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Besseres Netzwerkmanagement: 5 Funktionen zur Problemlösung

Virtualisierung und Public-Cloud-Monitoring gehören zu den wichtigsten Problemen bei der Netzwerkverwaltung. Tools zur Überwachung immer komplexerer Netzwerke sind somit notwendig.

Die heutigen Netzwerke sind komplexer, verteilter und dynamischer als jemals zuvor. Gleichzeitig verändern Automatisierung, Intent-based Networking (IBN) und softwarebasierte Designs die Art der Netzwerkarchitektur und Netzwerkverwaltung. Infolgedessen haben sich Tools für das Netzwerkmanagement und -Monitoring schnell weiterentwickeln müssen, um die Anforderungen zu erfüllen, die mit der Überwachung einer zunehmend heterogenen Landschaft von Netzwerktopologien verbunden sind.

Zu diesem Zweck haben die Anbieter neue Funktionen ergänzt, einige davon basierend auf Machine Learning und KI, um ihren Kunden zu helfen, die Netzwerk-Performance besser in den Griff zu bekommen.

Trotzdem sind weitere Anstrengungen notwendig, um Probleme bei der Netzwerkverwaltung in Angriff zu nehmen. Folgend finden Sie fünf Hauptgebiete, die laut Netzwerkmanagern verbesserungswürdig sind, um ihre Anforderungen an einen reibungslosen Betrieb abzudecken.

1. Advanced Network Analytics

Tools für Network Analytics – durch Muster- und Anomalieerkennung sowie andere Funktionen – erlauben Unternehmen beispiellose Möglichkeiten, um festzulegen, wie Nutzer mit dem Netzwerk interagieren. Indem Network Analytics mehrere Datenquellen durchforstet, kann es Unternehmen Echtzeitinformationen liefern. Diese lassen sich dann nutzen, um Probleme zu bewältigen und den Netzwerkbetrieb effizient zu gestalten.

Umfangreiche Analytics-Funktionen gelten auch als fundamentaler Bestandteil für die Netzwerkautomatisierung, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Netzwerke dynamisch und effizienter bereitzustellen, Probleme zu beheben und zu verwalten.

Doch es sind noch einige Hürden zu nehmen. Viele Netzwerke verwenden Networking-Komponenten von vielen unterschiedlichen Anbietern, was die Datenerfassung schwierig macht. Darüber hinaus sind Netzwerke zunehmend verteilt. Dabei befinden sich Geräte und Nutzer an verschiedenen Standorten. Sicherzustellen, dass Tools für Network Analytics ein genaues Bild des gesamten Netzwerks erfassen, ist von entscheidender Bedeutung.

2. Monitoring und Management der Public Cloud

Wenn umfassende Network Analytics das Hauptanliegen von Netzwerkmanagern ist, so kommt Public-Cloud-Monitoring gleich an zweiter Stelle. Mit der Verlagerung von immer mehr kritischen Workloads in die Public Cloud benötigen Unternehmen Tools, die die Performance von Netzwerken außerhalb ihrer direkten Kontrolle messen können.

Schlechte Sichtbarkeit und fragmentiertes Networking können bei Firmen für Unsicherheit sorgen, ob ihr gesamtes Service Delivery Network die Erwartungen erfüllt. Die vorhandene Basis für Netzwerkmanagement und -Monitoring eines Unternehmens ist womöglich nicht in der Lage, die Public-Cloud-Performance zu überwachen. Deshalb müssen Unternehmen gegebenenfalls angepasste Tools bereitstellen und dann versuchen, sie in ihre vorhandenen Frameworks zu integrieren. Das kann zu zusätzlichen Herausforderungen führen.

Automatisierung kann einige dieser Bedenken zerstreuen. Es gilt aber auch, eine Monitoring-Strategie zu entwickeln, die sich auf die wichtigsten Performance-Indikatoren konzentriert, anstatt jede Komponente in internen und externen Umgebungen zu überwachen. Dadurch können Unternehmen ihr Public-Cloud-Monitoring optimieren und die Menge an Monitoring-Daten reduzieren, die nicht als kritisch betrachtet werden.

3. Monitoring und Management virtualisierter Netzwerkgeräte

Dank der Virtualisierung sind Firmen in der Lage, die Effizienz und Produktivität ihrer Compute-Ressourcen zu maximieren. Gleichzeitig hat die Virtualisierung es Systemen für das Netzwerk-Monitoring und die Netzwerkverwaltung erschwert, Ressourcen zu überwachen, die nicht mehr aus einzelnen Hardwarekomponenten, sondern nur noch aus Software bestehen. Infolgedessen kann die Wirksamkeit eines Netzwerk-Monitoring-Tools beeinträchtigt sein. Somit tappen die IT-Mitarbeiter bei potenziellen Problemen im Dunkeln und können nicht mehr so einfach Probleme mit der ersten Diagnose lösen.

Zum Beispiel können Produkte zum Netzwerk-Monitoring durch rasche Änderungen in der virtualisierten Umgebung ausgehebelt werden. Komponenten werden bei Bedarf instanziiert, dorthin migriert, wo der Bedarf am größten ist, und wenn nötig entfernt. Tools für das Netzwerkmanagement müssen imstande sein, alle diese Änderungen zu berücksichtigen. Zudem müssen sie verstehen, wie der Umgang mit virtuellen Komponenten aussieht.

Derweil bleibt das physische Netzwerk ein wichtiger Aspekt. Daher muss Software zur Netzwerkverwaltung in der Lage sein, die Performance sowohl in virtuellen als auch physischen Umgebungen zu beobachten. Nur auf diese Weise gelingt es, ein genaues Bild der Netzwerk-Performance zu zeichnen.

4. Management und Monitoring Hand in Hand mit Sicherheit

Angriffe auf Netzwerke werden immer komplexer und verursachen immer höhere Kosten. Dementsprechend suchen Unternehmen nach zusätzlichen Wegen, um ihre Netzwerke abzusichern. Eine zunehmend populäre Strategie besteht darin, Netzwerkmanagement und -Monitoring in Sicherheits-Tools zu integrieren.

Diese Taktik bietet zahlreiche Vorteile. Unter anderem gesteht sie Netzwerkmanagern eine größere Rolle zu, wenn es um die Berücksichtigung von Sicherheitsrisiken geht. Das gilt insbesondere in der Designphase, wenn alle verfügbaren Ressourcen angewendet werden können.

Informationen, die von Netzwerkmanagement-Tools erfasst werden, lassen sich mit Sicherheitsteams teilen. Während Anbieter von Managementlösungen Automatisierung, Machine Learning und KI in ihre Produkte einbauen, können diese Methodologien für zusätzlichen Schutz vor Bedrohungen sorgen. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund, dass Netzwerke immer stärker automatisiert und verteilt sind.

Von solchen Vorteilen werden Manager profitieren, zu deren Verantwortlichkeiten es gehört, Sicherheitsteams zu unterstützen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.

5. Monitoring und Management von IoT-Geräten

Das IoT stellt neue Anforderungen an das moderne Unternehmensnetzwerk. Das betrifft unter anderem die Menge der bereitgestellten Geräte und ihre Komplexität. Cisco schätzt, dass bis 2023 fast 15 Milliarden IoT-Geräte mit Netzwerken verbunden sein werden.

Unternehmen stellen immer komplexere Geräte in ihren Netzwerken bereit, zum Beispiel medizinische Ausrüstung und intelligente industrielle Sensoren. Den Überblick über diese Komponenten zu behalten, erfordert somit ein Managementsystem, das zahllose proprietäre Technologien in kabelgebundenen und kabellosen Infrastrukturen überwachen kann.

Netzwerkmanager benötigen Management-Tools, die sowohl die Konnektivität als auch die Performance der von IoT-Geräten unterstützten kritischen Anwendungen überwachen können.

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