Experten-Antwort: Welche Rolle wird SDN in öffentlichen Cloud-Infrastrukturen spielen?

Hersteller müssen durch die Hardwareumstellung auf Software Defined Networking (SDN) in der Public Cloud umdenken, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Welche Rolle wird Software Defined Networking (SDN) in den verschiedenen Netzwerken der Cloud spielen?

Besonders interessant an der neuen Rolle von Software Defined Networking (SDN) in der Public Cloud finde ich, dass es einen neuen Blickwinkel auf Virtualisierung ermöglicht. Unternehmen können ihre Infrastruktur damit effizienter verwalten.

Das spannende an SDN ist, dass es genau zu der Fragen passt: „Wie definiere ich mein Rechenzentrum richtig?“. Wenn man sich das Data Center als ganzes betrachten, bildet das Netzwerk die Basis. Sie gestalten grundsätzlich als erstes das Netzwerk und fügen anschließend Hardware, Appliances und andere Bausteine hinzu. Damit wird auch deutlich, dass es für Anwender schwierig ist, ein Rechenzentrum nach ihren Vorstellungen zu definieren. Der Markt wird derzeit von Herstellern kontrolliert und hier ist der Knackpunkt. Man benötigt Anbieter, die Interesse daran haben, die Lücke zwischen Hardware- und Software-basierten Architekturen zu schließen. Unternehmen lagern immer mehr Workloads in die Public Cloud aus. Einige Hardwarehersteller gestalten daher Produkt-Strategien, die sich an den Fragen orientieren: „Wie bleiben wir in dieser neuen Welt relevant, in der man keinen Router oder Switches mehr kauft? Wie stellen wir sicher, dass wir nicht den Anschluss verlieren?“

Dieser Paradigmenwechsel auf dem Markt zwingt Hardwareanbieter, über Ihr Portfolio im Bereich Public-Cloud-Infrastruktur nachzudenken.

Über den Autor: Kris Bliesner ist CEO und Mitgründer des in Seattle basierten Cloud-Computing-Providers 2nd Watch Inc.

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