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Wie verändert Team-Kollaboration die sozialen Firmen-Tools?

Unternehmen bevorzugen Team-Kollaborationsplattformen und entfernen sich von alleinstehenden sozialen Tools. Die Anbieter stellen sich um und imitieren immer häufiger Slack.

Die Definition von Collaboration, Kollaboration oder Zusammenarbeit ist fließend und die Angebote sind zahlreich. Soziale Tools von Unternehmen gibt es schon lange vor so disruptiven Team-Plattformen wie zum Beispiel Slack.

Soziale Tools für Unternehmen finden Sie in zwei Geschmacksrichtungen: Chat-Plattformen wie Yammer und umfangreichere Plattformen wie Microsoft SharePoint. Jeder große Anbieter hat eine eigene Version dieser beiden Plattformen, weil sich darüber wirksam kommunizieren lässt. Allerdings werden diese sozialen Plattformen in erster Linie für transaktionalen Informationsaustausch benutzt und sie sind nicht für Workflows oder Mehrkanalkommunikation gemacht.

Umfangreichere soziale Tools für Unternehmen, wie SharePoint oder IBM Connections, können Sie in native Chat-Plattformen und auch Microsoft-Office-Anwendungen implementieren. Bis zu einem gewissen Grad gibt es auch soziale Funktionen wie Microblogging, um den Bewohnern des digitalen Universums entgegenzukommen. Die Plattformen haben alle gewisse Kernkompetenzen für die Zusammenarbeit, aber sie sind von bestimmten Anbietern und lassen sich nicht so gut individualisieren und in Anwendungen von Dritten integrieren.

Soziale Tools für Unternehmen von bestimmten Anbietern haben loyale Anwenderkreise, die sich in den entsprechenden Anwendungen wohlfühlen. Außerdem unterstützen die Plattformen die meisten herkömmlichen Szenarien für die Zusammenarbeit.

Sprechen wir aber über Innovation und Momentum bei der Zusammenarbeit, dann haben Kollaborationsplattformen wie Slack die Nase weit vorne. Sie sind von Grund auf für moderne digitale Arbeitsplätze entwickelt. Solche Plattformen benutzen zwar die gleichen Tools wie die zuvor erwähnten Angebote, aber sind speziell für ein anderes Arbeiten geschaffen. Sie sind nicht wie Yammer auf die Anwendung fokussiert, sondern konzentrieren sich auf dauerhaftes Engagement für gewisse Projekte oder Workflows. Dabei ist es egal, welche speziellen Anwendungen zum Einsatz kommen.

Der hauptsächliche Unterschied zu sozialen Tools für Unternehmen ist, dass Kollaborationsplattformen das Slack-Modell emulieren. Der dauerhafte Einsatz macht sie von Natur aus sozial. Dieser Umschwung ist so abrupt und hat so weitreichende Auswirkungen, dass sogar Microsoft einen großen Satz von Skype for Business auf Teams gemacht hat, nur um mit Slack Schritt halten zu können. Alle großen Anbieter von Kollaborationsangeboten springen auf den Zug auf. Sie werden künftig weniger von so etwas wie SharePoint und Yammer hören und viel mehr über Teams.

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