Definition

Microsoft App-V

Mitarbeiter: Eddie Lockhart

Microsoft App-V (Microsoft Application Virtualization) ist ein Werkzeug, mit dem Administratoren Anwendungen virtualisiert auf einem Remote-Server ausführen und an Endanwender streamen können.

Microsoft App-V verfügt über eine zentrale Verwaltungskonsole, mit deren Hilfe Administratoren steuern können, wie viel Zugriff Anwender auf ihre jeweiligen Anwendungen haben. Der Agent-basierende Ansatz von App-V nutzt Microsoft System Center Configuration Manager, um die Einstellungen von Microsofts Verzeichnisdienst Active Directory zu umgehen, und den Benutzern virtualisierte Anwendungen zur Verfügung zu stellen.

Microsoft App-V besteht unter anderem aus den folgenden Komponenten:

Der App-V Sequencer basiert als Werkzeug auf einem Assistenten zur Virtualisierung von Anwendungen. Er erzeugt sequentielle Anwendungsdateien, Dateien für Windows Installer und mehrere XML-Dateien.

Der App-V Management Server ist die zentrale Verwaltungseinheit, die für die Auslieferung von Anwendungen an den Desktop Client und an den RDS-Client (Remote Desktop Services) von App-V verantwortlich ist. Er nutzt das Active Directory zur Nachverfolgung von Benutzern und Anwendungen, authentifiziert Anforderungen zum Zugriff auf Anwendungen und kümmert sich um die Aufrechterhaltung der Sicherheit.

Außerdem misst, überwacht und sammelt er Nutzungsdaten. Mit Hilfe seiner auf Silverlight basierenden Web Management Console können Administratoren App-V-Anwendungen verteilen oder zurückziehen, Zugriffsrechte erteilen und vieles weitere mehr – von jedem beliebigen Computer aus.

Der App-V Publishing Server ermöglicht das Streamen von Anwendungen mithilfe von virtuellen Anwendungspaketen. Überdies liefert er die App-V Desktop Clients aus, mit deren Hilfe IT-Administratoren über Einstellungen konfigurieren können, wie viel Zugriff Benutzer auf bestimmte Anwendungen erhalten.

Der App-V Desktop Client auf den Endpunkt-Geräten der Benutzer empfängt virtuelle Anwendungen und überträgt Anwendungen auf den Computer. Wenn Benutzer ihr Gerät einschalten, stellt der Desktop Client automatisch die virtuelle Umgebung auf dem Windows-Endpunkt zur Verfügung. Schließlich hält der Desktop Client die benutzerspezifischen Einstellungen der Anwendungen sowie Dateiänderungen im Blick und speichert diese.

Der App-V Reporting Server stellt Administratoren den Zugriff auf Berichte von App-V bereit, mit deren Hilfe diese auswerten können, wie die Benutzer die angebotenen Anwendungspakete einsetzen.

Außerdem integriert sich App-V mit Windows To Go, so dass Benutzer ihr virtualisiertes Betriebssystem auf ein Flash-Laufwerk oder eine mobile Festplatte kopieren können. Auch ein Streamen über WAN ist dank DirectAccess möglich.

Microsoft App-V steht im direkten Wettbewerb mit Produkten wie Citrix XenApp oder VMware ThinApp konzentriert sich dabei aber vor allem auf die Anwendungsbereitstellung über einen einheitlichen Microsoft-Stack. Microsoft App-V lässt sich dabei zum Beispiel auch mit Microsoft UE-V integrieren.

Diese Definition wurde zuletzt im Juli 2016 aktualisiert

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