Definition

VLSM (Variable-Length Subnet Mask)

Variable-Length Subnet Masking, kurz VLSM, dreht sich um die Subnetting oder die weitere Unterteilung von Subnetzen. Das bedeutet, dass Netzwerk-Administratoren mithilfe von VLSM einen IP-Adressraum in eine Hierarchie an Subnetzen mit verschiedenen Größen unterteilen können. Somit ist es möglich, Subnetze mit einer jeweils verschiedenen Anzahl an Hosts zu erschaffen, ohne dass dafür eine große Menge an IP-Adressen verschwendet werden muss.

Eine Subnetzmaske definiert die Größe eines Subnetzes. Es geht hier um die Anzahl der Host-Adressen im entsprechenden Subnetz. Fixed-Length Subnet Masking (FLSM) erstellt Subnetze, die alle die gleiche Größe aufweisen. In einigen Subnetzen befinden sich allerdings mehr Hosts als in anderen. Aus diesem Grund führt FLSM dazu, dass es in diversen Subnetzen verwaiste Adressen gibt. Auf der anderen Seite kann es auch sein, dass es mehr Hosts gibt als das Subnetz-Adressen aufweist. Ist VLSM aktiviert, dann lässt sich ein großes Subnetz in kleinere unterteilen. Damit können Sie dort eine geringere Anzahl an Hosts unterbringen.

Nehmen Sie zum Beispiel einen herkömmlichen Adressraum in einem sogenannten Class-C-Netzwerk wie zum Beispiel 192.168.1.0. Außerdem haben wir noch ein Unternehmen mit vier Gruppen an Computern:

  • Das Data Center mit 72 Hosts
  • Das Call Center mit 50
  • Die operative Ebene mit 25
  • Das Management mit 20

Verwenden Sie beispielsweise festes Subnetting, dann würde eine Unterteilung in vier Subnetze lediglich 62 Hosts pro Subnetz unterstützen. Die Rechner des Data Centers könnten Sie dort nicht unterbringen und die Adressräume für die operative Ebene und das Management wären komplett überdimensioniert. Mithilfe von VLSM wird der Adressraum zunächst zweigeteilt und jedes Subnetz kann danach 126 Hosts adressieren. Ein Subnetz deckt das Data Center ab. Das anderen wird abermals zweigeteilt und bietet dann zwei Subnetze mit Platz für je 62 Hosts. Eines davon deckt das Call Center ab. Das andere wird noch einmal halbiert und es entstehen zwei Sub-Sub-Subnetze mit jeweils 30 Plätzen. Somit lassen sich die operative Ebene und das Management ebenfalls bedienen.

Will ein Netzwerk-Administrator VLSM verwenden, dann muss er ein Routing-Protokoll einsetzen, dass die Technologie unterstützt. Mögliche Beispiele sind RIPv2 (Routing Information Protocol v2), OSPF (Open Shortes Path First), IS-IS (Intermediate System-toIntermediate System), EIGRP (Enhanced Interior Gateway Routing Protocol) und BGP (Border Gateway Protocol).

VLSM verfolgt ein ähnliches Konzept und eine vergleichbare Absicht wie CIDR (Classless Inter Domain Routing). Damit kann eine einzelne Internet-Domäne einen Adressraum besitzen, der nicht in herkömmliche Adressklassen passt. VLSM wurde ursprünglich in IETF RFC 1812 definiert.

Das folgende Video-Tutorial erklärt Subnetting und VLSM:

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Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2016 aktualisiert

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