders im IT-Bereich fehlt. Welchen Einfluss wird das auf Ihre IT-Prioritäten für das Jahr 2020 haben? Teilen Sie uns mit, wie Ihr Unternehmen damit umgeht und beantworten Sie einfach die folgende Frage.

Nächste Schritte

IT-Prioritäten 2019: Budgets und Pläne

IT-Prioritäten 2018: IT-Budgets und Pläne

IT-Prioritäten 2017: Die IT-Budgets

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