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Was Netzwerkmanager über SaaS-Optimierung wissen müssen

Bei der Strategiefestlegung für SaaS sollten Netzwerkmanagement-Teams ihre Präferenzen bei der Traffic-Steuerung und geografisch verteilten Zugangspunkten berücksichtigen.

SaaS und IaaS sind ziemlich neue Bereitstellungsparadigmen, bei denen die Software in der Cloud liegt und von überall her zugänglich ist, wo sich ein Benutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt aufhält. Softwarekonsumenten sind nicht mehr über VPN-Verbindungen an ein Unternehmensnetzwerk gefesselt. Sie haben freien Zugang zu dem, was sie brauchen, von jedem beliebigen Ort aus.

Diese Umgebung ermöglicht zweifellos ein flexibleres Arbeitsparadigma, aber sie bringt einige Probleme für Netzwerkmanagement-Teams mit sich, die versuchen, die Anwendungsleistung zu optimieren und eine gewisse Qualität der Erfahrung zu garantieren.

Wenn Software in einem Unternehmensnetzwerk installiert wird, lassen sich die Variablen für die Qualität der Benutzererfahrung leicht, oder zumindest vorhersehbar, kontrollieren. Dienstgüte-Mechanismen können Traffic-Typen priorisieren, die Bandbreite abstimmen und die Geschwindigkeit des Netzwerks kann durch Upgrades erhöht werden. Die Kontrolle des Zugriffs auf die Software ist so einfach, und die Zugriffsmuster vorhersehbar, etwa wenn das Netzwerk überlastet wird.

Aber mit dem SaaS-Paradigma haben sich viele der Tools und Methoden geändert, die wir in unseren Netzwerken verwendet haben und wir müssen uns mit ihnen ändern.

Tools für die SaaS-Optimierung als Rettung

Viele Anbieter spezialisieren sich auf Tools zur Optimierung der Benutzererfahrung, die ein Anwender beim Zugriff auf Software in der Cloud erhält. Die SD-WAN-Plattform Unity EdgeConnect von Silver Peak zum Beispiel ist ein solches Produkt. Viele andere SaaS-Optimierungsplattformen für Unternehmen sind verfügbar, darunter Angebote von Cisco, Riverbed und VMware, um nur einige zu nennen. Es kann jedoch hilfreich sein, zu untersuchen, wie eines dieser Tools funktioniert. Dies ist keine Bevorzugung eines Produkts gegenüber einem anderen, sondern nur ein Beispiel für die Gattung.

Die meisten SaaS-Optimierungs-Tools, wie eben Unity EdgeConnect, beruhen auf einigen wenigen Grundsätzen. DNS und Traffic-Steuerung tragen beispielsweise dazu bei, dass Benutzer stets auf den effizientesten Standort ihrer SaaS-Software zugreifen.

Die Software ist über mehrere geografisch unterschiedliche Standorte verteilt und die Last wird sogar zwischen lokalen POPs (Point Of Presence) ausgeglichen. Infolgedessen kann die Geschwindigkeit eines Traffic-Pfades aufgrund von Latenzen, Link-Sättigung oder einfach wegen eines ausgefallenen Links viel höher sein als die eines anderen.

Darüber möchte das Netzwerkteam aus Kostengründen den Verkehr eventuell über einen bestimmten Pfad lenken, wobei es den öffentlichen Internetverkehr dem kostspieligeren MPLS oder anderen privaten Leitungen vorzieht. Die meisten Tools können Pakete durch einen Mechanismus klassifizieren.

Typischerweise inspizieren sie das erste Paket und nehmen eine regelbasierte Bestimmung des Ziels und des optimalen Pfades vor. Diese Entscheidungsprozesse lassen sich manuell programmieren. Bei fortgeschritteneren Werkzeugen können diese Entscheidungen auch auf der internen KI basieren, die in die Optimierungsplattform selbst integriert ist.

Neue Werkzeuge bieten Netzwerkeinblick

Netzwerk-Monitoring und Netzwerksichtbarkeit können in einer IaaS-Umgebung eine größere Herausforderung darstellen. Wenn Sie nicht sehen können, was im Netzwerk vor sich geht, sind SaaS-Anwendungen schlecht zu optimieren und Fehler schwer zu beheben. Mehrere Tools befassen sich jedoch mit diesen Problemen, darunter etwa LiveUX, die Netzwerk-Monitoring- und -Performance-Software von LiveAction. Mit dieser Art von Tools können Sie dieselbe Art von Netzwerksichtbarkeit erreichen wie mit Tools, die für traditionelle Netzwerke entwickelt wurden.

Auch wenn sich die Netzwerke ständig ändern, sollten wir immer noch den gleichen Grad an Sichtbarkeit und optimierter Benutzererfahrung haben, den wir schon immer hatten. Unsere Werkzeuge und Techniken müssen sich an das sich verändernde Netzwerk anpassen. Solange wir uns an die Kernprinzipien der Netzwerktechnik halten, sollte die Verwendung neuer Toolsets kein Thema sein. Vielleicht stellen wir sogar fest, dass die Tools sich verbessert haben und mehr Sichtbarkeit und Kontrolle bieten als je zuvor.

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