Definition

Routing Information Protocol (RIP)

RIP (Routing Information Protocol) ist ein weit verbreitetes Protokoll zur Verwaltung von Router-Informationen innerhalb eines in sich geschlossenen Netzwerks wie zum Beispiel einem betrieblichen Local Area Network (LAN) oder einer miteinander verbundenen Gruppe solcher Netzwerke. RIP wird von der Internet Engineering Task Force (IETF) als eines von mehreren internen Gateway-Protokollen (Interior Gateway Protocol) eingestuft.

Bei der Verwendung von RIP sendet ein Gateway-Host (mit einem Router) seine gesamte Routing-Tabelle (die alle anderen, ihm bekannten Hosts listet) alle 30 Sekunden an seinen nächstgelegenen Nachbarn. Der benachbarte Host wird im nächsten Schritt die Informationen an seinen nächsten Nachbarn weiterleiten und so weiter, bis alle Hosts innerhalb des Netzwerks über das gleiche Wissen hinsichtlich der Routing-Wege verfügen. Dieser Status ist unter der Bezeichnung Netzwerkkonvergenz (engl. Network Convergence) bekannt.

RIP benutzt einen Hop Count zur Bestimmung der Netzwerk-Entfernung. Andere Protokolle benutzen elegantere Algorithmen, die auch das Timing einschließen. Jeder Host mit einem Router innerhalb des Netzwerks verwendet die Informationen der Routing-Tabelle, um den nächstgelegenen Host zu ermitteln und das Datenpaket so an seine festgelegte Zieladresse zu transportieren.

RIP wird als eine effektive Lösung für kleine homogene Netzwerke angesehen. In größeren, komplexeren Netzwerken verursacht die in RIP alle 30 Sekunden vorgesehene Übertragung der kompletten Routing-Tabelle eine sehr große Menge an zusätzlichem Datenverkehr innerhalb des Netzwerks.

Die wichtigste Alternative zu RIP ist das Open Shortest Path First Protokoll (OSPF).

Diese Definition wurde zuletzt im Januar 2015 aktualisiert

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