Definition

Client-Server

Mitarbeiter: John Sullivan

Der Begriff Client-Server beschreibt die Beziehung zwischen zwei Computer-Programmen. In dieser Beziehung fordert das eine Programm, der Client, einen Dienst beim anderen Programm, dem Server, an. Dieser erfüllt dann die Anforderung. Die Client-Server-Idee kann auch von Programmen innerhalb eines einzelnen Computers verwendet werden, wichtiger aber ist sie für Netzwerke. In einem Netzwerk stellt das Client-Server-Modell einen probaten Weg dar, um die Verbindung zwischen Programmen herzustellen, die aus Effizienzgründen an verschiedenen Orten liegen.

Computer-Transaktionen, die das Client-Server-Modell verwenden, sind weit verbreitet. Wenn Sie beispielsweise Ihren Kontostand von Ihrem Computer aus überprüfen möchten, dann sendet ein Client-Programm Ihre Anfrage an ein Server-Programm in der Bank. Dieses Programm leitet unter Umständen die Anforderung an ein eigenes Client-Programm weiter, das dann eine Anfrage an den Datenbank-Server sendet, um Ihren Kontostand abzurufen. Der Saldo wird zurück an den Bankdaten-Client gesendet, der diesen wiederum an Ihren Computer weiterleitet. Dieser zeigt Ihnen schließlich die Information an.

Das Client/Server-Modell hat sich zu einer der zentralen Ideen des Network-Computing entwickelt. Die meisten geschäftlichen Anwendungen, die heutzutage entwickelt werden, verwenden es. Das gilt auch für das Hauptprogramm des Internets: TCP/IP. In der Sprache des Marketings wurde der Begriff anfangs zur Unterscheidung verteilter Rechenleistung in Form vieler kleinerer Computer von der „monolithischen“ zentralisierten Rechenleistung bei Mainframe-Computern verwendet. Aber diese Unterscheidung ist inzwischen weitestgehend verschwunden, da Mainframes und die zugehörigen Anwendungen mittlerweile ebenfalls das Client/Server-Modell nutzen und damit selbst ein Bestandteil des Network-Computing geworden sind.

Im normalen Client-Server-Modell wird ein Server – manchmal auch Daemon genannt – aktiviert und wartet dann auf Client-Anfragen. Typischerweise nutzen mehrere Client-Programme die Dienste eines gemeinsamen Server-Programms. Beide – Client- und Server-Programm – sind häufig Teile eines größeren Programms oder einer Anwendung. In Bezug auf das Internet stellt Ihr Webbrowser ein Client-Programm dar, das Dienste (das Senden von Webseiten oder Dateien) von einem Web-Server (der manchmal auch als Hypertext Transport Protocol- oder schlicht HTTP-Server bezeichnet wird) anfordert, der sich auf einem anderen Computer irgendwo im Internet befindet. Auf ähnliche Weise gestattet Ihnen Ihr Computer, auf dem TCP/IP installiert ist, Client-Anforderungen von Dateien von File Transfer Protocol- (FTP)-Servern auf anderen Computern im Internet auszuführen.

Zu den anderen Beziehungsmodellen für Programme gehören Master/Slave, bei dem ein Programm die Zuständigkeit für alle anderen Programme innehat, und Peer-to-Peer, wo Programme auf beiden Seiten Transaktionen auslösen können.

Diese Definition wurde zuletzt im Oktober 2008 aktualisiert

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