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Alcatel-Lucent: Campus-LAN-Switches für den High-End- und Low-End-Einsatz

Mit OmniVista bietet Alcatel-Lucent ein Management-System für konvergierte Campus-Netzwerke. Verschiedene Campus-Switches ergänzen die Produktpalette.

Die Produktreihe der Campus-LAN-Switches von Alcatel-Lucent Enterprise deckt für die meisten Unternehmensumgebungen eine Vielzahl von Einsatzszenarien ab. Die Lösungen eignen sich für die Zugriffs-, Verteilungs- und Kernschicht gleichermaßen. Dazu zählt ebenfalls eine Serie von Industrie-Switches, die sich sogar in extremen Umgebungen betreiben lassen.

Die Softwareplattform OmniVista 2500 des Unternehmens ist ein Netzwerk-Management-System mit einem einheitlichen Tool, um Datenströme für drahtlose und kabelgebundene LANs zu verwalten, zu überwachen und zu analysieren.

Das leisten die verschiedenen Campus-LAN-Switches auf der Zugriffsschicht

Alcatel-Lucent bietet sieben grundlegende Switch-Modelle an, die für die Zugriffsschicht (Access Layer) konzipiert sind. Für den eher schmalen Geldbeutel gedacht sind die Gigabit-Access-Switches der Reihe OmniSwitch 6350. Diese Fixed-Form-Switches verfügen über 10, 24 oder 48 Ports mit einer Ethernet-Konnektivität von 10/100/1000 GBit/s. Es gibt sie mit oder ohne PoE+-Funktion (Power over Ethernet Plus), die bis zu 30 Watt pro Port unterstützen kann.

In puncto Uplink-Konnektivität bieten diese kompakten Switches zwei SFP- (Small Form-factor Pluggable) oder RJ45-Uplinks mit je 1 GBit/s. Die 1U-Standardmodelle für 19-Zoll-Racks besitzen vier SFP-Schnittstellen, die auch jeweils bis zu 1 GBit/s liefern können. Laut der Dokumentation des Herstellers bieten die Switches einfaches Layer-3-Routing. Das bedeutet, sie können das Routing über statische Routen vornehmen, unterstützen aber kein dynamisches Routing-Protokoll. Switches der 6350-Serie lassen sich zu Gruppen von bis zu vier Switches stapeln und nutzen die festen SFP-Verbindungs-Ports für die Stapel-Backplane.

Mehr Funktionen auf der Zugriffsebene ermöglichen die Alcatel-Lucent-Switches der Serie OmniSwitch 6860E. Diese Fixed-Port-Switches für Gigabit Ethernet lassen sich zu Gruppen von bis zu acht Geräten stapeln und bieten Hochverfügbarkeitsfunktionen für die Hardware, zum Beispiel Hot-Swapping-fähige und redundante Stromversorgungen und Lüfter. Alle Modelle verfügen über PoE bis zu 30 Watt, einige sogar bis zu 60 Watt.

Aus Softwaresicht sind die Switches vollständig Layer-3-fähig und enthalten Unterstützung für dynamische Routing-Protokolle, etwa Routing Information Protocol (RIP), Open Shortest Path First (OSPF) und Border Gateway Protocol Version 4 (BGP). Diese Switches können darüber hinaus Software-defined Networking (SDN) nutzen, um automatisierte Services schnell bereitzustellen, die OpenFlow und OpenStack verwenden.

Für raue Umgebungen und extreme Temperaturbedingungen empfiehlt sich der OmniSwitch 6855. Dieser LAN-Ethernet-Switch von Alcatel-Lucent bietet bis zu 24 GigaBit-Ports in einem gehärteten Chassis.

Campus-LAN-Switches für die Verteilungsschicht

Die Einstiegsmodelle der Serie OmniSwitch 6900 von Alcatel-Lucent eignen sich für den Einsatz als Verteilungs- oder kleine Kern-Switches. Diese Campus-LAN-Switches besitzen den bei den meisten Switches für die Zugriffsschicht (Distribution Layer) anzutreffenden festen 1U-Formfaktor, legen aber in Sachen Routing- und Switching-Fähigkeiten noch ordentlich nach. Bei den Schnittstellen lassen sich mit SFP+ oder QSFP+ (Quad Small Form-factor Pluggable Plus) optional 1, 10 oder 40 GbE auf diesen Switches aggregieren.

Für den Einsatz in kleinen Data Centern oder an großen Remote-Standorten, die über On-Site-SANs verfügen, können diese Switches sogar für Fibre Channel genutzt werden. Sie ermöglichen komplexere Switching-Funktionen, die unverzichtbar für die Kern- oder Verteilungsschicht sind. Dazu zählen erweitertes Routing und Quality of Service (QoS) sowie First Hop Redundancy Protocols. Diese Switches sind außerdem SDN-fähig. Switches der 6900-Serie für den High-End-Bereich besitzen eine maximale Switching-Kapazität von nur etwas über 2,5 TBit/s.

Falls mehr Performance und Modularität notwendig sind, lohnt sich ein Blick auf die Campus-LAN-Switches der Produktlinie OmniSwitch 9900. Ein einzelnes Gerät der 9900-Serie kann, entsprechend ausgestattet, mehr als 5 TBit/s an Daten mit einer Latenz von unter einer Mikrosekunde befördern. Die physischen Abmessungen des Switches betragen 11 Rack Units. Für Verarbeitungs-Engines und Schnittstellenmodule stehen sieben Slots zur Verfügung. Alcatel-Lucent bietet verschiedene Ethernet-Module an. Diese reichen von Kupferschnittstellen mit 1 GBit/s und PoE-Funktionen bis zu SFP+- und QSFP+-Schnittstellen mit 10 und 40 GBit/s.

Campus-LAN-Switches: Preise und Support für Alcatel-Lucent-Produkte

Für den Low-End-Bereich seiner Switches bietet Alcatel-Lucent eine eingeschränkte lebenslange Garantie, die Fehlfunktionen der Hardware, Software-Updates und Bugfixes abdeckt. Für Switches aus dem mittleren und oberen Leistungssegment gelten andere Garantiebedingungen, je nach der vorhandenen Funktionalität.

Wenn zusätzliche Garantieansprüche oder Service Level Agreements (SLA) und der Zugang zu Software und technischem Support benötigt werden, bietet das Unternehmen Supportverträge für den erweiterten Hardwareaustausch, technischen Support per Telefon und online rund um die Uhr, sowie Zugriff auf die neueste Switch-Firmware.

Um Preisinformationen zu erhalten, wenden Sie sich an einen Partner von Alcatel-Lucent Enterprise. Dieser Partner arbeitet mit Alcatel-Lucent zusammen, um den Endpreis für Hardware, Software und Support festzulegen.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2017 aktualisiert

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