Zeit fürs Wesentliche: Die Vorteile von Automatisierung

Automatisierung muss nicht zur Bedrohung für Arbeitsplätze werden. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter gut vorbereiten, damit sie ihr volles Potential entfalten können.

Egal ob Terminator oder Ex Machina – künstliche Intelligenzen kommen in Film und Fernsehen meist eher bedrohlich daher. Mit zunehmender Reife dieser Techniken kam eine bodenständigere Befürchtung dazu: künstliche Intelligenzen würden Arbeitsplätze überflüssig machen und somit die Arbeitslosenquote nach oben treiben.

Doch wie sieht die Realität aus? Laut einer Umfrage im Sommer 2019 unter 3.750 Büroarbeitern in Europa und in den USA, verbringen Mitarbeiter im Schnitt nur die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit ihren eigentlichen Kernaufgaben. Den Rest der Zeit verschlingen das Bearbeiten von E-Mails, routinemäßige Verwaltungsaufgaben und Meetings. Folglich sinkt die Produktivität. Mitarbeiter sind also viel zu sehr mit unwesentlichen Aufgaben beschäftigt, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Das ist nicht nur für aus unternehmerischer Sicht problematisch, auch die Mitarbeiter wünschen sich mehr Produktivität und Zeit für Innovationen und Kreativität. Automatisierung kann dabei helfen, diesen Wünschen gerecht zu werden und beide Seiten zufrieden zu stellen. Dafür sind jedoch eine neue Denkweise und Investitionen in neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) nötig. Statt zu hoffen oder zu befürchten, dass KI das Personal reduzieren könnte, sollten Unternehmen sie als Chance wahrnehmen, die Produktivität der Mitarbeiter zu erhöhen, indem sie administrative Aufgaben abgeben.

Die Zukunft des Arbeitens

Es ist nicht zu leugnen, dass die Automatisierung Arbeitsplätze mit sich wiederholenden Aufgaben zunehmend ablöst. Allerdings werden dabei auch neue geschaffen, die wiederum menschliches Eingreifen und menschliche Fähigkeiten erfordern. Für viele Unternehmen ist es eine Herausforderung, das Wissen der Mitarbeiter aktuell zu halten und untereinander zur Verfügung zu stellen und da, wo nötig, automatisierte Prozesse einzuführen.

Es ist zu erwarten, dass in Zukunft alle sich wiederholenden Prozesse von Maschinen übernommen werden und Menschen Zeit für das bekommen, was ihre eigentliche Stärke ist: Zusammenarbeit und Kreativität. Sie werden in der Lage sein, ihre Ressourcen auf die Arbeit zu verwenden, die sie lieber machen als die alltäglichen Aufgaben, die den meisten Menschen unnötig Zeit rauben und sie in ihrer Produktivität einschränken.

Automatisierung am Arbeitsplatz

Automatisierung und die damit verbundenen Sorgen um Arbeitslätze ist jedoch nichts Neues. Meist wird dabei an Roboter in Produktionsstraßen gedacht, jedoch hat Automatisierung auch im traditionellen Büro großes Potenzial. Dennoch wird menschliche Expertise bei komplexen Problemlösungen und beim Gewinnen neuer Erkenntnisse sowie überall da, wo soziale Kompetenz gefragt ist in Zukunft weiter benötigt. Bei der Automatisierung geht es darum, Arbeitsabläufe für Mitarbeiter zu verbessern, anstatt den Menschen abzuschaffen.

Identity & Access Management (IAM) und die gewohnten Login-Daten

Jeder virtuelle Desktop kann Mitglied der Active-Directory-Domäne sein, was den Zugriff auf alle On-Premises-Ressourcen entsprechend den Zugangsberechtigungen des jeweiligen Benutzers ermöglicht, jedoch sicher von der Cloud aus.

Günther Sandmann, Workfront

„Wird die neue Technologie richtig implementiert und die Mitarbeiter entsprechend im Umgang geschult, können Teams sich auf ihre Arbeit konzentrieren und letztlich alle profitieren.”

Günter Sandmann, Head of Central Europe, Benelux and Nordics bei Workfront

Auf die Belegschaft und ihre Kenntnisse kommt es an

Unternehmen sollten Mitarbeiter im Hinblick auf neue Automatisierungs-Tools entsprechend schulen, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Darüber hinaus sollten Firmen Wert auf die Soft Skills ihrer Mitarbeiter legen und auch diese entsprechend fördern, denn sie sie sind die eigentliche Stärke des Menschen gegenüber der künstlichen Intelligenz. Strategie, Kreativität, Problemlösefähigkeit, Erfindungsreichtum, Mut und Entschlossenheit sind möglicherweise über die Jahre hinweg durch festgefahrene Routine eingerostet und müssen neu entdeckt werden.

Gerade bei älteren Mitarbeitern erfordert das gelegentlich viel Einfühlungsvermögen. Letztendlich müssen Unternehmen, die in den kommenden Jahren Arbeitskräfte beim Übergang zu automatisierten Abläufen unterstützen wollen, alle ihre Mitarbeiter in den zugehörigen Technologien und Fähigkeiten unterrichten.

Derzeit befinden wir uns in einer Übergangsphase. Unternehmen müssen in die richtigen Lösungen investieren, mit denen Arbeit automatisiert werden kann. Künstliche Intelligenz und Automatisierung werden die digitale Transformation erheblich beschleunigen und vorantreiben. Technologie macht das (Arbeits-) Leben so einfach und unkompliziert wie nie zuvor.

Wird die neue Technologie aber richtig implementiert und die Mitarbeiter entsprechend im Umgang geschult, können Teams sich auf ihre Arbeit konzentrieren und letztlich alle profitieren. Die Unternehmen haben einen Vorteil von der größeren Effizienz und die Mitarbeiter von erfüllenden Aufgaben.

Über den Autor:

Günter Sandmann stieß Anfang 2018 zu Workfront, um den mitteleuropäischen Markt mit über 20 Jahren Erfahrung aus Vertriebs- und Managementrollen in der Softwareindustrie aufzubauen. Herr Sandmann hat sich in den letzten Jahren auf das SaaS-Geschäft und hilft dabei, die Lücke zwischen Geschäftszielen und Technologie für Unternehmen wie Nestlé, Deutsche Post, Siemens, Panasonic, VW, WestLB, Bundesdruckerei, Deloitte, Deutsche Rente, DuPont und DOW Chemical zu schließen. Als Fachexperte für Work Automation & Work Management hilft Günter Sandmann dabei, Unternehmen zukunftssicher zu machen und digitale Transformationsprojekte umzusetzen.

Die Autoren sind für den Inhalt und die Richtigkeit ihrer Beiträge selbst verantwortlich. Die dargelegten Meinungen geben die Ansichten der Autoren wieder.

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