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Campus-Switches von HPE und Aruba: Eigenschaften und Funktionen

HPE bietet sowohl seine eigene Reihe von Campus-Switches als auch Aruba-Switches an. Dazu zählt die 3180-Serie für Hochgeschwindigkeitsverbindungen.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Ethernet-Switches. Das Unternehmen ist bekannt für seine oft niedrigeren Gesamtpreise und seinen Open-Source-Ansatz bei Netzwerksoftware.

Seit der Übernahme von Aruba Networks Anfang 2015 bietet Hewlett Packard Enterprise zwei unterschiedliche Produktreihen sowohl von Fixed-Port- als auch modularen Campus-Switches an. Damit kommt zur traditionellen HPE-Produktlinie von Campus-Switches die von Aruba hinzu. Noch komplexer wird das Ganze durch die Partnerschaft von HPE mit Arista: HPE ist Reseller von Arista-Switches über seinen eigenen Vertriebskanal.

Obwohl es verwirrend sein kann, die Unterschiede zwischen den drei Produktreihen zu erkennen, die über einen einzigen Anbieter verkauft werden, so stechen zwei davon heraus. Zunächst einmal übernehmen Aruba-Switches eher einfachere Aufgaben auf der Zugriffs- und Verteilungsschicht, während HPE-Switches von der Zugriffs- über die Verteilungs- und Kernschicht bis zum Data Center alle Anforderungen abdecken.

Der zweite große Unterschied betrifft die Art, wie die Switches verwaltet werden. Alle HPE-Switches werden durch das Intelligent Management Center (IMC) verwaltet, während die einfacheren Aruba-Switches über das Aruba AirWave Network Management verwaltet werden. Kleinere Firmen, die sowohl ein drahtloses als auch ein kabelgebundenes LAN auf Basis von Aruba-Hardware einsetzen, werden wahrscheinlich AirWave bevorzugen. Größere Unternehmen hingegen werden sich wohl für HPE mit IMC entscheiden.

HPE- und Aruba-Switches für die Zugriffsschicht

Die Serie 5130 EI ist ein Beispiel für verwaltete Gigabit-Switches von HPE aus dem Low-End-Segment. Sie lassen sich als Layer-2-Switches oder mit grundlegenden Layer-3-Fähigkeiten betreiben, einschließlich statischer Routen und Routing Information Protocol (RIP). Als weitere Option steht Power over Ethernet Plus (PoE+) zur Verfügung, um Endgeräte mit bis zu 30 Watt zu versorgen. Diese Switches nutzen HPEs IMC für ein End-to-End-Management von HPE-Netzwerkgeräten im gesamten LAN oder WAN.

Die 3180-Serie enthält leistungsstärkere Aruba-Switches für die Zugriffsschicht. Diese Switches zeichnen sich aus durch maximal 48 Gigabit-Ethernet-Ports – oder bis zu 16 SFP+-Schnittstellen (Small Form-factor Pluggable Plus) für 10 GbE. Die Campus-Switches lassen sich in einem Stapel von fünf Geräten bereitstellen, so dass sie eine Backplane-Kapazität von bis zu 336 GBit/s ermöglichen. Die 3810-Serie bietet erweitertes Routing, ein First Hop Redundancy Protocol und verbesserte Sicherheitsfunktionen, zum Beispiel Schutz vor DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service). Diese Switches werden mit dem AirWave-System von Aruba verwaltet.

Campus-Switches für die Kern- und Verteilungsschicht

Aruba-Switches der Serie 5400R zl2 eignen sich optimal für mittelgroße Verteilungs- oder Collapsed-Core-Architekturen. Diese modularen Switches werden in einem Chassis mit sechs oder zwölf Slots geliefert. Die Multilayer Switches können Frames und Pakete mit einer Geschwindigkeit von bis zu 960 GBit/s übertragen. In puncto Konnektivität stehen Standardkupfer-Gigabit- oder -Multigigabit-Anschlüsse mit PoE+-, SFP-, SFP+- und 40-GbE-Schnittstellen zur Verfügung. Mit Switches dieser Stufe lässt sich erweitertes Routing, etwa per Border Gateway Protocol (BGP), richtlinienbasiertes Routing und erweitertes Quality of Service (QoS) erreichen.

Die Switch-Serie FlexNetwork 7500 von HPE umfasst populäre Verteilungs- oder Kern-Switches für große Unternehmen. Entsprechend ausgestattet, können diese HPE-Switches eine Leistung von bis zu 2,4 TBit/s liefern. Sie sind in einem Chassis mit drei, sechs oder zehn Slots untergebracht und kommen mit 1/10/40 GbE zurecht. Und wie alle andere HPE-Switches auch lassen sie sich über IMC verwalten.

Preisgestaltung und Support für HPE- und Aruba-Switches

HPE-Hardware, -Software und -Support können über Reseller-Partner gekauft werden. Für viele HPE-Switches und alle Campus-Switches von Aruba gilt eine eingeschränkte lebenslange Garantie. Im Kaufpreis von etlichen Geräten sind zudem bis zu drei Jahre technischer Support enthalten. Switches aus dem höherwertigen Bereich, etwa die Serie FlexNetwork 7500, verfügen über eine einjährige Hardwaregarantie.

Für Garantie-SLAs (Service Level Agreements) oder zusätzlichen Support, der über die im Kaufpreis für das Equipment enthaltenen Leistungen hinausgeht, bietet HPE erweiterte Support-Services über das Programm HPE Foundation Care Services. Dazu zählen Hardwareaustausch mit unterschiedlichen Serviceniveaus, Zugriff auf Software-Updates und Bugfixes sowie Unterstützung beim Troubleshooting per Telefon und online rund um die Uhr.

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