Das sollten Sie über NetApp Keystone wissen

NetApp Keystone ermöglicht es Kunden, bestimmte Service Level und Storage-Typen zu wählen. Analysen sorgen für die Speicheranpassung auf Performance- und Kapazitätsanforderungen.

Storage-Anbieter NetApp führte im vierten Quartal 2019 ein neues Nutzungsmodell für seine Cloud-Services ein, das es Kunden ermöglichen soll, Cloud-Dienste nach einem OPEX-Modell zu beziehen und damit Storage-Ressourcen und Software einfacher und flexibler erwerben und nutzen zu können.

Dabei kann sich der Anwender entscheiden, ob er das Management selbst übernehmen oder dies dem Anbieter überlassen möchte. NetApp möchte nach eigenen Angaben „die Flexibilität der Cloud in die Rechenzentren der Kunden portieren“.

Dabei macht es die Data Fabric des Herstellers möglich, dass Anwender Speicher am lokalen Standort und bei den drei großen Cloud-Anbietern – Amazon, Google, Microsoft – verwenden können. Damit lassen sich hybride und Multi-Cloud-Umgebungen einrichten und in einem „Pay-as-you-go“-Modell nutzen.

Auch die Systeme und Software, die lokal eingesetzt wird, wird hier mit Cloud-ähnlichen Subskriptionsmodellen monatlich abgerechnet. Kapazitäten lassen sich in diesem Modell bei Bedarf erhöhen, ebenso kann der Anwender in die Cloud skalieren.

Das Aufsetzen beziehungsweise der Erwerb der Services erfolgt in drei überschaubaren Schritten:

  1. Eine Performance-Ebene (Tier) wählen.
  2. Den Storage-Service auswählen (Block, File oder Objekt).
  3. Entscheiden, wer das Management übernimmt (NetApp oder der Nutzer).

Für die unterschiedlichen Nutzungsarten offeriert der Anbieter auch verschiedene Arten des Supports. Für eine Optimierung der genutzten Umgebung stehen den Anwendern unter anderem intelligente Health Checks und KI-gestützte Analysen und deren Erkenntnisse zur Verfügung. Der kalkulierbare Festpreis soll zudem böse Überraschung verhindern und geplante Skalierungen übersichtlicher machen.

Die Keystone-Optionen im Überblick
Abbildung 1: Die Keystone-Optionen im Überblick

Für Kunden, die weiterhin NetApp-Technologie nach den traditionellen Kaufmodellen besitzen und betreiben möchten, hat das Unternehmen laut eigener Aussage dies radikal vereinfacht.

Es ist jetzt einfacher, die Lösungen zu kaufen, zu optimieren und zu erweitern: Vereinfachte Konfigurations- und Angebotsprozesse, Cloud-ähnliche Servicegarantien für Effizienz, Performance und Verfügbarkeit, KI-gesteuerte Erkenntnisse zur Optimierung des Systemzustands und dynamische Skalierung von Systemen – Knoten für Knoten oder zur öffentlichen Cloud.

Der Hersteller erhofft sich vom neuen Nutzungsmodell eine schnellere Entscheidungsprozesse der Kunden und natürlich auch die Ausweitung des Marktanteils in Sachen Cloud-Services. Laut NetApp gibt es in Branchen wie beispielsweise der Energieindustrie Unternehmen, die ganze Rechenzentren in die Cloud auslagern möchten und von flexibleren Services profitieren könnten.

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