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HPE Discover: Cloud-Services für GreenLake werden ausgebaut

HPE hat auf der HPE Discover eine Umstellung des Bezahlmodells von GreenLake angekündigt. Außerdem kommen viele neue Services hinzu, darunter die Containerplattform HPE Ezmeral.

Auf der HPE Discover 2020 wurde heute bekannt gegeben, dass das Portfolio der über GreenLake verfügbaren Cloudservices deutlich ausgebaut wird. HPE kündigt neue Funktionen für virtuelle Maschinen (VMs), Storage, Compute, Datensicherung und Netzwerk an. Für Container und maschinelles Lernen startet HPE sein neues Produkt HPE Ezmeral.

HPE ist nun schon seit einiger Zeit bemüht, GreenLake als „as-a-Service“-Lösung zu etablieren, mit der sich hybride und Multi-Cloud-Systeme zentral und wie aus einem Guss verwalten lassen. HPE GreenLake Central wurde im Dezember 2019 vorgestellt und bietet ein zentrales Verwaltungsdashboard für die IT-Umgebung über verschiedene Cloud- und On-Premises-Ressourcen hinweg.

Neue Cloud-Services

Zu den neuen Funktionen gehört eine vereinfachte Provisionierung von virtuellen Maschinen sowie Speicher- und Rechenressourcen über HPE GreenLake Central und automatisierbare Backups für die Sicherung On-Premises oder in der Cloud. Das geschieht ohne zusätzliche Kosten, wenn die Backup-Dateien wieder aus der Cloud geholt werden sollen, wie dies sonst bei vielen Anbietern üblich ist.

Besonders Wert legt HPE außerdem auf die Anbindung der Edge und bietet daher die Managed Connectivity Services von Aruba als Cloud-Service an.

Die neuen Cloud-Services sind weltweit verfügbar. Wer sie über die bereits erwähnte GreenLake Central zubucht, kann diese deshalb auch sowohl in der Cloud, als auch On-Premises ausführen.

Neues Bezahlmodell

Im Zuge dieser Portfolioerweiterung stellt HPE außerdem den Bestellvorgang über GreenLake Central um. Kunden können Cloud-Services und Ressourcen auf der Self-Service-Plattform zusammenstellen und in drei verschiedenen Größen anfordern.

Durch dieses modulare System hofft HPE die Bereitstellungsdauer auf maximal 14 Tage zu reduzieren, da sie so in der Lage sind, Teile des Systems vorzufertigen und nur noch zusammenzustellen.

Container für verteilte Systeme: HPE GreenLake Ezmeral

Wie bereits erwähnt, gehören zu den neuen Cloud-Services HPE Ezmeral Container Platform sowie HPE Ezmeral ML Ops. Die Containerplattform soll das Bereitstellen, Verwalten und Skalieren von containerisierten Anwendungen über die gesamte Infrastruktur ermöglichen, vom Rechenzentrum On-Premises, über Colocation-Zentren, verschiedene Public Clouds bis hin zur Edge. Das Ziel ist es, sowohl Cloud-native, als auch nicht Cloud-native monolithische Anwendungen zu containerisieren, so dass sie sich flexibel in verteilten Strukturen bereitstellen lassen. Die Containermanagement-Lösung wurde auf Basis der Technologie der von HPE im November 2018 übernommenen Unternehmen BlueData und MapR entwickelt und verwendet die Open-Source-Containerisierung von Kubernetes.

Architektur für Ezmeral
Abbildung 1: HPE versucht durch die große Kompatibilität für viele Kunden anschlussfähig zu sein.

Die Containerplattform ist über GreenLake Central verfügbar und kann dort verwaltet werden. HPE Ezmeral ML Ops verspricht eine schnellere Umsetzung von Projekten mit maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz über die gesamte Infrastruktur hinweg.

Vielversprechende Produkterweiterung

Open-Source, flexible Container, zentrale Verwaltung von hybriden und Multi-Clouds sowie ein einfacheres Zusammenstellen von Angeboten: HPE scheint bei den Kundenwünschen genau zuzuhören. Die vorgestellten Neuerungen sind auf jeden Fall vielversprechend. Um allerdings das ausschließliche Verwenden von HPE-Produkten als Vermeiden von Vendor-Lock-Ins zu präsentieren, ist einiges an mentaler Gymnastik notwendig. Selbstverständlich hat man beim Public-Cloud-Anbieter die freie Wahl. Dass HPE natürlich versucht zu erreichen, dass man ihre Hardware mit ihrer Software verwaltet und ihre Services nutzt ist jedoch ebenso deutlich.

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