IT-Prioritäten 2020: Die Pläne fürs Information Management

TechTarget befragte IT-Profis nach ihren Investitions- und Implementierungsplänen für 2020. Beim Information Management zeichnet sich bei den Teilnehmern ein großer Trend ab.

Informationsmanagement wird für viele Unternehmen nicht nur wichtiger, sondern auch zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil, da sich oftmals aus den zahlreich gesammelten Daten Erkenntnisse gewinnen lassen, die wiederum Geschäftsentscheidungen beeinflussen. Deswegen war es der Redaktion wichtig, zu erfahren, was IT-Teams in diesem Bereich planen und umsetzen.

Wie auch in den Vorjahren befragte TechTarget auch in diesem Jahr IT-Verantwortliche nach ihren Prioritäten hinsichtlich der Budget-Planung. In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) nahmen 1.100 IT-Profis an der Umfrage teil. Die Mehrheit der Teilnehmer kam aus kleineren und mittelgroßen Unternehmen. Einen Überblick über die allgemeine Budget-Verteilung und -Planung finden Sie hier. Nachfolgend haben wir die Ergebnisse rund um das Thema Information Management zusammengefasst, dass trotz aller Innovationen in der Branche zeigt, wie wichtig bekannte Themen und Anforderungen sind.

Wichtige Information-Management-Implementierungen

Die Umfrage beschäftigte sich unter anderem mit der Frage, welche konkreten Maßnahmen oder Implementierungen für verbessertes Information Management in den Unternehmen für 2020 anvisiert werden. Hierbei zeigt sich, dass viele Firmen manche Themen als gleich wichtig ansehen. Die meisten der Befragten, etwa 53 Prozent, wollen demnach in Big-Data-, Data-Lake- oder Data Warehousing-Plattformen investieren. Jeweils 47 Prozent haben Tools für Echtzeitanalysenund Datenvisualisierung im Visier. Dass die Datenqualität, die richtige Vorbereitung der Daten und Data Science wichtig sind, um gutes Informationsmanagement zu betreiben, zeigen die nächsten Zahlen. Je 33 Prozent der Befragten gaben an folgende Lösungen integrieren zu wollen:

Einige Anwender wenden sich Cloud-Services oder Machine-Learning-Plattformen zu, um die Daten optimal nutzen zu können, aber auch Datenbankmanagement sowie Data Governance und ELT/ETL sind nach wie vor im Trend.

Abbildung 1: Klassische Themen wie Big Data, Data Lakes und Data Warehousing sind überwiegend in den Plänen der IT-Verantwortlichen zu finden.
Abbildung 1: Klassische Themen wie Big Data, Data Lakes und Data Warehousing sind überwiegend in den Plänen der IT-Verantwortlichen zu finden.

So gaben ein Fünftel der Umfrageteilnehmer an (jeweils 20 Prozent pro Plattform/Tool), die hier aufgelisteten Plattformen und Tools in Erwägung zu ziehen und einzusetzen:

  • Operationale Datenbankmanagementsysteme
  • Master Data Management (MDM)
  • Machine-Learning-Plattformen
  • ELT/ETL
  • Data Governance
  • Cloud-Datenmigration (iPaaS)

Die generelle Datenintegration haben 13 Prozent der IT-Verantwortlichen auf ihrem Plan und weitere 13 Prozent wollen in den Google-Cloud-Dienst AI Platform Notebooks investieren. Für das Management relationaler Datenbanken und Datenkataloge interessierten sich je 7 Prozent der IT-Mitarbeiter. Das bestätigt, dass die Verwaltung operationaler Datenbank in diesem Jahr Vorrang hat, ebenso die Anhäufung großer Datenbestände in Data Lakes sowie die Analyse der gesammelten Daten, sei es in Big-Data-Umgebungen oder in Echtzeitanalysen.

Software as a Service: Analysen und Machine Learning im Trend

Dass die Cloud auch für Information Management immer bedeutender wird, zeigen nicht zuletzt die zahlreichen Angebote am Markt. Die Frage von TechTarget war, welche Tools Unternehmen mittels SaaS, also in der Cloud, umsetzen wollen. Die Interessen der IT-Teams sind dementsprechend auch sehr vielfältig, allerdings kristallisiert sich ein Thema heraus: 25 Prozent der Befragten wollen Machine-Learning-Plattformen, also ML-Cloud-Dienste, nutzen, um ihre Daten besser auswerten und somit nutzen zu können. Dass Übersichtlichkeit ein wichtiger Faktor für das Verständnis der Daten ist, zeigen die 22 Prozent der Teilnehmer, die Datavisualisierung per SaaS einrichten wollen. Ebenso 22 Prozent möchten Big-Data-Plattformen und Data Warehousing auf diese Weise nutzen. Knapp dahinter, mit 21 Prozent an Interessierten, liegen Enterprise Reporting/Self-service BI.

Die weiteren von den Teilnehmern angegebenen Bereiche beziehungsweise Lösungen liegen von der Interessenverteilung dicht beieinander. Rund 16 Prozent wollen eine Data Science-Plattform einrichten, 14 Prozent Augmented Analytics einsetzen und je 12 Prozent planen Echtzeit- und Streaming-Analysen sowie die Optimierung der Datenqualität.

Jeweils elf Prozent der IT-Verantwortlichen haben SaaS-Pläne für folgende Bereiche:

  • Managementsysteme für relationale Datenbanken (DBMS)
  • Master Data Management (MDM)
  • Datenvorbereitung

Für die Themen Data Governance und Cloud-Datenintegration (iPaaS) interessieren sich je zehn Prozent der befragten IT-Mitarbeiter. Weitere Bereiche wie ELT/ETL, Datenkataloge oder Auto-ML-Tools liegen weit dahinter (siehe Abbildung 2)

Abbildung 2: Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer zeigt großes Interesse an machine-Learning-Plattformen in der Cloud.
Abbildung 2: Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer zeigt großes Interesse an machine-Learning-Plattformen in der Cloud.

Was ändert sich durch Coronavirus/Covid-19?

Die Online-Umfrage fand von Dezember 2019 bis Anfang März 2020 statt, also bevor die Corona-Pandemie die DACH-Region erreichte. Viele Firmen haben Ihre Mitarbeiter ab März 2020 ins Homeoffice geschickt. Diese Situation ist besonders für die IT-Abteilung eine große Belastung und verursacht unvorhergesehene Ausgaben. Geld, das möglicherweise woanders im IT-Bereich fehlt. Welchen Einfluss wird das auf Ihre IT-Prioritäten für das Jahr 2020 haben? Teilen Sie uns mit, wie Ihr Unternehmen damit umgeht und beantworten Sie einfach die folgende Frage.

Nächste Schritte

IT-Prioritäten 2019: Die DACH-Region im Überblick

IT-Prioritäten 2018: Die IT-Pläne im DACH-Gebiet

IT-Prioritäten 2017: was IT-Verantwortliche in DACH planen

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