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Thin oder Zero Client: Tipps zur Auswahl der richtigen VDI-Endgeräte

Bei der Implementierung von VDI-Umgebungen haben Administratoren die Wahl zwischen Thin und Zero Clients. Diese Tipps helfen bei der Auswahl.

Angesichts der zahlreichen Thin-Client-Geräte, die heute auf dem Markt sind, kann die Auswahl des richtigen Thin Clients zu einer beängstigenden Aufgabe werden. Die Entscheidung für Thin-Clients anstelle von Thick Clients kann die Sicherheit der virtuellen Desktops erhöhen, da Thin Clients per Definition keine lokalen Festplatten oder Anschlüsse für Wechsellaufwerke bereitstellen. Um zu bestimmen, welche Thin Clients am besten für Ihre Virtual-Desktop-Infrastruktur (VDI) geeignet sind, sollten Sie einen Blick auf die Implementierungsfreundlichkeit, die Kosten und die Verwaltungsfunktionen werfen. Die Umwidmung von vorhandenen PCs zu Thin Clients wäre zudem eine weitere Option.

Thin und Thick Clients im Vergleich

Anwender können sowohl von Thin-Client-Hardware als auch von Thick Clients, auf denen Thin-Client-Software ausgeführt wird, direkt auf virtuelle Desktops zugreifen. Daher ist es wichtig, die Vor- und Nachteile beider Alternativen abzuwägen. Thin Clients gelten tendenziell als sicherer, weil sie keine interne Festplatte und keine Anschlüsse für Wechselmedien besitzen, was das Risiko von Malware verringert und zudem verhindert, dass Anwender Daten auf lokale Flash-Speichermedien kopieren. Zudem ist die Lizenzierung für Thin-Clients normalerweise billiger, weil bei Thick Clients neben dem Betriebssystem zusätzliche Kosten für das Ausführen von Thin-Client-Software entstehen. Bei Thick Clients hingegen können die Instandhaltungskosten niedriger ausfallen, weil es leichter ist, defekte Teile auszutauschen.

Welche Faktoren sollte man bei der Auswahl von Thin Clients berücksichtigen?

Die Entscheidung für eine Verwaltungsmethode ist genauso wichtig wie die Entscheidung für die Technologie als solche. Bei einer zentralen Verwaltung beispielsweise können Sie Thin Clients zu Gruppen zusammenfassen und gemeinsame Konfigurationen für die Gruppe einrichten – wobei natürlich die Möglichkeit für Ausnahmen bestehen sollte. Um die besten Thin Clients für Ihre Umgebung auszuwählen, sollten Sie nach Clients suchen, die leicht zu implementieren sind, aber dennoch die wichtigsten Anzeigeprotokolle unterstützen.

Ist die Nutzung vorhandener PCs als Thin Clients eine machbare Option?

Zweifellos. Durch die Umwandlung von PCs können die Anfangskosten einer VDI-Implementierung gesenkt werden – allerdings können je nach Alter der PCs die Instandhaltungskosten steigen. Alte PCs haben eine kurze Lebensdauer und bieten für gewöhnlich keine gehobene Grafikleistung. Computer, die weniger als ein Jahr alt sind, sind am besten für die Umwidmung zu Thin Clients geeignet, weil sie über viel Arbeitsspeicher verfügen und eine ausreichende Leistung bieten.

Welche Tools gibt es für die Umwandlung von PCs zu Thin Clients?

Als Windows-Software wären da ThinLaunch Thin Desktop, triCerat triShell Kiosk Edition (TKE) und Microsoft Windows Thin PC zu nennen. Das Microsoft-Produkt entfernt einige Funktionsmerkmale aus dem Betriebssystem, um die Thin-Client-Technologie einfach zu halten, allerdings benötigen Sie trotzdem eine Virtual-Desktop-Access-Lizenz und eine Professional-Version von Windows für das entsprechende Gerät.

Nicht-Windows-Tools für die Umwandlung von PCs zu Thin Clients sind zum Beispiel Devon IT VDI Blaster, Stratodesk NoTouch und ThinStation. Sie können VDI Blaster anhand einer ausführbaren Windows-Datei auf dem Gerät installieren oder direkt auf einer Festplatte ohne Windows, während NoTouch eine zentrale Verwaltungskonsole für alle Ihre VDI-Thin-Clients bereitstellt. ThinStation ist ein kostenloses Open-Source-Umwandlungstool, das VMware View, Citrix XenDesktop und andere Plattformen unterstützt.

Was ist der zentrale Unterschied zwischen Thin und Zero Clients?

Thin Clients verschieben die Workloads auf Backend-Server, um die Clients schlank und statuslos zu machen, allerdings ist hier für gewöhnlich bereits Software auf dem Gerät selbst installiert und wird darauf verwaltet. Bei Zero Clients wird dagegen nichts direkt auf den Geräten installiert oder konfiguriert. Zero-Client-Umgebungen werden also auf dem Server und nicht auf dem Client verwaltet, damit sind bei Zero Clients keine Updates oder Patches erforderlich.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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