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Was muss man über den VDI-Einsatz per Webbrowser wissen?

Anwender können über unterstützte HTML5-Webbrowser auf virtuelle Desktops und Anwendungen zugreifen. Die Vor- und Nachteile des VDI-Zugriffs per Browser.

IT-Profis sollten verschiedene Faktoren berücksichtigen, wenn sie sich für den Zugriff auf eine virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) per Webbrowser entscheiden.

Die meisten großen VDI-Anbieter ermöglichen es Anwendern, über einen Webbrowser und nicht mehr über einen dedizierten Client auf ihre virtuellen Desktops zuzugreifen. Dies gibt Endanwendern ein hohes Maß an Flexibilität, da sie über unterstützte HTML5-Browser wie Chrome oder Firefox auf ihren Desktops arbeiten können, unabhängig vom Gerät oder Betriebssystem.

Solange das Gerät den unterstützten Browser ausführen kann, können Benutzer auf ihre virtuellen Desktops zugreifen. Dadurch entfällt das Herunterladen, Installieren, Konfigurieren oder die Pflege spezieller Software. Der Zugriff auf VDI über einen Webbrowser macht es einfacher, sich von einem einzigen Gerät aus mit mehreren virtuellen Desktop-Umgebungen zu verbinden, ohne mit zahlreichen Clientanwendungen jonglieren zu müssen.

Administratoren profitieren ebenfalls dadurch, dass sie VDI-Clientanwendungen nicht plattformübergreifend unterstützen und verwalten müssen. Durch die Verbindung per Browser erübrigt sich die Bereitstellung, Konfiguration und Aktualisierung mehrerer Clientanwendungen sowie die Verwaltung der VDI-Umgebung.

Welche Herausforderungen bestehen

Trotz der Vorteile, die Webbrowser für den VDI-Einsatz haben, existieren auch einigen Herausforderungen. Browser unterstützen möglicherweise nicht alle in der Clientsoftware verfügbaren Funktionen, wie zum Beispiel die Geräteumleitung. Der Zugriff per Browser erfolgt in der Regel auch mit der geringstmöglichen Leistung, um alle Umgebungen abzudecken. Darüber hinaus unterstützen VDI-Anbieter oft nur bestimmte HTML5-Browser, die auf bestimmten Betriebssystemen ausgeführt werden.

Browser funktionieren nicht so gut wie Clientanwendungen, die für eine bestimmte Plattform entwickelt und optimiert wurden. Darüber hinaus halten sich nicht alle Browser in gleicher Weise an den HTML5-Standard, was dazu führen kann, dass einige Webbrowser virtuelle Desktops ungenauer oder ineffizienter darstellen als andere.

Webbrowser erhalten wie jede andere Anwendung regelmäßig Updates. In einigen Fällen können diese Updates die Desktop-Bereitstellung beeinträchtigen, so dass Unternehmen darauf warten müssen, dass VDI-Anbieter ihre Produkte aktualisieren, um diese Probleme zu lösen.

Die Implementierung des VDI-Webbrowser-Supports erfordert auch, dass Administratoren die für die Bereitstellung dieser Desktops erforderliche Umgebung einrichten. Um VMware-Benutzern zum Beispiel eine Verbindung per Browser zu ermöglichen, müssen Administratoren die HTML-Access-Software auf einem View-Connection-Server-Computer installieren, die erforderlichen Ports öffnen und eine HTML-Access-Komponente auf den virtuellen Remote-Desktop-Rechnern installieren.

In den meisten Fällen sollte sich ein Unternehmen an die Clientanwendungen halten, die am praktischsten für sie sind, und den Zugriff per Browser nutzen, um den Desktop-Service zu ergänzen. Auf diese Weise sind die Benutzer flexibel, wann und wie sie auf ihre Desktops zugreifen und Unternehmen gewährleisten gleichzeitig eine hohe Benutzerfreundlichkeit. Wenn Anwender am besten mit dem Browseransatz bedient werden, sollte die IT dies sicherlich zu einer Priorität machen.

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