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Was sind die drei Best Practices für komprimierte Backups?

Erfahren Sie wichtige Details über den Einsatz von Hardware- und Software-Datenkompression sowie Redundanz, die Unternehmen helfen können, den Backup-Prozess zu verbessern.

Komprimierung und andere Techniken für Datenreduzierung können dabei helfen, die Backup-Kosten zu senken, während sie außerdem Backups schneller machen. Im Folgenden ein paar Best Practices für komprimierte Backups, die Daten-Management und Storage-Strategie verbessern.

Erstens sollte man Hardware-Komprimierung benutzen, wann immer es möglich ist, sich dabei aber der Abhängigkeiten und Folgen bewusst sein, die sie verursacht.

Der Prozess der Komprimierung funktioniert, indem sich wiederholende Folgen von Daten durch eine kennzeichnende Abkürzung ersetzt werden. Wenn zum Beispiel die Folge „12345“ mehrere Male in einer Datei erscheint, könnte sie jedes Mal durch ein einzelnes identisches Zeichen ersetzt werden, wodurch sich die Dateigröße für den Backup-Zielort reduziert.

Aufgrund der Methode, wie Komprimierung funktioniert, müssen die Daten gelesen und analysiert werden, bevor sie komprimiert werden können. Dies ist ein rechenintensiver Prozess. Der Einsatz von Hardware-komprimierung nimmt diesen Prozess vom Backup-Server weg und setzt so CPU-Ressourcen frei. Der Backup-Zielort übernimmt dann diese Aufgabe. Der Nachteil von komprimierten Backups besonders beim Einsatz von Tapes besteht darin, dass es beim Austausch eines veralteten Tapes durch eines von einem anderen Hersteller dazu kommen kann, dass die Informationen verloren gehen, wie man die komprimierten Daten während eines Restore wiederherstellen kann.

Eine zweite Best Practice für komprimierte Backups besteht darin, eine Bestandsaufnahme der Daten zu machen, bevor man den Komprimierungsprozess startet. Komprimierung bringt nur dann etwas, wenn die Daten noch irgendwo redundant sind. Aber manche Dateiarten sind bereits komprimiert, was bedeutet, dass erneute Komprimierung nicht zu einer Verkleinerung der Datenmenge führen wird. Dies trifft besonders zu für manche Medien wie zum Beispiel JPEG- und MPEG-Dateien sowie für bereits komprimierte Archive wie Zip-Files.

Drittens schließlich sollte man für optimal komprimierte Backups nicht die Verwendung von Softwarekomprimierung ausschließen. Softwarekomprimierung bewirkt, dass die Daten komprimiert werden, bevor sie zum Backup-Zielort gesendet werden. Dies ist besonders hilfreich, wenn sich das Backup-Target an einem entfernten Ort befindet und nur eine begrenzte Bandbreite für den Backup-Transport zur Verfügung steht. Wenn die Daten auf dem Softwareniveau komprimiert werden, reduziert sich in der Folge die zum Backup-Ort zu transportierende Datenmenge, was wiederum die Beanspruchung von Bandbreite und auch die Zeit verringert, die der ganze Backup-Prozess beansprucht.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2019 aktualisiert

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