Definition

Repeater

1. Ein Repeater ist in digitalen Kommunikationssystemen ein Gerät, das ein digitales Signal über ein elektromagnetisches oder optisches Übertragungsmedium empfängt und dieses Signal für den nächsten Teil der Strecke aufbereitet. Bei elektromagnetischen Medien überwindet der Repeater die Dämpfung, die durch die freie elektromagnetische Felddivergenz oder den Kabelwiderstand verursacht wird. Eine Reihe von Repeatern ermöglicht eine Verlängerung des Signals über weite Strecken.

Repeater entfernen das unerwünschte Rauschen eines ankommenden Signals. Im Gegensatz zu einem analogen Signal kann ein digitales Signal, auch wenn es schwach oder verzerrt ist, klar wahrgenommen und wiederhergestellt werden. Bei analoger Übertragung können Signale mit einem Verstärker zwar wieder verstärkt werden, dabei werden jedoch sowohl die Information als auch das Rauschen verstärkt.

Da digitale Signale vom Vorhandensein oder Fehlen einer Spannung für die Darstellung von Nullen und Einsen abhängen , neigen sie dazu, schneller abzubauen als analoge Signale und müssen daher in kürzeren Abständen verstärkt beziehungsweise wiederhergestellt werden. Während man Verstärker von analogen Signalen in einem Abstand von 18.000 Meter platziert, werden digitale Repeater üblicherweise in Intervallen von 2.000 bis 6.000 Meter aufgestellt.

2. In drahtlosen Kommunikationssystemen besteht ein Repeater aus einem Empfänger, einem Verstärker, einem Überträger, einem Isolator und zwei Antennen. Der Sender erzeugt ein Signal auf einer Frequenz, die von der des empfangenen Signals abweicht. Diese sogenannte Frequenzverschiebung ist notwendig, um zu verhindern, dass ein starkes übertragenes Signal den Empfänger deaktiviert. Der Isolator dient in diesem Zusammenhang als zusätzlicher Schutz. Ein Repeater, der strategisch günstig auf der Spitze eines hohen Gebäudes oder Berges positioniert wird, kann die Leistung eines drahtlosen Netzwerks deutlich erhöhen, indem er die Kommunikation über sehr viel größere Entfernungen ermöglicht, als es ohne ihn möglich wäre.

3. In Satellitensystemen empfängt ein Repeater (öfter auch als Transponder bezeichnet) Uplink-Signale und überträgt diese, oft auf verschiedenen Frequenzen, an ihren Bestimmungsort.

4. In einem Mobilfunksystem ist ein Repeater ein Teil einer Gruppe von Sendern und Empfängern innerhalb eines geografischen Bereichs, die zusammen der Versorgung der Benutzer dienen.

5. In einem Glasfasernetzwerk besteht ein Repeater aus einer Fotozelle, einem Verstärker und einer LED (Light Emitting Diode) oder einer IRED (Infrared Emitting Diode) für jedes Licht- oder Infrarot-Signal, das verstärkt werden soll. Glasfaser-Repeater arbeiten auf einem wesentlich geringeren Energie-Niveau als drahtlose Repeater und sind daher wesentlich einfacher aufgebaut und preisgünstiger. Trotzdem benötigt ihr Aufbau große Sorgfalt, sodass sichergestellt ist, dass das interne Schaltungsrauschen minimiert wird.

6. Repeater werden häufig von kommerziellen Betreibern und Funkamateuren eingesetzt, um die Signale im Radiofrequenzbereich von einem Empfänger zum anderen zu erweitern. Diese bestehen aus sogenannten Drop Repeatern, ähnlich den Zellen in Mobilfunknetzen und Hub Repeatern, welche Signale aus verschiedenen Richtungen empfangen und weiterleiten.

7. Ein Bus Repeater verbindet den Bus eines Computers mit dem Bus in einem anderen Computer-Gehäuse, er verkettet sozusagen einen Computer mit einem anderen.

Diese Definition wurde zuletzt im September 2005 aktualisiert

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