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Geschäftsszenario für Netzwerk-Monitoring in 4 Schritten

Zu einem Business Case für ein neues Netzwerk-Monitoring-Tool gehört ein Kostenvergleich für alternative Tools. Außerdem sollten Sie gute Gründe für Ihre Auswahl anführen können.

In Unternehmen muss man Investitionsausgaben immer bis ins Kleinste begründen. Netzwerkteams, die nach einem zufriedenstellenderen Netzwerk-Monitoring suchen, müssen ein Geschäftsszenario erstellen, das den Bedarf konkret darlegt.

In diesem Artikel erläutern wir, wie Netzwerkteams IT-Entscheider überzeugen können, dass ein Netzwerk-Monitoring-Tool notwendig und für die IT-Abteilung sowie die gesamte Organisation nützlich ist. Zu diesem Zweck sollten IT-Teams die folgenden vier Bereiche berücksichtigen:

  1. Möglichkeiten, wie moderne Netzwerk-Monitoring-Tools Unternehmen helfen können.
  2. Schwachpunkte bei alternativen Monitoring Tools und Monitoring-Methoden.
  3. Nachweis der ausreichenden Recherche, um das Monitoring Tool zu finden, das sich am besten für das Unternehmen eignet.
  4. Wege, den ROI nachzuweisen.

1. Wie Netzwerk-Monitoring-Tools einem Unternehmen helfen können

Niemand kann bezweifeln, dass die zugrunde liegende Netzwerkinfrastruktur ein kritischer Teil von fast jeder Unternehmensorganisation ist. Von daher sollte es für IT-Teams leicht sein, aufzuzeigen, wie Netzwerk-Monitoring die Downtime verringern, Probleme mit der Datensicherheit verhindern, Zeit sparen und unnötige Ausgaben reduzieren kann.

Folgend finden Sie einige Beispiele, wie Netzwerk-Monitoring-Tools Unternehmen kurz- und langfristig helfen können:

  • weniger Netzwerkausfälle, indem sich schnell feststellen lässt, wo genau Netzwerkfehler auftreten;
  • proaktives Agieren, indem Netzwerkengpässe identifiziert werden, bevor sie das Geschäft beeinträchtigen;
  • Begründung, wo und wann Performance Upgrades notwendig sind;
  • Identifizieren von Fehlkonfigurationen bei Performance und IT-Sicherheit; und
  • Bereitstellung von Ende-zu-Ende-Sichtbarkeit über das gesamte Netzwerk, sogar wenn ein Teil der Unternehmensinfrastruktur zu Public Clouds oder Private Clouds migriert wird.

2. Mängel alternativer Monitoring Tools und Monitoring-Methoden

Beim Pitch für den Kauf eines neuen Netzwerk-Monitoring-Tools sollten Netzwerkteams mit Fragen rechnen wie Was ist falsch an unserer bisherigen Art der Netzwerküberwachung?. Vermutlich gibt es für das Netzwerk bereits irgendeine Form von Monitoring. Dazu kann die Überwachung der Logs von Netzwerkgeräten gehören, der Einsatz von Open Source Tools oder proprietäre Monitoring-Funktionen, die in Networking-Produkten integriert sind.

Zwar bieten diese Tools und Funktionen einige Vorteile in puncto Monitoring und Alerting, die eine spezielle Netzwerk-Monitoring-Plattform beinhaltet, doch es ist wichtig, die Defizite von aktuellen Monitoring-Methoden hervorzuheben. Zu diesen Schwachpunkten zählen unter anderem:

  • Den Lösungen fehlt eine echte Ende-zu-Ende-Sichtbarkeit.
  • Einige Monitoring-Fähigkeiten sind proprietär und zu kleinteilig.
  • Es fehlt professioneller Support.
  • Das Management von proprietären oder dezentralisierten Monitoring-Funktionen ist kompliziert und zeitaufwendig.

3. Wie Sie belegen, dass Sie das passende Tool gefunden haben

Wenn die IT-Abteilung ihre Idee für die Anschaffung eines Netzwerk-Monitoring-Tools präsentiert, sollte sie bereits ein konkretes Produkt im Auge haben. Auf die Frage, wie sie darauf gekommen sind, dass sich ein spezifisches Produkt für das Unternehmen eignet, gilt es, die getroffene Wahl zu verteidigen.

Die IT-Abteilung muss belegen, dass sich eine Investition in ein Netzwerk-Monitoring-Tool langfristig bezahlt machen wird.

Um zu beweisen, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht haben, können IT-Teams zum Beispiel:

  • eine Marktanalyse vorlegen, die ähnliche Tools vergleicht;
  • Anwendungsfälle präsentieren, die die Tool-Vorteile innerhalb von ähnlichen Branchen detailliert veranschaulichen;
  • herausstellen, von welchen Funktionen das Unternehmen am meisten profitieren wird;
  • Support-Optionen für das ausgewählte Tool zeigen und darlegen, wie diese die Support-Anforderungen des Unternehmens abdecken, ohne dabei über das Ziel hinauszuschießen;
  • unterstreichen, wie gut das ausgewählte Tool sich in vorhandene Networking-Hardware und -Software integrieren lässt; und
  • Vergleiche von Kosten versus Funktionalität für alternative Tools erstellen.

4. Wie Sie den ROI nachweisen

Last, but not least müssen IT-Teams belegen, dass sich eine Investition in ein Netzwerk-Monitoring-Tool langfristig bezahlt machen wird. Zu diesem Zweck ist es am besten, sich darauf zu konzentrieren, wie vergangene Ereignisse zu unerwarteten oder unnötigen Ausfällen und Kosten geführt haben. Außerdem sollten Sie erläutern, wie ein Netzwerk-Monitoring-Tool diese Vorfälle hätte verhindern können, was entweder mehr Einnahmen oder Kosteneinsparungen bedeutet.

Folgend haben wir einige Beispiele aufgeführt, wie Sie den ROI für Netzwerk-Monitoring nachweisen können:

  • Sehen Sie sich vergangene Netzwerkausfälle noch einmal an, und zeigen Sie, wie die Fehlerbeseitigung und die Root-Cause-Analyse hätten beschleunigt werden können, um Zeit und Geld zu sparen.
  • Veranschaulichen Sie anhand von Sicherheitsvorfällen und Konfigurationsstörungen, die Betriebsausfälle verursacht haben, wie sich diese mit dem geeigneten Tool hätten verhindern lassen.
  • Weisen Sie Vorfälle nach, bei denen die IT-Abteilung in aller Eile ein unerwartetes Upgrade durchführen musste, das per Netzwerk-Monitoring präventiv hätte identifiziert werden können.
  • Zeigen Sie Situationen auf, in denen Netzwerk-Monitoring-Tools Nutzungsmuster im Netzwerk besser hätten feststellen können. Mit diesen Mustern könnte das Team dann künftige Anschaffungen von Netzwerkkomponenten zielgenauer planen.

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