Definition

Netzwerk-Konfigurationsmanagement (NCM)

Mitarbeiter: Eamon McCarthy Earls

NCM (Network Configuration Management) nennt sich der Prozess, bei dem alle Informationen über die eingesetzten Komponenten in einem Computernetzwerk organisiert und verwaltet werden. Manchmal benötigt ein Netzwerk Instandsetzung, Umbau, Erweiterung oder Modernisierung. Dann nutzt der Administrator die Datenbank für das Management zur Netzwerkkonfiguration (Network Configuration Management Database), um die beste Vorgehensweise zu bestimmen. Diese Datenbank erfasst die Standorte und IP-Adressen aller Geräte. Sie enthält außerdem Informationen über die Programme, Versionen und Updates, welche auf den Computern im Netzwerk installiert wurden.

Funktionen von Systemen zum Netzwerk-Konfigurationsmanagement

Ein Hauptmerkmal des Netzwerk-Konfigurationsmanagements ist die Fähigkeit, im Fehlerfall die Funktionen eines Netzwerkgeräts zu ersetzen. Verschiedene Netzwerkgeräte speichern Konfigurationen in verschiedenen Formaten. Das Auffinden von Konfigurationsinformationen kann so schwierig sein, wenn ein bestimmtes Gerät ausgetauscht werden muss. Mit einem System zum Netzwerk-Konfigurationsmanagement werden die Konfigurationsinformationen auf einem zentral gelegenen Server gespeichert, wo die Gerätekonfigurationen einfach heruntergeladen werden können.

Geräte, die auf einer Befehlszeilenschnittstelle (CLI) basieren, benötigen einen zuverlässigen Administrator, der ein Standardprotokoll wie das Secure File Transfer Protocol (SSH) verwendet, um die erforderlichen Informationen zu erhalten, aber Backups können auch automatisiert werden, oft über einen Drittanbieter.

Abbildung 1: Netzwerk-Konfigurationsmanagement im Überblick.
Abbildung 1: Netzwerk-Konfigurationsmanagement im Überblick.

Netzwerkkonfigurations-Tools

Tools für die Verwaltung der Netzwerkkonfiguration können herstellerunabhängig oder herstellerspezifisch sein. Nicht-proprietäre Tools sind wesentlich weiter verbreitet. Sie sind für Netzwerke gedacht, in denen die Hard- und Softwarekomponenten von verschiedenen Anbietern stammen. Herstellerspezifische Tools sind in der Regel nur mit den Produkten eines einzelnen Unternehmens kompatibel. In Netzwerken, bei denen ein Anbieter dominiert, tragen sie zu Verbesserungen der Leistung bei.

Konfigurations-Tools können nicht nur für den Neustart eines Geräts nach einem Ausfall verwendet werden. Einige Konfigurationsmanagement-Tools verfolgen Konfigurationsdaten täglich, um Änderungen in den Konfigurationsdateien zu erkennen, die Cyber-Bedrohungen und potenzielle Ausfälle aufdecken könnten. Netzwerkkonfigurations-Tools können verwendet werden, um Massenänderungen vorzunehmen. Beispielsweise könnte ein Unternehmen schnell eine pauschale Passwortänderung durchführen, wenn Passwortdaten durchsickern. Zusätzlich zu den Massenänderungen können Konfigurationsmanagement-Tools für Audit und Reporting eingesetzt werden. Obwohl sie keine Informationen wie Speicher- oder CPU-Leistung ausgeben, können sie zur Anzeige genauer Firewall-Regeln oder VPN-Parameter verwendet werden.

Netzwerk-Konfigurationsmanagement-Tools verfügen auch über Berichtsfunktionen, die es dem Systempersonal ermöglichen, Informationen über Netzwerkkomponenten einfach zu verfolgen.

Vorteile des Netzwerk-Konfigurationsmanagements

Die Netzwerk-Konfigurationsmanagement kann Ausfallzeiten reduzieren, indem es Systemadministratoren ermöglicht, Änderungen im Netzwerk schnell zu erkennen. Es trägt auch dazu bei, dass Softwareversionen und Hardwarekomponenten auf dem neuesten Stand sind und den Lizenzvereinbarungen entsprechen. Die Transparenz und Verantwortlichkeit wird ebenfalls verbessert, da das Systempersonal auf einfache Weise die Identität von Komponenten und Software, die im Netzwerk arbeiten, feststellen kann.

Weitere Vorteile von NCM:

  • Optimierung der Abläufe in den Bereich Verwaltung, Reparatur, Erweiterung und Modernisierung.
  • Minimierung von Konfigurationsfehlern als Teil des Change Managements.
  • Optimierung der Netzwerksicherheit.
  • Sicherstellen, dass Änderungen an einem Gerät oder System andere Geräte oder Systeme nicht negativ beeinträchtigen.
  • Revidierbare Änderungen, wenn Ergebnisse nicht zufriedenstellend sind. In so einem Fall kann der Administrator eine Rolle rückwärts zu einer früheren Konfiguration machen.
  • Archivierung der Informationen über alle Änderungen der Netzwerkkonfiguration.
Diese Definition wurde zuletzt im September 2019 aktualisiert

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