Das sollten Sie beim Erstellen eines Golden Image für VDI-Umgebungen beachten

Fehler in virtuellen Desktops finden sich häufig schon im Master. 13 Punkte sind für ein einwandfreies Golden Image für VDI-Umgebungen wichtig.

Fehler in virtuellen Desktops sind häufig auf das Golden Image zurückzuführen. Daher ist es wichtig, dass das Golden Image in einwandfreiem Zustand ist. Wenn Sie ein virtuelles Disk Image erstellen, gibt es daher einiges zu beachten. Besonders wichtig sind unter anderem die vorinstallierten Anwendungen, das Betriebssystem, die Security-Einstellungen und der Benutzerzugriff.

Die meisten VDI-Implementierungen (Virtual Desktop Infrastructure) beginnen mit der Einrichtung und Verteilung einer virtuellen Disk-Image-Datei. Diese enthält die virtuelle Maschine (VM), das Betriebssystem, die Voreinstellungen, die Anwendungen, die Konfigurationen und so weiter. Beim Aufbau eines VDI-Images entscheiden Sie zuerst, welche Art von Abbild Sie brauchen.

Diverse Faktoren beeinflussen, wie eine virtuelle Maschine arbeitet und welche Services sie betreiben kann. Dazu gehören zum Beispiel Software-Lizenzierung, Anwendungssicherheit, Benutzerrechte, Hardware der Plattform, Datenzugriff, Benutzer-Standort und Infrastruktur-Design. Sollte eines dieser Elemente bei den Nutzern nicht identisch sein, ist es fast unmöglich, ein virtuelles Festplatten-Abbild für mehrere Benutzer zu erstellen. In diesem Fall müssen Sie wahrscheinlich für jeden Benutzer ein eigenes Image erstellen. Die Implementierung und Verwaltung der VDI ist dann allerdings meist schwieriger als bei herkömmlichen Desktop-PCs.

Im Idealfall ist die Image-Datei ein universelles Golden Image, das Sie für jede VM direkt verwenden können. Dann sind auch alle virtuellen Desktops identisch. Das Golden Image ist ein primäres Ausgangs-Abbild, auf dem alle anderen basieren. Es sollte mit der neuesten Version des lizenzierten Betriebssystems erstellt werden. Die Ausarbeitung dieses Masters ist der wohl wichtigste Schritt bei Ihrer VDI-Implementierung. Ist ein Golden Image fehlerhaft, dann hat jede damit erstellte virtuelle Maschine ebenfalls Probleme.

So erstellen Sie ein einwandfreies Golden Image für Ihre VDI-Umgebung

Hier sind einige der Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie ein Golden Image für VDI-Umgebungen anlegen.

1. Betriebssystem

Überlegen Sie sich zunächst, welches Betriebssystem/Patch-Level Sie für das Ausgangs-Image verwenden wollen. Für die meisten Implementierungen ist es vermutlich am besten, das System zu benutzen, das derzeit auf den physischen Rechnern läuft. Es soll letztendlich ein stabiler Ausgangspunkt sein und der Endverbraucher muss sich auf diese Weise nicht an zu viele Veränderungen gewöhnen.

2. Software

Sie müssen ebenfalls entscheiden, welche Anwendungen vorinstalliert sein sollen. Ein guter Ausgangspunkt ist die Software, welche die Mehrheit der Anwender am häufigsten verwendet. Programme wie Microsoft Outlook, Microsoft Office und ähnliches sind geeignete Kandidaten für eine Integration in das virtuelle Festplatten-Abbild.

3. Sicherheitseinstellungen

Welche Sicherheitseinstellungen sollten bereits installiert sein? In den meisten Fällen ist es ratsam, das hauseigene Antivirus-Programm oder andere Software zu verwenden, die das Unternehmen standardmäßig benutzt.

4. Patches und Updates

Wie möchten Sie Patches und Aktualisierungen am Golden Image vornehmen? Viele Administratoren entscheiden sich dafür, Patches und Updates manuell einzuspielen. Damit können Sie sicherstellen, dass die Aufgabe ordnungsgemäß erledigt wird. Andere setzen auf automatisierte Tools, von denen einige in den VDI-Plattformen enthalten sind.

5. Standard-Einstellungen

Welche Standard-Einstellungen und Richtlinien sollen in das Golden Image integriert werden? Im Idealfall verwenden Sie die Konfigurationen, mit denen die meisten Benutzer vertraut sind. Diese eignen sich als Ausgangsbasis für Ihre VDI-Implementierung.

6. Support

Welche Support-Verfahren und Clients soll das VDI-Image bereits enthalten? Für IT-Mitarbeiter ist es vorteilhaft, wenn Support-Mechanismen vereinfacht und Helpdesk-Anrufe beschleunigt werden. Wenn bereits im Golden Image eine Software für die Fernwartung implementiert wurde, vereinfacht dies den späteren Support enorm.

7. Konfiguration der Virtuellen Maschine

Sehen Sie sich die Software-Anforderungen an. Damit stellen Sie sicher, dass genug Arbeitsspeicher, CPU und lokaler Speicher zur Verfügung stehen. Nur so läuft die virtuelle Maschine optimal. Prüfen Sie zudem, ob das Image Multimedia-Daten wie zum Beispiel Videos unterstützen muss und speichern können soll.

8. Hardware-Abstraktion

Ein virtuelles Festplatten-Abbild legt man am schnellsten an, indem man einen physischen Rechner und ein Dienstprogramm verwendet, mit dem sich eine P2V-Migration (physisch zu virtuell) realisieren lässt. Diese Prozedur abstrahiert die Hardware-Anforderungen und erstellt ein Abbild für die virtuelle Maschine. Der physische Rechner sollte allerdings fehlerfrei sein, keine unnötigen Anwendungen beherbergen und keine obskuren Konfigurationen haben. Auf dem Golden Image sollten Sie jegliche Fehlerquelle unter allen Umständen vermeiden.

9. Image-Steuerelemente

Bleibt das VDI-Image nach Gebrauch bestehen (persistent) oder wird es neu erstellt (nicht persistent), nachdem ein Benutzer Zugriff hatte? Wird die VM bei jedem Anwender-Zugriff neu aufgebaut, erhalten die Benutzer die neuesten Konfigurationen und Anwendungen. Die Anmeldung dauert dann allerdings deutlich länger und die Desktops lassen sich nicht personalisieren. Vorgefertigte Images laden schneller und erhalten die Benutzereinstellungen. Diese Abbilder können jedoch erheblichen Speicherplatz im Netz verbrauchen und somit das Storage belasten.

10. Gemeinsames oder dediziertes Image

Haben einzelne Benutzer nur Zugriff auf ihre eigenen Images oder teilen sie die Abbilder miteinander? Das ist ein weiterer Faktor, den es zu bedenken gilt. Geteilte Images verbrauchen weniger Storage, verhindern aber die Personalisierung durch den Benutzer. Dedizierte Images erlauben den Anwendern, ihre Desktops anzupassen und zusätzliche Programme zu installieren. Jedes weitere hinzugefügte Element kann allerdings dazu führen, dass schnell viel Speicherplatz im Storage belegt wird.

11. Datensicherung

Wie werden die virtuelle Festplatten-Abbilder der einzelnen Benutzer gesichert?

12. Individuelle Anpassung

Können Benutzer an ihren virtuellen Umgebungen Änderungen vornehmen?

13. Offline-VDI

Überlegen Sie, ob Benutzer die virtuelle Maschine auf lokaler Hardware betreiben können, um eine offline VDI-Strategie zu verfolgen.

 

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2014 aktualisiert

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