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Was ist Cohesity Datenmanagement as a Service (DataProtect)?

In Partnerschaft mit AWS bietet die Firma Cohesity nun Speichermanagementfunktionen über die Cloud an, zunächst mit Backup- und Data-Protection-Angeboten.

Im Oktober 2020 stellte Cohesity erstmal eine Preview-Version seines Data-Management-as-a-Service-Angebots Cohesity DataProtect vor. Dabei handelt es sich um umfassende Datenmanagementfunktionen, die über die Cloud bezogen werden können. Obwohl die Lösung auf dem Portal des Unternehmenspartners AWS gehostet wird, verwaltet Cohesity diesen Dienst selbst.

Das DMaaS-Angebot basiert auf Helios, der SaaS-basierten Datenmanagementplattform des Herstellers. Die Lösung über AWS als Service anzubieten, soll es Anwendern ermöglichen, ihren Capex zu senken oder vollständig auf ein Opex-Modell umzusteigen. Zudem lassen sich laut Anbieter mit diesen Services der Zeitaufwand fürs Management verringern und Silo-Architekturen aufbrechen.

Die Installation und Inbetriebnahme sollen nach firmeneigenen Angaben unkompliziert und in wenigen Schritten erledigt sein. Anwender registrieren sich über das Portal bei Helios, wählen ihre gewünschten Komponenten aus, installieren den Konnektor und können dann die Services nutzen. Zur Sicherheit gibt es eine Step-by-Step-Erklärung, wie sich die Services bereitstellen lassen. Der Konnektor ist SaaS-basiert und kann sowohl im Rechenzentrum, in der Cloud oder einer virtuellen Umgebung installiert werden.

Im ersten Schritt (Stand Januar 2021) offeriert Cohesity Backup as a Service, im Frühjahr soll SiteContinuity folgen, ein Disaster-Recovery-Service. Zunächst wird die Nordamerikanische Region adressiert, im Laufe des Jahres 2021 kommen sowohl europäische Regionen als auch weitere Dienste hinzu. Diese sollen so modular wie möglich angelegt sein, so dass Anwender flexibel aus den einzelnen Services wählen und kombinieren können. Der Anbieter verschlüsselt, komprimiert und dedupliziert die Daten, die gespeichert werden. Darüber hinaus soll künftig eine tiefere Integration mit Anwendungen und Umgebungen realisiert werden.

Funktionalitäten

Die anfangs 2021 verfügbaren Spezifikationen und Funktionen sind hier in Kürze übersichtlich aufgelistet.

Unterstützte Workloads:

  • Hypervisors: VMware vSphere (5.5 und jünger), Microsoft Hyper-V (2019, 2016, 2012 R2), Nutanix AHV, RHeV
  • Kubernetes-basierte Daten und Application State
  • Windows, RHEL, CentOS, AIX (7.x), Solaris (physisch)
  • Oracle (11g R2, 12c), Oracle RAC and SQL (2008 oder aktueller)
  • Distributed Databases (NoSQL and Hadoop): MongoDB, Apache Cassandra, Cloudera and Hortonworks
  • MS Exchange (2010 SP3 or later), MSFT Active Directory, Microsoft 365 and SAP HANA
  • NAS: Pure FlashBlade, NetApp, Isilon, and generische Lösungen

Recovery-Funktionen:

  • Instant Restore großer Datenmengen
  • Granulare Wiederherstellungen von Dateien, Ordnern und Objekten
  • Volume-Wiederherstellungen
  • Instant Volume Mounts
  • Instant Restores virtueller Maschinen

Archiv-Funktionen:

  • Public-Cloud-Infrastruktur-, S3- und NFS-kompatible Geräte
  • Tape-Support mitttels QStar Archive Manager

Suchfunktionen:

  • Global verfolgbare Suche
  • Automatisierte globale Indizierung
  • Platzhaltersuche für jede VM, jede Datei oder jedes Objekt auf der Plattform

Integration und Automation:

  • API-first-Architektur
  • OpenAPI-Standard
  • RESTful API
  • Python SDK
  • PowerShell Module
  • VMware vRealize (vRA/vRO)
  • VMware vCloud Director (vCD)
  • Ansible
  • ServiceNow

Darüber hinaus lassen sich verschiedene Cloud-Lösungen integrieren, darunter Langzeitdatenvorhaltung, Disaster Recovery, Dev/Test und natives Cloud-Backup. Verschlüsselt werden die Daten mittels AES-265, sowohl „at rest“ als auch „in motion“. Das Management erfolgt über die Cohesity Helios Control Pane.

Preise waren zu Redaktionsschluss noch nicht erhältlich, allerdings stehen bereits kostenlose Testmöglichkeiten zur Verfügung.

 

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