Definition

IS-IS (Intermediate System to Intermediate System Protocol)

Mitarbeiter: Mike Ward

Eines der meist genutzten Routing-Protokolle, das Intermediate System to Intermediate System Protocol (IS-IS), basiert auf einer Routing-Methode, die unter dem Namen DECnet Phase V Routing bekannt ist. Dabei tauscht der Router als ein Intermediate System Daten über das Routing aus und nutzt dafür eine Einzel-Metrik, um die Netzwerk-Topologie zu ermitteln. IS-IS wurde von der International Organization for Standardization (ISO) als Teil ihres OSI-Modells (Open Systems Interconnection) entwickelt. Die ersten Versionen von IS-IS wurden genutzt, um das Routing innerhalb von verbindungslosen CLNP-Netzwerken (ISO Connectionless Network Protocol) zu verwalten. IS-IS wurde 1990 als Standard ratifiziert (OSI IS-IS Intra-domain Routing Protocol, IETFRFC 1142 [2], ISO/IEC 10589 [3]).

Im Kontext des OSI-Modells bezieht sich ein Intermediate System auf einen Router, während sich ein End System (ES) auf einen Node bezieht. ES-IS Protokolle ermöglichen es Routern und Nodes, einander zu identifizieren; IS-IS bietet die gleiche Funktion zwischen Nodes zu Routing-Zwecken. Genau wie andere Routing-Protokolle wie zum Beispiel OSPF (Open Shortest Path First) handelt es sich bei IS-IS um ein Link-State-Protokoll: es speichert Informationen über den Status einer Verbindung und nutzt diese Daten, um den Übertragungsweg zu wählen. IS-IS wird verwendet, um in regelmäßigen Abständen Informationen über den Verbindungsstatus innerhalb des Netzwerks zu versenden, so dass jeder Router über ein genaues Bild der Netzwerk-Topologie verfügt. Zusätzliche Metriken können verwendet werden, um Kosten, Fehleranfälligkeit oder Übertragungsverzögerungen bei der Verwendung einer speziellen Verbindung zu erkennen.

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Diese Definition wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

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