Definition

Datenbankmanagementsystem (DBMS)

Mitarbeiter: Simon Christiansen

Ein Datenbankmanagementsystem (DBMS), manchmal auch Datenbankmanager, ist ein Programm, über das ein oder mehrere Anwender Daten in eine Datenbank einstellen und wieder abrufen können. Es verwaltet Nutzeranfragen (und Anfragen von anderen Programmen), ohne dass dafür bekannt sein muss, auf welchen Storage-Medien die benötigten Daten liegen und welche Nutzer darauf zugreifen.

Bei der Bearbeitung von Nutzeranfragen stellt das DBMS die Integrität der Daten (also dass sie dauerhaft verfügbar und konsistent organisiert sind) und ihre Sicherheit (also dass ein Zugriff nur durch berechtigte Personen und Systeme möglich ist) sicher.

In den meisten Fällen handelt es sich bei DBMS um relationale Datenbankmanagementsysteme (RDBMS) mit der Structured Query Language (SQL) als Standard-Interface für Benutzer und Systeme. Mittlerweile gibt es auch mehrere objektorientierte Datenbankmanagementsysteme (ODBMS).

Ein DBMS ist wie ein Datei-Manager, der statt Dateien in Dateisystemen Daten in Datenbanken verwaltet. Beim Mainframe-Betriebssystem von IBM wurden die nicht-relationalen Datenmanager als Access Methods bezeichnet (auch heute noch, da diese älteren Systeme weiterhin eingesetzt werden).

Ein DBMS ist meist fester Bestandteil eines Datenbankprodukts. Ein verbreitetes Beispiel für ein DBMS für Einzelnutzer oder kleine Gruppen ist Microsoft Access. Microsoft SQL Server ist ein DMBS, das Datenbankabfragen von mehreren Nutzern bedient. Weitere bekannte DBMS (dabei handelt es sich sämtlich um RDBMS) sind IBM DB2, Database 12c von Oracle und die Open-Source-Datenbank MySQL.

Eines der ersten DBMS war das Information Management System von IBM. Es kann auch zusammen mit Transaktionsmanagern wie zum Beispiel dem Customer Information Control System (CICS) von IBM verwendet werden.

Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2014 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Datenbanken

- GOOGLE-ANZEIGEN

File Extensions and File Formats

ComputerWeekly.de

Close