SDN: Was sie über Software-defined Networking wissen sollten

Unser Überblick ist der ideale Ausgangspunkt, um sich über Software-defined Networking zu informieren. Zusätzlich gibt es ein kostenloses SDN-eBook.

Software-defined Networking (SDN) schickt sich an, den Netzwerkbereich völlig umzukrempeln und gilt als wichtiger...

Schritt auf dem Weg zum Software-defined Data Center.

SDN ist kein Produkt oder Standard, sondern der Oberbegriff für eine flexiblere Netzwerk-Infrastruktur. Die Technologie für Software-defined Networking ist noch relativ neu und die offenen Standards wie OpenFlow und OpenDaylight lassen Spielraum für Interpretationen und Ergänzungen durch die Hersteller. Zudem verfolgen einige Anbieter einen eigenen „offenen“ SDN-Ansatz.

Software-defined Networking: Unwissenheit und Abwarten bei den Befragten.
Software-defined Networking: Unwissenheit und Abwarten bei den Befragten.

Es ist also kaum verwunderlich, wenn noch im Jahr 2013 rund ein Drittel der Teilnehmer einer TechTarget-Umfrage unter US-Service-Providern angaben, nicht ausreichend über die neue Netzwerk-Technologie informiert zu sein. Mehr als ein Viertel der Befragten hatten außerdem noch Zweifel am Reifegrad der Technik und an den Standards. Seitdem ist zwar einige Zeit vergangen, aber die Entscheidung für SDN ist mit dem zunehmenden Produktangebot nicht einfacher geworden.

SDN-Grundlagen

Um Software-defined Networking einordnen zu können, ist entsprechendes Grundwissen notwendig. Wie unterscheidet sich SDN beispielsweise von virtuellen Netzwerken und Network Functions Virtualization, kurz NFV? Es gibt auch nicht "das eine SDN-Modell“, sondern verschiedene Ansätze für Software-defined Networking, die sich erheblich unterscheiden. Was steckt hinter grundlegende Funktionen wie zentraler Kontrolle und Programmierbarkeit sowie Netzwerk-Virtualisierung und -Orchestrierung?

Weitere Grundlagenartikel:
Funktionsweise und Nutzen von SDN
Die Bedeutung von Software-defined Networking für Cloud-Computing
Border Gateway Protocol für Hybrid-SDN
Die Rolle von Northbound APIs für SDN
XMPP als Southbound-Protokoll für SDN

Häufige Fragen zu SDN

Bei jeder neuen IT-Technologie ist zu hinterfragen, ob man sie wirklich (sofort) braucht? Software-defined Networking ist da keine Ausnahme. Die Netzwerke wurden über die Jahre immer schneller, die jetzige Technik ist ausgereift und die IT-Abteilungen haben sie im Griff. Nun kommt mit SDN auch im Netzwerkbereich das „Software-defined Everything“ an. Neben der Grundsatzfrage „wozu man SDN-Technologie überhaupt braucht?“ ist auch zu klären, inwieweit die vorhandene Netzwerk-Infrastruktur weiter genutzt oder durch spezielle SDN-Switches sowie SDN-Controller ersetzt werden muss?

Weitere Fragen und Antworten:
Soll man OpenFlow in SDN-Umgebungen nutzen?
Schützt OpenFlow Software-defined Networks?
Welche Rolle wird SDN in Public-Cloud-Infrastrukturen spielen?
Cisco oder VMware: Wofür entscheiden sich Netzwerk-Techniker?
Ciscos SDN-Protokoll OpFlex: Konkurrenz für OpenFlow und VMwares OVSDB?

SDN: Die Anbieter

Software-defined Networking ist mehr als nur ein Hype. Das sieht man schon bei einem Blick in die Liste der SDN-Anbieter, denn hier sind alle zu finden, die im Netzwerk-Bereich einen Namen haben. Dabei verfolgen die bekannten Hersteller unterschiedliche SDN-Strategien. Die Anbieter versuchen einerseits, die Kunden an die eigenen Produkte zu binden und andererseits, sich von der Konkurrenz abzugrenzen. Die Bandbreite reicht vom vollen Bekenntnis zu offenen Standards bis hin zu eigenen Ansätzen, die vermeintliche Schwächen der anderen Konzepte vermeiden sollen. Beispiele hierfür sind Cisco mit OpFlex und VMware mit OVSDB, zwischen denen sich Netzwerk-Profis dann entscheiden müssen. Schon deshalb sollten Sie den SDN-Anbietern vor dem Kauf die richtigen Fragen stellen.

Weitere Infos zu SDN-Anbietern:
VMware gegen Cisco: Der Preiskampf am SDN-Markt hat begonnen
Brocade Vyatta: Open-Networking-Plattform für SDN und NFV
Cisco OpFlex: Southbound-SDN-Protokoll für die Policy-Kontrolle des Netzwerks
Netzwerk-Blogs: Ciscos später SDN-Einstieg spielt keine Rolle
Cisco ACI: SDN definiert Intelligent Networks neu
SDN-Produkte: Unterschiede zwischen Broadcom und Intel
Infoblox LINCX: Kostenloser Open Source SDN-Switch

SDN in der Praxis (kritisch betrachtet)

Software-defined Networking wird zu Veränderungen bei der Netzwerk-Infrastruktur führen. Am Ende soll SDN im Praxiseinsatz aber natürlich Vorteile bieten. Dazu muss die neue SDN-Technik mit der vorhandenen Netzwerk-Infrastruktur zusammenarbeiten. Das führt schnell zu der Frage, wie es wirklich mit Effizienzgewinnen durch SDN bestellt ist?

Die durch SDN gewonnene Flexibilität lässt beispielsweise sich für mehr Sicherheit und bessere Kontrolle nutzen. Vor dem Hintergrund der NSA-Skandale könnte die Technik jedoch unangenehm auffallen. Mögliche Schwachstellen und Hintertüren wären ein ideale Gelegenheit für Cyberkriminelle und Geheimdienste. So könnte SDN die Netzwerksicherheit auch beeinträchtigen.

Weitere Praxisartikel:
Netzwerk-Konfiguration: Alte Tools und neue Tricks ohne SDN
Die beste SDN-Architektur für Service-Provider
SDN-Anwendungen verändern Netzwerk-Services der Schichten 4 bis 7

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Artikel wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert

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