Definition

Business Process Management (BPM)

Mitarbeiter: Mary K. Pratt

Business Process Management (BPM) befasst sich damit, einen Geschäftsprozess von Anfang bis Ende zu verbessern. Hierfür wird der Prozess analysiert, modelliert, wie er in verschiedenen Szenarien funktioniert, und optimiert. Der verbesserte Prozess wird anschließend überwacht und kontinuierlich weiterentwickelt.

Fortsetzung des Inhalts unten

Ein Geschäftsprozess ist eine Aktivität oder eine Reihe von Aktivitäten, die ein bestimmtes Organisationsziel erreichen sollen. BPM ist keine einmalige Aufgabe, sondern eine fortlaufende Aktivität, die eine ständige Prozessüberarbeitung beinhaltet.

Business Process Management umfasst oft die Automatisierung von Aufgaben innerhalb eines bestimmten Geschäftsprozesses, obwohl BPM keine Technologie ist und Prozessverbesserungen außerhalb der Automatisierung und ohne Technologie stattfinden können.

Unternehmen, die sich mit BPM beschäftigen, können sich für eine der verschiedenen BPM-Methoden entscheiden, zu denen unter anderem Six Sigma und Lean gehören.

Wozu Business Process Management verwendet wird

BPM wird kontinuierlich zur Verbesserung von Geschäftsprozessen eingesetzt. Es soll Ordnung, Einblick und Effizienz der kollektiven Arbeitsabläufe verbessern, aus denen ein bestimmter Geschäftsprozess besteht. BPM soll jegliches Chaos innerhalb der kollektiven Arbeitsabläufe, die einen Prozess ausmachen, reduzieren und das Ad-hoc-Workflow-Management eliminieren.

Das Ziel für Organisationen, die sich mit BPM beschäftigen, ist es, die Kontrolle über ihre unzähligen Prozesse zu übernehmen und ständig danach zu streben, sie zu optimieren, um eine effizientere Organisation zu schaffen, die besser in der Lage ist, Endprodukte und/oder Dienstleistungen zu liefern.

Somit soll BPM Unternehmensleiter dabei unterstützen, nicht nur betriebliche Effizienz zu erreichen, sondern auch ihre übergreifenden Ziele für die Organisation als Ganzes zu verwirklichen.

BPM-Aktivitäten

BPM besteht aus mehreren Schritten. Einige BPM-Experten führen fünf Schritte auf (Design, Modellierung, Ausführung, Überwachung und Optimierung), während andere sechs oder mehr Schritte auflisten und/oder andere Namen für diese Schritte verwenden (zum Beispiel Analyse, Modellierung, Implementierung, Überwachung, Verwaltung und Automatisierung).

Trotz der Unterschiede in Anzahl und Bezeichnung der Schritte umfasst der BPM-Lebenszyklus im Allgemeinen:

  • Geschäftsprozesse entwerfen, wie sie idealerweise existieren, und analysieren, wie die Prozesse gegenwärtig existieren, und was zu ihrer Verbesserung notwendig ist;
  • Modellieren, wie die Geschäftsprozesse in verschiedenen Szenarien funktionieren;
  • Implementieren oder Ausführen von Verbesserungslösungen, einschließlich Standardisierung und Prozessautomatisierung;
  • Verbesserungen überwachen; und
  • den Geschäftsprozess weiter optimieren.

Warum Business Process Management wichtig ist

BPM ermöglicht es Führungskräften, die verschiedenen Prozesse, die in ihrer Organisation ablaufen, zu verstehen, sie von Anfang bis Ende zu analysieren und kontinuierlich zu verbessern.

Diese Aktivität erlaubt es Managern, die gesamten Geschäftsprozesse zu optimieren und nicht nur einzelne Aufgaben zu verbessern, wodurch die Führungskräfte der Organisation die Möglichkeit erhalten, einen größeren Einfluss auf die Ergebnisse zu nehmen.

Ein gut durchgeführtes BPM kann Verschwendung minimieren, Fehler reduzieren, Zeit sparen und bessere Dienstleistungen und Produkte erzeugen. Darüber hinaus liefert ein gut durchgeführtes BPM kontinuierlich Verbesserungen.

BPM ist keine einmalige Aufgabe. Führungskräfte einer Organisation müssen die End-to-End-Geschäftsprozesse kontinuierlich überwachen und sich darauf konzentrieren, neue Wege zur Optimierung der End-to-End-Geschäftsprozesse zu finden. Da Branchen- und Markttrends neuen Druck und neue Möglichkeiten mit sich bringen und neue Technologien die Aufgaben innerhalb des Gesamtprozesses besser unterstützen oder automatisieren, ist eine Optimierung der Prozesse wichtig für den Geschäftserfolg.

BPM-Tools und -Anbieter

Eine Business Process Management Suite (BPMS) unterstützt Unternehmen bei ihren BPM-Aktivitäten, indem sie eine Reihe von Tools und Funktionen zur Abbildung, Modellierung, Automatisierung, Verwaltung und Optimierung anbietet.

Gartner iBPMS-Anbieter
Abbildung 1: Gartner bewertet diese Anbieter als führend im Bereich iBPMS

Eine BPMS unterstützt im Allgemeinen Aktivitäten, die von der Verwaltung von Geschäftsregeln über die Anwenderkommunikation bis hin zur Analyse reichen.

Eine intelligente BPMS oder iBPMS bietet Funktionen der nächsten Generation, wie zum Beispiel adaptive Analysen und erweiterte Collaboration Tools.

Es gibt zahlreiche BPM-Softwareoptionen auf dem Markt. Zu den größten Anbietern gehören Appian, BP Logix, IBM, Kofax, Oracle, Pegasystems, Red Hat und Tibco Software.

Diese Definition wurde zuletzt im Februar 2020 aktualisiert

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