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Windows Admin Center 1903: Die Neuerungen im Überblick

Das Konzept der Serververwaltung mit dem kostenlosen Windows Admin Center im Browser ist charmant, aber ausbaubar. Microsoft kündigt Tools für DHCP, DNS und Active Directory an.

Das einst als Project Honolulu gestartete Windows Admin Center legt seit seiner Einführung zwar kontinuierlich im Funktionsumfang zu, ist aber dennoch primär eine Ergänzung zu anderen Werkzeugen, wie etwa den bekannten Remote Server Administration Tools (RSAT). Beim Windows Admin Center handelt es sich um ein browserbasierten Verwaltungswerkzeug für Windows-Systeme, das lokal bereitgestellt wird.

Installieren kann man Windows Admin Center auf Windows-10-Rechnern oder Systemen mit Windows Server 2016 oder 2019. Nicht nur Windows-Systeme lassen sich mit dem Tool verwalten, sondern auch Azure-Dienste, wie beispielsweise Azure Active Directory. Microsoft hat die Vorabversion 1903 des Windows Admin Center im Rahmen des Insider Programms freigegeben. Mit dieser werden einige Tools in den wichtigen Bereichen Active Directory, DHCP und DNS Einzug halten.

Active Directory mit dem Windows Admin Center

Nach Angaben von Microsoft gehört die Unterstützung des Active Directory im Rahmen des Windows Admin Center zu den meist genannten Anforderungen beim Feedback auf die Lösung. Wie die anderen neuen Tools auch, stellt Microsoft das Werkzeug für die Active-Directory-Verwaltung als so genannte Extension zur Verfügung. Will heißen, die Tools werden nicht automatisch mit dem Windows Admin Center installiert, sondern müssen nachträglich als Extension hinzugefügt werden. Über den entsprechenden Extension Feed sei es leichter, nachträglich Funktionen zu implementieren, so Microsoft.

Über die Suche im Active Directory gelangt man zu den Details. Gegebenenfalls lässt sich auch das Passwort des entsprechenden Nutzers zurücksetzen.
Abbildung 1: Über die Suche im Active Directory gelangt man zu den Details. Gegebenenfalls lässt sich auch das Passwort des entsprechenden Nutzers zurücksetzen.

Hat man die Extension für Active Directory (AD) installiert, erscheint das Werkzeug, wenn man sich zu einem Server verbindet, der Domain Controller ist. So können Administratoren über das Windows Admin Center nun Nutzer im AD anlegen und verwalten sowie Gruppen zuordnen. Ebenso kann nach Nutzern, Gruppen und Computern gesucht werden. Derzeit sei die Suche auf zehn je Kategorie beschränkt. Zu Nutzern, Computern und Gruppen können zudem Details angezeigt werden. Für Admin ebenfalls interessant: Ein Zurücksetzen des Passworts der Anwender ist gleichfalls möglich.

DNS-Unterstützung im Windows Admin Center

Die DNS-Erweiterung wird gleichfalls über den Extension Feed installiert. Das Tool erscheint, wenn der Server als DNS-Server konfiguriert ist. Admins können sich hiermit Details zu DNS-Einträgen, DNS-Forward-Lookup-Zonen und -Reverse-Lookup-Zonen anzeigen lassen.

Darüber hinaus erlaubt es das Werkzeug, IPv4- und IPv6-Reverse-Lookup-Zonen verschiedener Typen zu erstellen. Admins können dabei die Eigenschaften der entsprechenden Reverse-Lookup-Zone konfigurieren.

DNS-Einträge unterschiedlichen Typs können angelegt werden, dabei lassen sich die Eigenschaften der DNS-Einträge konfigurieren, als da beispielsweise wären: Host-IP-Adresse, FQDN oder TTL.

Unterstützung für DHCP

Was für die bisher genannten Tools gilt, trifft gleichermaßen auf die DHCP Extension zu. Ist die installiert und der Server als DHCP-Server konfiguriert, kann der Admin einige Aufgaben damit erledigen. Administratoren können sich beispielsweise für IPv4 und IPv6 reservierte Adressbereiche, verwendete IP-Adressen sowie ausgeschlossen IP-Adressen anzeigen lassen.

Abbildung 2: Administratoren können mit dem DHCP-Tool Scopes anlegen und bearbeiten.
Abbildung 2: Administratoren können mit dem DHCP-Tool Scopes anlegen und bearbeiten.

Mit dem Tool lassen sich IPv4- und IPv6-Scopes anlegen und die entsprechenden Adressbereiche definieren. Man kann zudem die Lease-Dauer konfigurieren, sprich, wie lange die IP-Adresse für einen Client reserviert ist, sowie IP-Adressen ausschließen.

Benachrichtigungsfunktion für Admins

Wie Microsoft im entsprechenden Blogbeitrag verrät, war der meist gehegte Wunsch im Nutzerfeedback eine E-Mail-Benachrichtigungsfunktion. Dem will man mit der Integration von Azure Monitor nachkommen. Hierüber könnten Admins benutzerdefinierte E-Mail-Benachrichtigungen im Hinblick auf den Zustand der Server definieren. Angesichts der in Azure Monitor enthaltenen kostenfreien 5 GByte pro Monat und Kunde, könnten Admins dies zumindest ohne Kostenrisiko für ein oder zwei Server einmal ausprobieren, so Microsoft.

Die Preview-Version des Windows Admin Center 1903 steht für Teilnehmer des Insider-Programms zum Download parat.

Nächste Schritte

Windows Server: Sicherheit per Windows Admin Center konfigurieren

Das Windows Admin Center als Verwaltungslösung

Server per Windows Admin Center verwalten

Artikel wurde zuletzt im April 2019 aktualisiert

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