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Welchen Einfluss hat NetOps auf die Arbeit von Netzwerkteams?

Netzwerkteams können mit einem NetOps-Ansatz durch Automatisierung und Virtualisierung agilere Netzwerke erstellen und Anwendungen schneller bereitstellen – ähnlich wie bei DevOps.

Das Konzept von NetOps nutzt das mit DevOps populär gewordene Framework für die agile Softwareentwicklung und verknüpft es mit dem Bereich der Netzwerkadministration. Diese Paarung ist sehr sinnvoll, da sich Netzwerke von einer statisch konfigurierten, hardwarebasierten Architektur zu einer weitaus flexibleren, softwarebasierten Architektur entwickeln. Daher bewegen sich die Netzwerkteams organisch auf einen NetOps-Ansatz zu, um mit den kurzen Innovationszyklen und der schnellen Bereitstellung neuer Anwendungen im Unternehmen Schritt zu halten.

NetOps konzentriert sich bei der Netzwerkadministration in Unternehmen auf zwei aktuelle Themen: Virtualisierung und Automatisierung. Virtualisierung wird innerhalb eines NetOps-Frameworks eingesetzt, um die Bereitstellung neuer Services zu beschleunigen, da Firmen Router, Switches und Firewalls innerhalb der Netzwerkinfrastruktur nicht mehr als physische Hardware-Appliances an strategischen Standorten einsetzen müssen.

Stattdessen können Netzwerkteams virtuelle Appliances mit Overlays virtueller Netzwerke kombinieren, um physische Netzwerkkomponenten zentral bereitzustellen, während die Dienste gleichzeitig virtuell verschiedene kritische Knotenpunkte eines Netzwerks erreichen. Dadurch sparen Firmen Zeit und Geld beim Einsatz physischer Geräte, Als Ergebnis können sich die NetOps-Teams viel stärker auf die Bereitstellung und Verwaltung virtueller Maschinen konzentrieren.

Automatisierung als Dreh- und Angelpunkt

Die zweite Schlüsselkomponente für einen erfolgreichen NetOps-Ansatz ist die Automatisierung. Da Anwendungen nun immer mit Blick auf kontinuierliche Verbesserungen entwickelt werden, muss das Netzwerk neue Funktionen und Services der Anwendungen genauso schnell unterstützen.

Das Problem: Viele Netzwerkexperten sind traditionell nicht in der Lage, auf Veränderungen schnell zu reagieren, da Tätigkeiten wie die Konfiguration von Netzwerken oft noch manuell erfolgen. Hier kommen die Flexibilität von softwaregesteuerten Netzwerken und Automatisierung ins Spiel.

Die Netzwerkautomatisierung kann eine Vielzahl von Formen annehmen. Die Palette reicht von Self-Service-Portalen, in denen die Anwendungsadministratoren Ports und virtuelle LANs ohne Beteiligung eines Netzwerkadministrators erstellen können. Die Möglichkeiten gehen hin bis zu künstlicher Intelligenz, die neue Services identifiziert und Richtlinien zur Dienstgüte entsprechend umsetzt.

Nur mit Hilfe der Automatisierung kann das Netzwerk mit agil bereitgestellten Anwendungen Schritt halten. Netzwerkadministratoren müssen dafür lernen, wie sie vorgefertigte Automatisierungs-Tools einrichten und wie sie neue Automatisierungsprozesse über Netzwerk-APIs konfigurieren.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2019 aktualisiert

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