Definition

ISDN (Integrated Services Digital Network)

Mitarbeiter: John Burke

ISDN (Integrated Services Digital Network) ist ein Satz an CCITT/ITU-Standards für leitungsvermittelte Übertragung von Daten über diverse Medien. Dazu gehört auch ein herkömmliches Telefonkabel aus Kupfer.

Es gibt zwei Serviceniveaus. Für den Heimgebrauch und kleine Unternehmen ist BRI (Basic Rate Interface) gedacht, das ist der ISDN-Basisanschluss. PRI (Primary Rate Interface) richtet sich an größere Anwender. Dabei handelt es sich um den ISDN-Primärmultiplexanschluss, auch PMx oder PMxAS genannt. Beide Typen teilen ihre Kapazitäten über diverse Kanäle auf.

  • B-Kanäle tragen die Payloads wie zum Beispiel Daten oder Voice Streams.
  • Auf den D-Kanälen werden die Informationen für Kontrolle und die Signalgebung übertragen.

Eine BRI-Verbindung besteht aus zwei B-Kanälen mit jeweils 64 Kbps und einem D-Kanal mit 16 Kbps. Demzufolge liefert BRI bis zu 128 Kbps an Daten.

In den USA besteht eine PRI-Verbindung aus 23 B-Kanälen und einem D-Kanal mit 64 Kbps. Somit sind maximal 1472 Kbps für Daten verfügbar. In Europa hat eine PRI-Verbindung 30 B-Kanälen und liefert somit bis zu 1920 Kbps. Hier ist ebenfalls ein D-Kanal verfügbar.

Die Standardisierung von ISDN hat sich als zäh erwiesen. Die Technologie wurde schnell von paketvermittelten Alternativen überholt. Das gilt sowohl für Geschwindigkeit als auch für Verbreitung.

Breitband-ISDN (B-ISDN) erweitert die Integration eines Ende-zu-Ende-Pfades mit höheren Datenraten. Beispiele dafür sind Glasfaser oder Funkmedien. ISDN kann sowohl analoge Daten und Sprachdaten als auch digitale Daten über dieselbe Netzwerkverbindung übertragen. Die meisten in den 1990er und frühen 2000er Jahren benutzten Videokonferenz-Services haben in erster Linie auf ISDN gesetzt.

ISDN bietet bei Verbraucherleitungen bis zu 128 Kbps. Steht es für private Nutzer immer noch zur Verfügung, fühlt sich die Geschwindigkeit wie die in der Internetsteinzeit mit akustischen Modems an. Meist dient es als absolute Notlösung für Low-End-Datenverbindungen, die nur dann verwendet werden, wenn DSL oder Kabelmodems nicht verfügbar sind.

Die Telekom hat in Deutschland angekündigt, ihre ISDN-Anschlüsse bis 2018 komplett auf IP-Technologie umzustellen.

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Diese Definition wurde zuletzt im Januar 2017 aktualisiert

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