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Das Intent Framework und die ONOS SDN-Plattform

Über das Intent Framework von ONOS SDN können Anwendungen ihre Netzwerkanforderungen richtlinienbasiert direkt an den Controller übertragen.

Das ONOS-Betriebssystem (Open Network Operating System) für Software-defined Networking (SDN) verfügt über die Komponente beziehungsweise das Subsystem Intent Framework. Hier stellt sich die Frage: Welche Funktion erfüllt das Intent Framework für Service Provider, die das SDN-Betriebssystem einsetzen?

Das Framework nimmt die Netzwerkanforderungen von Anwendungen über richtlinienbasierte Verwaltung auf und leitet diese an die Infrastruktur beziehungsweise den SDN-Controller weiter. Vereinfacht gesagt: Die Anwendung sagt auf Basis von Richtlinien, was sie braucht – der Controller setzt diese Anforderungen um.

Benötigt die Anwendung zusätzliche Bandbreite oder einen Primary Channel, übernimmt der Controller diese Information aus dem ONOS SDN Intent Framework und verändert die Konfiguration der in Frage kommenden Geräte. Dieses Feature ist das Ergebnis der Konzentration auf Intent-basiertes Networking, einem treibenden Faktor hinter SDN.

Die Idee der Intent-basierten Vernetzung ist klar: Die Nutzer teilen dem Netzwerk ihre Anforderungen mit, und der Controller setzt diese Anforderungen um. Da die notwendigen Aktionen auf Basis von Richtlinien erfolgen, laufen sie weitgehend automatisiert ab.

Die Onos SDN-Plattform geht hier noch einen Schritt weiter. Hier gibt die Anwendung selbst ihre Anforderung beziehungsweise ihren Intent an den Controller weiter. Dieser Intent wird als Objekt behandelt, das aus Elementen wie Netzwerkressource, Constraints, Kriterien und Anweisungen besteht.

Wenn der Controller den Intent empfängt, wird diesem eine einzigartige IntentID zugeordnet. Darüber hinaus wird er mit der ApplicationID der Anwendung markiert, die den Intent gesendet hat. In der anschließenden Kompilierungsphase wird der Intent verarbeitet. Der Kompilierungs-Prozess umfasst sowohl Übergangs- als auch Park-Stati, während der Controller die Entscheidung darüber trifft, wie er die Änderungen auf Basis der Anfrage am effizientesten umsetzt.

Nach der Kompilierung folgt die Installationsphase, sprich die Umsetzung der Anforderung. Änderungen, die nicht umgesetzt werden konnten, erhalten den Status „Fail“. Diese Prozesse automatisieren die Konfiguration des Netzwerks und reduzieren den manuellen Aufwand für den Betrieb und die Wartung eines hochfunktionalen und leistungsfähigen Netzwerks.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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