Nagios, CN=Monitor und New Relic: Kostenlose Monitoring-Tools für Windows Server

Windows Server lässt sich auch mit kostenlosen Monitoring-Tools überwachen. Ein Überblick über Nagios, CN=Monitor, New Relic und Co.

Microsoft liefert mit Windows Server einige native Überwachungswerkzeuge aus. Oft genug allerdings müssen Administratoren deutlich tiefer als nur an der Oberfläche arbeiten, um Performance, Speicherverbrauch, Kapazität und Systemzustand jederzeit im Griff zu behalten. 

Für diesen Zweck bietet sich eine ganze Reihe von Freeware-Tools an, die kostenlos genutzt werden können. Im Folgenden listen wir eine Auswahl kostenloser Monitoring-Tools von Drittanbietern für Windows Server auf:

Nagios: Diese Zusammenstellung von Open-Source-Tools beinhaltet eine Verwaltungssuite, die ihre Anfänge als System zur Netzwerkverwaltung nahm. Stück für Stück wurde Nagios in der Folge um Monitoring-Möglichkeiten für Datacenter-Systeme einschließlich Windows Server ergänzt. Nagios überwacht die Performance von Windows-Diensten wie Internet Information Services (IIS), Exchange Server und Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP). Verlangsamt sich ein Dienst oder wird er beendet, so wird der Administrator informiert. Nagios kann zudem auch Linux- und VMware-Umgebungen überwachen.

Windows Health Monitor: Das Produkt Windows Health Monitor von ManageEngine kann für bis zu zehn Windows Server Informationen wie Speicherverbrauch, Laufwerkskapazität, verfügbare Bandbreite und Anwendungsperformance ermitteln. Administratoren geben Sollwerte vor und erhalten eine Benachrichtigung, wenn die Serverressource diese Grenzwerte über- oder unterschreitet. Zusätzlich bietet ManageEngine auch das für bis zu zehn Geräte kostenfrei nutzbare Tool OpManager, das einen ähnlichen Fokus hat.

Intelligent Platform Management Interface (IPMI) Management Utilities. Dieses Werkzeug besteht aus einer Reihe von Interface-Spezifikationen für Computer-Subsysteme, die Verwaltungs- und Überwachungsfunktionen unabhängig von Hostsystem-CPU, Firmware oder Betriebssystem bereitstellen. 

IPMI Management Utilities führt gängige Server-Verwaltungsfunktionen aus, wie etwa das Einsehen von Firmware-Protokolldateien oder das Arbeiten mit Out-of-Band-Kommunikation, um die Auswirkungen von Netzwerkproblemen zu minimieren. IPMI erlaubt Administratoren auch das Verwalten ausgeschalteter oder nicht reagierender Computer. Mögliche IPMI-Schwachstellen sollten dabei vorsorglich geschlossen werden.

CN=Monitor. CN=Monitor ist ein Überwachungstool für das Lightweight Directory Access Protocol (LDAP). Da Verzeichnisse in Konzernnetzwerken wie Verkehrspolizisten wirken, ist eine hohe Performance der Schlüssel zu einem qualitativ hochwertigen Dienst. CN=Monitor prüft die System-Replikation, untersucht Cluster und Load-Balancer, evaluiert das Systemschema und überwacht die Größe des Cache. 

Außerdem wertet das Tool Trends aus und generiert nach Bedarf Meldungen. Dieses System ermöglicht es Unternehmen, Serverkonfigurationen auf dem Niveau vordefinierter Leistungswerte zu betreiben.

New Relic Servers. Dieses Tool untersucht Server auf Kapazitätsprobleme und erlaubt damit Administratoren ein korrigierendes Eingreifen schon vor dem Auftreten eines Problems. Prozesse werden nach Speicherverbrauch oder CPU-Last priorisiert. Das System beherrscht auch die Serververfügbarkeitsprüfung in der Cloud, in physischen oder in hybriden Umgebungen und kann mehr als 690 Milliarden Telemetriedaten pro Tag über mehr als 4 Millionen Anwendungen hinweg verarbeiten.

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Artikel wurde zuletzt im März 2015 aktualisiert

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