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Wie man Serverausfälle verhindert und überwindet

Hardware-, Software- und Anlagenfehler können zu Serverausfällen führen. Mit dem richtigen Protokoll und vorbeugender Wartung lassen sich Ausfallzeiten verhindern oder verkürzen.

Serverausfälle können jeden treffen, unabhängig von der Branche oder Größe des Unternehmens. Sie sind teuer, denn sie bedeuten nicht selten Stunden oder Tage ohne Systemzugriff oder den Verlust kritischer Geschäftsdaten. Die Folgen sind fehlende Einnahmen, Vertrauensverlust bei den Kunden sowie teure Reparaturen. Kurz: jedes Unternehmen sollte sie nach Kräften vermeiden.

Mögliche Ausfallursachen liegen in der Serverhardware, -software oder der Infrastruktur des Rechenzentrums. Wenn Verantwortliche verstehen, wie Serverausfälle entstehen, können sie Probleme vermeiden und Ausfallzeiten vermeiden, bevor sie entstehen. Zeitgleich sollten sie immer einen Notfallplan für einen Serverausfall parat haben.

Was kann einen Serverausfall verursachen?

Sobald eine Warnung eintrifft, müssen Administratoren so schnell wie möglich die Ursache herausfinden und darauf reagieren. Eine schnelle Antwortzeit kann den Unterschied zwischen Minuten und Tagen an Ausfallzeit ausmachen. Häufige Gründe für einen Serverausfall sind unter anderem:

  • Überhitzung. Wenn ein Server bei zu hoher Temperatur läuft, kann dies zu schlechter Leistung oder einem vollständigen Ausfall führen.
  • Hardwareproblem. Manchmal geht eine Hardwarekomponente einfach kaputt. Das kann auf einen Produktionsfehler in der eigentlichen Komponente zurückzuführen sein, wie zum Beispiel einen Akku- oder Plattenfehlern, eine Fehlfunktion im Kühlsystem oder das Alter des Geräts.
  • Softwareproblem. Ein veraltetes Betriebssystem kann bei herausforderndem Datenverkehr zusammenbrechen, und nicht freigegebene Patches können zu Fehlern oder Datenbeschädigungen führen. Auch Software-Upgrades und -Updates können fehlschlagen und neue Probleme verursachen.
  • Überlastung des Systems. Zeitweilig erhöhter Datenverkehr und volle Serverprotokolle können zu einer Überlastung und einem Ausfall des Systems führen.
  • Cyberattacken. Ein Mangel an Netzwerksicherheit oder ein veraltetes, nicht unterstütztes Betriebssystem können Server anfällig für Cyberattacken machen, die dann den Server lahmlegen oder zum Absturz bringen können.
  • Naturkatastrophen. Erdbeben, Brände, Überschwemmungen und Gewitter können in Rechenzentren Verwüstung anrichten und Ausfälle verursachen.

Wie man häufige Serverausfälle verhindert

Ein Server, der laufend neu startet und plötzlich langsamer arbeitet, hat wahrscheinlich einen Fehler. Je früher Administratoren diese Anzeichen erkennen, desto schneller können sie handeln. Eine Serverüberwachungssoftware kann dabei helfen, die Server im Auge zu behalten und kritische Systeme genau zu überwachen. Sie sendet bei Hinweisen auf Probleme im System Warnmeldungen.

Neben einem Überwachungs-Toolset gibt es auch vorbeugende Wartungsmaßnahmen, die Betreiber ergreifen können, um die Betriebszeit und den guten Zustand der Server sicherzustellen.

  • Die Umgebungstemperatur optimieren. Server benötigen eine angemessene Belüftung und Temperaturkontrolle, um eine Überhitzung zu vermeiden. Admins sollten daher die Innen- und Außenflächen auf Schmutz und Staubablagerungen prüfen und die Temperatureinstellungen nach Bedarf anpassen.
  • Regelmäßig Wartungen durchführen. Hardwareprobleme sind am schwierigsten vorherzusagen und zu verhindern, da sie zufällig auftreten können. Admins sollten das jeweilig Alter ihrer Server im Blick behalten, routinemäßige Festplattenprüfungen durchführen und das System regelmäßig aktualisieren. Wenn die Zeit gekommen ist, hilft nichts anderes als ein Austausch von Teilen oder ganzen Geräten. Die prädiktive Analyse (Predictive Analytics) kann auch dabei helfen, abzuschätzen, wann Teile ausfallen werden.
  • Regelmäßig Updates durchführen. Administratoren sollten in regelmäßigen Abständen Aktualisierungen an der Software, Betriebssystem-Updates und Patches durchführen. Das hält die Leistung konstant und schützt die Server vor leicht ausnutzbaren Softwareschwachstellen.
  • Eine strenge Zugriffskontrolle und detaillierte Ereignisprotokolle pflegen. Menschliches Versagen ist fast unmöglich zu verhindern. Automatisierung kann das Risiko minimieren, aber nicht jeden Eingriff durch Mitarbeiter ersetzen. Um dieses Risiko zu senken, sollten IT-Teams genau nachvollziehen, wer auf den Serverraum und die Verwaltungssoftware zugreifen kann. Sie sollten auch detaillierte Ereignisprotokolle führen und diese regelmäßig überprüfen.
  • Überwachen der Leistung. Mit einem kontinuierlichen Monitoring der Serverleistung können Admins Spitzen in der Ressourcenbelegung besser vorhersagen und schleppende Leistung, die ein Zeichen für einen bevorstehenden Ausfall sein kann, schneller identifizieren. Diese Trends können auch potenzielle Hardware- und Softwareprobleme oder Bereiche eines Serverraums aufzeigen, die zusätzliche Kühlung erfordern. Administratoren sollten sicherstellen, dass sie Protokolldateien führen, den Papierkorb leeren und Dateien in temporären Ordnern löschen, um das Leistungsniveau zu erhalten und eine Überlastung des Systems zu vermeiden.
  • Einen Servernotfallplan entwickeln. Redundanz ist eine wichtige Strategie beim Vorbeugen von Ausfallzeiten aufgrund von Serverausfällen. Ein Servernotfallplan sollte verfügbare sekundäre Hardware wie mehrere Stromversorgungen, redundanten RAM und Backup-Server festlegen.
  • Einen Notfall- und Datenwiederherstellungsplan entwerfen. Im Falle einer Naturkatastrophe oder eines Sicherheitsverstoßes schützen Rechenzentrumsbetreiber sich durch einen Notfall- und Datenwiederherstellungsplan vor langen Ausfallzeiten und katastrophalem Datenverlust. Ein Backup-Plan ist für den schlimmsten Fall unerlässlich.

Wie man einen Serverausfall beendet und den Betrieb wiederherstellt

Sollte der Server trotz vorbeugender Wartung ausfallen, gibt es Maßnahmen, die Betreiber ergreifen können, um eine effektive Wiederherstellung zu erreichen. Abgesehen von einem Neustart gibt es Visualisierungs-Tools und Diagnosesoftware, mit denen man eine mögliche Ursache eingrenzen kann.

Sobald der Admin die Grundursache identifiziert hat, kann er auf einen Backup-Server wechseln und die erforderlichen Schritte zum Beheben des Ausfalls einleiten.

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