Cloud-basiertes Video Conferencing nimmt Fahrt auf

Wie viele andere UC-Services (Unified Communitcations) bewegt sich auch die Technologie für Video Conferencing vom herkömmlichen On-Premises- zu einem Cloud-basierten Modell.

Etablierte Anbieter von Videokonferenzsystemen wie zum Beispiel Cisco, Lifesize und Polycom verkaufen ihren Kunden weiterhin Produkte für Infrastruktur, weisen aber auf die Relevanz hybrider Modelle hin. Neue Anbieter von Videokonferenzsystemen drängen mit Cloud-basierten Technologien auf den Markt. Dazu gehören Skype for Business, Zoom, Blue Jeans und StarLeaf.

„Der Bereich für Videokonferenzen befindet sich derzeit in einer sehr interessanten Übergangsphase“, sagt Simon Dudley. Er ist CEO der Consulting-Firma Excession Events. Reine Cloud-Modelle verändern nachhaltig, wie Videokonferenzsysteme verkauft und gekauft werden.

Dudley rät Unternehmenskunden, Cloud-basierte Videokonferenzmodelle mit qualitativ hochwertigen, aber günstigen Kameras zu mischen. Mit diesem Ansatz sparen sich Anwender seiner Meinung nach enorme Kosten, gleichzeitig profitieren sie aber von Sicherheit und Flexibilität.

Im Video legt Dudley die Vorteile Cloud-basierter Videokonferenzsysteme dar, berichtet über das Wachstum von Skype for Business und wie Anwender die Rentabilität von Videokonferenzsystemen einschätzen können. Dudley hat an der Enterprise Connect 2016 teilgenommen, einer großen UC-Konferenz in Orlando, und spricht unter anderem über Slack. Der populäre Messaging Service will ebenfalls Sprach- und Videomöglichkeiten implementieren.

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Transkript - Cloud-basiertes Video Conferencing nimmt Fahrt auf

OK. Ich glaube, wenn sich Clients erstmals nach einem Videokonferenzsystem umsehen, sollten Sie unbedingt einen Blick auf die Cloud-Angebote werfen. Vom Prinzip her war Video Conferencing schon immer für eine Cloud-Lösung bestimmt. Bis vor ein paar Jahren war das technisch aber nicht möglich. Meiner Meinung nach sollte sich die Mehrheit der Unternehmen nach Cloud-basierten Technologien für Ihre Infrastruktur umsehen. Persönlich glaube ich, dass die Zeiten der großen Konferenzräume und den dazugehörigen Endpunkten vorbei sind. Diese Lösungen haben zwischen 10.000 und 50.000 US-Dollar gekostet. Es gibt weltweit 50 Millionen Konferenzräume, die nicht mit Videokonferenztechnologie ausgestattet sind. Dieser Markt muss adressiert werden und nicht die großen Sitzungssäle. Deren Tage sind gezählt. 

Natürlich ist einer der größten Vorteile der Cloud, dass Leute keine Experten in Sachen Videokonferenzen werden müssen. Außerdem ist interessant, dass die Branche der Videokonferenzsysteme in den letzten 20 Jahren die Fortune-1000-Firmen bedient hat. All diese Unternehmen hatten Videokonferenzmanager. Die Realität sieht aber so aus, dass die meisten Firmen keine Manager speziell für Videokonferenzen haben. Sie wollen lediglich einen Service nutzen, den andere für sie betreiben. Genau deswegen denke ich, dass sich Videokonferenzen endlich umfangreich durchsetzen werden. Die meisten Organisationen haben noch nie Video Conferencing genutzt und genau an diesem Punkt müssen wir ansetzen. 

Skype for Business startet gerade raketenhaft durch. Viele Unternehmen verwenden es bereits oder etablieren den Service. Millionen Anwender kennen sich damit bereits aus. Es ist global gesehen bereits jetzt das Schwergewicht auf dem Markt für Videokonferenzen und das mit der Standardversion von Skype. Ich gehe davon aus, dass Skype for Business den Markt ordentlich aufmischt. Für die meisten IT-Manager ist es einfach die logische Wahl. 

Geräte für Video Conferencing waren in der Regel immer sehr teuer. Für einen Konferenzraum waren Sie schnell 50.000 US-Dollar los. Für eine komplette Infrastruktur waren 500.000 US-Dollar keine Utopie. Preis und Verfügbarkeit sind … nun es ist günstiger geworden. Die Verfügbarkeit hat sich erhöht. Es gibt natürlich die alte Geschichte, dass Sie sich durch Videokonferenzen entsprechend Flüge sparen. Das stimmt aber nicht und war auch niemals richtig. Sie sparen Zeit und die ersetzt Ihnen keiner mehr. Ich glaube, durch Videokonferenzen ist das ROI in dieser Hinsicht wesentlich höher als bei den Reisekosten.

Bei dieser Konferenz sprechen Unternehmen wie Cisco, Microsoft und Unify über ihre neuen Workflow-Technologien und Dinge wie Spark. Das finde ich sehr interessant. Weiterhin ist interessant, dass Spark, der größte Player im momentanen Markt, geschätzt mit fünf Milliarden US-Dollar bewertet wird. Ihnen laufen die Kunden zu als gäbe es etwas umsonst und sie nehmen nicht einmal an dieser Konferenz teil. Ich finde interessant, dass für viele Kunden Videokonferenzen Teil des Workflows sind und deswegen in Anwendungen implementiert werden. Im Laufe der nächsten paar Jahre wird das ein wichtiger Faktor. Videokonferenzen kriechen aus ihrer Nische und werden zum Mainstream.

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