Definition

P2V-Migration (physisch zu virtuell)

Der Begriff P2V-Migration (physisch zu virtuell oder auch physical to virtual) ist ein Begriff, der sich auf die Migration eines Betriebssystems, einer Applikation oder Daten bezieht. Diese Komponenten zieht man von einer physischen Festplatte eines Computers in eine virtuelle Maschine oder Datenträger-Partition um.

Eine P2V-Migration lässt sich manuell verrichten. In diesem Fall erstellt oder definiert der System-Administrator eine virtuelle Umgebung und installiert das Betriebssystem, die Applikationen oder entsprechende Daten neu. Dieser Prozess ist nicht immer einfach und unberechenbar. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn die neue Umgebung aus komplett anderer Hardware als die alte besteht.

Um diesen Vorgang zu modernisieren und rationalisieren, gibt es spezielle Programme, die so eine Migration automatisch durchführen. Man nennt diese in der Regel auch Migrations-Tools. Ältere Hardware lässt sich zum Teil ganz einfach nicht in einer virtuellen Infrastruktur emulieren. Wollen Sie zum Beispiel ein Abrechnungs-Tool mittels P2V migrieren, das für ein DOS-basiertes Betriebssystem mit 16-Bit erschaffen wurde, ist das keine Option. Die großen Virtualisierungsplattformen unterstützen schlichtweg die Installation von 16-Bit-Betriebssystemen nicht.

In der Regel setzt man P2V ein, um Server-Virtualisierung zu realisieren. P2V ist auch eine beliebte Methode von Mac-Anwendern, die Windows-Applikationen laufen lassen wollen.

Diese Definition wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Server- und Desktop-Virtualisierung

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