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Was ist Generic Ethernet Access (GEA) und lohnt es sich für Unternehmen?

In Großbritannien gibt es einen neue Service, der sich GEA (Generic Ethernet Access) nennt. Für Unternehmen mit Zweigstellen ist das interessant.

Anmerkung der Redaktion: Generic Ethernet Access (GEA) ist eine Technologie, die gerade in Großbritannien Fahrt aufnimmt. Der Service ist möglicherweise auch für Unternehmen in anderen Ländern attraktiv, die Zweigstellen in England oder Schottland haben.

Ist Generic Ethernet Access eine sinnvolle Alternative zu Breitband-Anschlüssen?

Mit fortschreitender Verfügbarkeit wächst auch das Interesse in Generic Ethernet Access (GEA) innerhalb Großbritanniens. Es gibt aber immer noch ordentlich Verwirrung hinsichtlich der Leistungsmerkmale dieses Produkts, sowie den verfügbaren Geschwindigkeiten und den dazugehörigen Kosten.

Kurz gefasst: GEA verwendet die Technologien FTTC (Fiber To The Cabinet) und FTTP (Fiber To The Premises) für die letzte Meile, um Daten in den Geschwindigkeiten von zwei Mbps bis zu 30 Mbps zu übertragen. Die SLAs (Service-Level-Agreements) sind auf 99,95 Prozent getrimmt und das Provisioning findet binnen 39 Arbeitstagen statt. Die durchschnittlichen Kosten liegen bei ungefähr 390 Euro pro Monat. An dieser Stelle kommt es etwas auf den Standort an. Die Kosten sind natürlich um einiges höher als bei Breitband-Anschlüssen. Allerdings profitieren Unternehmen von besserer Uptime und symmetrischer Bandbreite.

Ist Ihr Unternehmen ein Kandidat für GEA?

GEA wird derzeit in den Vermittlungsstellen ausgerollt, die FTTC unterstützen. Die Technologie ist ähnlich zu EFM (Ethernet in the First Mile), weil die eigentliche Verbindung zu Ihrem Büro auf Kupferleitungen basiert. GEA unterscheidet sich in der Art, wie es FTTC nutzt. Es macht sich zusätzliche Leistungsmerkmale und Durchsatz zunutze, die Fiber zur Verfügung stellt. GEA ist außerdem verfügbar, wo es FTTP gibt. Diese Option ist allerdings je nach Anbieter limitiert.

Als Angebot ist GEA zwischen EFM und Mietleitungs-Services positioniert.

Dieses GEA-Angebot von BT Wholesale zeigt, wie sowohl FTTC- als auch FTTP-Services mit dem Netzwerk verbunden sind.
Dieses GEA-Angebot von BT Wholesale zeigt, wie sowohl FTTC- als auch FTTP-Services mit dem Netzwerk verbunden sind.

Symmetrischer Durchsatz ist ein Vorteil von GEA

Die Entscheidung, warum ein Unternehmen GEA oder FTTC Breitband wählen sollte, hängt von den Upstream- und Downstream-Ansprüchen ab. GEA ist ein symmetrischer Service, der Anwendern identischen Upstream und Downstream bietet. An sich ist Breitband ein asymmetrischer Service und der Upstream in der Regel geringer als der Downstream. EFM bietet ebenfalls eine symmetrische Verbindung, bringt aber in den meisten Fällen nicht dasselbe Niveau an Bandbreite. BTs GEA-Service liefert den Kunden beispielsweise Anwendungs-Statistiken, die Wahl zwischen IPv4- und IPv6-Adressen, 24/7 Support und sogar eine Reparatur-Garantie von sieben Stunden.

Doch es sieht auch hier wie bei jeder neuen Technologie aus. Die Aussichten sind attraktiv, das gilt im Speziellen für die erhöhten Geschwindigkeiten, garantierten Reparatur-Zeiten und geringeren Kosten als für typische Mietleitungen. Interessierten sei allerdings derzeit geraten, bei einer kostspieligen Mietleitung mit EFM als Alternative zu liebäugeln. Das gilt zumindest so lange bis GEA universell verfügbar ist.

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