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Warum Backups für Salesforce- und SaaS-Apps wichtig sind

Backup für Salesforce ist von mehreren Drittanbietern erhältlich, wird aber oft nicht genutzt. Wir nennen Gründe, warum ein Backup für SaaS-Apps unbedingt notwendig ist.

Unternehmen, die Cloud-basierte SaaS-Anwendungen nutzen, konzentrieren sich zu sehr auf den Einsatz dieser Plattformen, müssen sich aber stattdessen auch Gedanken über ihre Produktivität und hier besonders um Backups machen.

Cloud-basierte Plattformen für Anwendungen wie zum Beispiel Salesforce, Office 365 und Box sind gegenwärtig integraler Bestandteil moderner Geschäftsprozesse. Mit der digitalen Transformation in vollem Umfang erwarten Kunden, Partner, Hersteller und Angestellte, dass Betrieb und Daten so gut wie immer verfügbar sind.

Leider werden diese Anwendungen aber gern bei der Datensicherung vernachlässigt. Generell sollte man nie eine neue Anwendung in Dienst nehmen und kein Backup von selbiger machen. In der Cloud scheint es aber oft so, dass, selbst wenn Unternehmen besonders geschäftskritische Daten hierhin verlagern – zu Salesforce oder woanders hin –, viele Anwender nicht mehr ans Backup denken. Aber warum? Wenn Salesforce lokal im Rechenzentrum installiert wäre, würde man dann nicht jeden Tag ein Backup durchführen? Natürlich würde man das tun.

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum man ein Backup für Salesforce und andere Saas-Provider braucht:

  • Anbieter sind nicht verantwortlich. Die meisten SaaS-Anbieter legen eine Subskription für ein Modell für geteilte Verantwortung („Shared Responsibility Model“) vor. In Kürze besagt dies, dass der Provider für den Service verantwortlich sind, aber dass der Kunde für die Daten verantwortlich zeichnet. Salesforce zum Beispiel sagt das ganz unverblümt. Der Hersteller bietet nur ein minimales Backup für Salesforce an.
  • Die eigene Funktionalität der Applikation ist begrenzt. Einige Plattformen haben Punkte wie Aufbewahrungszeiten, Datenarchivierung oder gesetzliche Fristen gelöscht, so dass es sich im Allgemeinen nur um Kopien der Aufzeichnung handelt. Keine von diesen ist so effektiv wie gute, traditionelle Backups, über die man selbst die Kontrolle ausübt. Salesforce bietet einige manuelle und Exportoptionen je nach Bedarf an, aber keine von diesen hat die gleiche Qualität wie traditionelle Backups.
  • Daten sind ein Verlustrisiko. Microsoft Azure hat zum Beispiel in den letzten Jahren mehrere Ausfälle erlebt. Während die meisten dieser Ausfälle lediglich einen Verlust des jeweiligen Service bedeuteten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es die Kunden direkt betrifft, in dem Ausmaß, wie immer mehr Unternehmen von den Saas-Anbietern abhängen. Selbst Salesforce hält eine Kopie der Daten des Kunden für ein Disaster Revovery (DR) bereit – in seinen eigenen Worten als „letzte Rettung“. Und gibt damit zu, dass die Daten der Kunden verloren gehen können.
  • Die 3-2-1-Backup-Regel einhalten. In manchen Fällen gibt es nur eine Produktionskopie. (Replikation mit dem Zweck der Serviceverfügbarkeit zählt hier nicht.) Um die Regel einzuhalten, benötigt man zwei zusätzliche Kopien, mindestens ein zusätzliches Medium und eine extern abgelegte Kopie – also eine, die sich nicht in den Händen des SaaS-Anbieters befindet. Salesforce behält im besten Fall nur zwei Kopien – eine in der Produktion und eine für seine zugestandenermaßen teuren DR-Dienstleistungen.
  • Vendor-Lock-in vermeiden. Sollte man wirklich nicht mehr wünschen, mit einem bestimmten Cloud-Anbieter zusammenzuarbeiten, oder man will zu einer anderen Plattform wechseln, weil sich der aktuell genutzte aus dem Geschäft verabschiedet hat, dann wird man auf jeden Fall eine Kopie seiner Daten benötigen, um diesen Schritt in die Praxis umzusetzen. Einige Hersteller von Data Protection wie zum Beispiel OwnBackup, Spanning oder Odaseva bieten spezielle Produkte für das Backup von Salesforce an.
  • Es sind Ihre Daten. Es ist wirklich so einfach. Sollte man nicht mindestens eine Kopie seiner Daten besitzen? Man wird sie wegen einer Menge von Gründen brauchen, die wir bereits erwähnt haben, außerdem für E-Discovery-Zwecke oder für eine Verlagerung einer Anwendung zurück ins eigene Rechenzentrum.

Datensicherung für Salesforce und andere Cloud-Anwendungen ist eine ernsthafte Angelegenheit, wenn man an die Bedeutung der Daten für das eigene Unternehmen denkt. Die Quintessenz besteht darin, dass SaaS-Applikationen lediglich eine Dienstleistung sind. Und man muss weiterhin selbst für ein Backup sorgen. Eine Menge an Drittanbietern offerieren Backup-Produkte für fast jeden größeren SaaS-Player. Es ist an der Zeit, denjenigen aufzuspüren, der dafür sorgt, dass alle Daten des eigenen Unternehmens geschützt sind – sowohl lokal als auch in der Cloud. 

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