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So werden Backup und Recovery Teil der DR-Planung

Backup/Recovery und Disaster Recovery (DR) sind nicht dasselbe, haben aber ähnliche Ziele und hängen untrennbar zusammen. Sie sollten vom selben Team verantwortet werden.

Der Schutz von Informationen wird – neben dem von Menschen – von Organisationen schon immer sehr hoch priorisiert. Gehen kritische Daten oder der Zugriff auf geschäftskritische Systeme und andere technische Ressourcen verloren, kann das den lückenlosen Ablauf der Geschäftsaktivitäten stark gefährden.

Traditionell gehören das Daten- und System-Backup in die Domäne der IT-Abteilung. Allerdings ist es auch richtig, dass das Personal, das Backup-Aktivitäten übernimmt, oft nicht mit anderweitigen DR-Aktivitäten befasst ist. Die beiden Bereiche kommunizieren zwar gelegentlich miteinander und nehmen vielleicht sogar manchmal an denselben Meetings teil. Sie sollten jedoch viel enger miteinander zusammenarbeiten.

Heute ist es viel wahrscheinlicher, dass Organisationen einen Backup- und Recovery-Plan haben, der den DR-Plan vermeintlich ausreichend unterstützt. Das kann daran liegen, dass die IT-Bereiche darauf vertrauen, dass ihre Fähigkeit, Systeme zu sichern und wiederherzustellen, auch bedeutet, dass sie eine funktionierende Disaster Recovery implementiert haben. Doch das stimmt nicht immer.

Unterschiede zwischen DR und Backup/Recovery

Backup-Pläne konzentrieren sich im Allgemeinen darauf, sicherzustellen, dass Systeme und Daten an einen sicheren Ort repliziert wurden. DR-Pläne garantieren, dass die für den Geschäftsbetrieb nötigen Systeme und Daten wiederhergestellt und neu gestartet werden können. Letztlich besteht das Ziel von DR darin, das Unternehmen wieder in Gang zu setzen.

Unabhängig von Traditionen, Semantik und anderen Methoden, beide Aktivitäten zu rationalisieren, ist es klar, dass beide sozusagen auf derselben Seite stehen. Geht man davon aus, dass ein Unternehmen wahrscheinlich Backup-Strategien, -Pläne und Technologieressourcen bereitstellt, dann sollte DR daher vom selben Team verantwortet werden, das die erstgenannten Aufgaben wahrnimmt.

Aus Planungssicht sollten DR-Pläne zumindest eine Referenz oder eine Verbindung zum Backup- und Recovery-Plan haben. Ideal wäre es, wenn die Prozesse rund um Daten-Backup und -Recovery Teil jedes DR-Planes wären. Beispielsweise können sie in einem Anhang zum Hauptplan DR stehen. Sie können aber auch weiterhin in einem eigenständigen Dokument festgehalten sein. Dieses sollte allerdings auch zum DR-Plan gehören. Umgekehrt sollte ein eigenständiger Backup- und Recovery-Plan sich auf den dazu gehörigen DR-Plan beziehen.

Backup/Recovery- und DR koordiniert testen

Zusätzlich dazu sollte man sicherzustellen, dass beide Pläne dokumentiert und regelmäßig gewartet werden und dass die Tests von Daten-Backup und DR-Plan koordiniert ablaufen. So lassen sich alle Erkenntnisse aus einem Test von Backup und Recovery verwenden, um den kompletten Plan für eine Wiederherstellung zu aktualisieren.

Tests von Backup und Recovery sollten öfter durchgeführt werden als die Tests des vollständigen DR-Plans. Das stellt sicher, dass alle Daten und Systeme so schnell wie möglich nach einem Ereignis, das den Betriebsablauf unterbrochen hat, wiederhergestellt und online gebracht werden können.

In jeden technologischen DR-Plan gehören Datensicherung und -wiederherstellung als Schlüsselkomponenten. Beide Disziplinen arbeiten am besten Hand in Hand, um wechselseitig ihre Effektivität und ihren Wert für die Organisation zu steigern.

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Artikel wurde zuletzt im April 2019 aktualisiert

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