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Hyperkonvergenter Sekundärspeicher: Das sollten Sie wissen

Backup und Primary Storage haben lange die Datensicherung bestimmt. Doch mit converged und hyper-converged Secondary Storage wurden die Aufgaben der IT-Administration erweitert.

Der Aufstieg von hyperkonvergentem Sekundärspeicher setzt den Trend neuer Technologien fort, die deutliche Änderungen beim Wissen und den Fähigkeiten mit sich bringen, die die IT-Speicherteams nun brauchen. Wie schon bei hyper-converged Storage verlangen Umgebungen mit hyper-converged Secondary Storage eine Reihe neuer Skills – was sich auch in der Vereinigung von früher getrennt arbeitenden IT-Teams niederschlägt.

Hyper-converged Storage entwickelt sich

In den früheren Zeiten waren bereits individuelle IT-Aufgaben komplex genug, so dass man dafür eigene Leute mit einem speziellen Kenntnissen brauchte, um allen geschäftlichen Anforderungen zu entsprechen. Diese Aufgabenverteilung sah oft eine eigene Mannschaft für den Datenschutz vor, obwohl diese Arbeit nicht selten von den Systemadministratoren mit erledigt wurde.

Ähnlich wie es vielen anderenTechnologien ergangen ist, hat heute hyperkonvergenter Sekundärspeicher die Szene geändert, und man braucht nun eventuell weniger Leute und Teams, die sich eigens mit Data Protection und Disaster Recovery befassen. Diese neuen Systeme machen sogar ganze Heerscharen von anderen Services so nebenbei überflüssig. Wie die Bezeichnung schon nahelegt, versteht man unter Secondary Storage alle Speichersysteme, die nicht primär sind. Manche Hersteller auf diesem Feld, wie zum Beispiel Cohesity, vertreten hier eine ziemlich liberale Ansicht und setzen sich sehr dafür ein, dass man die Diskussion mehr in Richtung Data Management als hin zu Data Protection verschiebt. Andere Unternehmen wie Commvault und HPE Nimble Storage sind auf den Zug für Sekundärspeicher aufgesprungen – allerdings auf ihre eigene Weise. Das Secondary-Storage-Produkt von HPE, Nimble, ist ein Backup-basiertes Speichergerät, das mit anderen Backup-Tools zusammenarbeitet. HyperScale von Commvault ist eine on-premise Appliance, die leicht skalierbare sekundäre Speicher-Services anbietet, die auf der Data Protection Software von Commvault beruhen.

Die Skills von Storage-Teams verändern sich

Der Wechsel von Backup zu Data Management ändert die Themen und wirkt sich auf die möglichen Fähigkeiten aus. Anstatt über Backup zu sprechen, diskutieren wir nun über eine globale Strategie für Data Management, die von on-premise bis zu Cloud-Umgebungen reicht. Unter diesem Gesichtspunkt sind Personen, die an „Backup only“ interessiert sind, nicht unbedingt die besten Ansprechpartner, wenn es um eine breitere Strategie für Secondary Storage geht. Natürlich bleiben ihr Wissen und ihre Erfahrung rund um ihre besondere Nische wichtig und relevant, aber es wird nicht das einzige Skill-Set sein, das sich verändern muss.

Um Data Backup und Recovery zu verstehen, muss sich eine Plattform für hyper-converged Secondary Storage zusätzlich auch ein Bild von den kompletten Disaster-Recovery-Prozessen verschaffen. Außerdem zieht es auch das IT-Storage-Team in Mitleidenschaft, weil Speicher-Ressourcen in diese neue Umgebung abwandern werden. Und das Speicher-Knowhow wird nicht mehr so tief sein müssen, wie man es bei einem Tier-One-Speicherteam erwartet. Einer der Pluspunkte von hyperkonvergentem Sekundärspeicher ist Einfachheit.

Einige dieser Produkte kümmern sich um intensive Cloud-Integration und hybride Cloud-Funktionen. Kunden, die diese Fähigkeiten praktisch einsetzen wollen, müssen sich der Cloud-Kenntnisse und -Erfahrungen versichern, die in den Reihen ihres IT-Teams existieren. Die Cloud als ein Zielpunkt für Backup und Disaster Recovery war natürlich schon länger gängige Praxis für Data Protection Professionals, so dass die Cloud-Thematik vielleicht doch keine so große Herausforderung darstellt, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

Wenn Unternehmen solche Angebote evaluieren, ist es vielleicht am wichtigsten, einen Mitarbeiter im IT-Speicherteam zu haben, der den strategischen Überblick besitzt und alle Komponenten und Anforderungen versteht. Dieser Mitarbeiter kann dann dabei helfen, eine geeignete Plattform zu entwerfen und zu implementieren, die den Return on Investment (ROI) maximiert. Darüber hinaus sollte er nicht nur daran interessiert sein, die bestehenden Services durch ein einziges Produkt zu ersetzen, sondern sollte neue Anwendungsfelder für diese Lösung ermitteln.

Systeme für hyper-converged Secondary Storage sind auf dem Vormarsch in den Unternehmen, und mit der richtigen Mischung von Skill-Sets auf Seiten der IT-Mitarbeiter lässt sich die digitale Transformation schnell vorantreiben, da sie nicht zuletzt Einfachheit in die IT-Maßnahmen hereinbringt.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2019 aktualisiert

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