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5 Tipps für erfolgreiches Storage für Edge Computing

Anwender, die den Speicher für Edge Computing optimieren wollen, erfahren hier etwas über bewährte Verfahren dafür, einschließlich der Integration in Multi-Clouds und NVMe-oF.

Beim Storage für Edge Computing (oder auch den Netzwerkrand) ging es früher darum, sicherzustellen, dass entfernte Büros und nur kurzfristig beschäftigtes Personal angemessene Möglichkeiten zur Erfassung und Aufbewahrung der von ihnen erzeugten Daten hatten.

Heute haben die IoT-Geräte all das geändert und erzeugen riesige Datenmengen, während sie oft nur über begrenzte Konnektivität verfügen. Diese Daten in einen zentralen Speicher zu bringen, kann ein langsamer und anforderungsreicher Prozess sein.

Heute ist Edge Computing und -Storage etwas, bei dem die Verarbeitung und Speicherung der Daten in der Nähe des Ortes erfolgt, an dem die Daten erzeugt werden.

Bei der Edge-Computing-Speicherung dreht sich alles um die Methoden und Technologien, mit denen Informationen an der Netzwerkperipherie gesammelt und gespeichert werden. Ziel ist es, die Daten so nah wie möglich an der Ursprungsquelle zu halten und in einigen Fällen dort die erste Verarbeitung vorzunehmen.

Zu den Optionen für die Datenspeicherung am Netzwerkrand gehören Mikro-Datenzentren und leistungsstarke Fog-Computing-Server, die an entfernten Standorten installiert sind und zur Replikation von Cloud-Diensten genutzt werden.

Das Speichern und Verarbeiten von Daten näher am Entstehungsort verbessert die Leistung und spart Zeit und Geld gegenüber dem Senden an ein zentrales Rechenzentrum oder in die Cloud. Die folgenden fünf Tipps geben einen Einblick, wie die Speicherung am Netzwerkrand am besten angegangen und implementiert werden kann.

Abbildung 1: Edge Computing grafisch erklärt.
Abbildung 1: Edge Computing grafisch erklärt.

Speicheroptionen für Edge Computing

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Daten am oder nahe dem Netzwerkrand zu speichern. Einige IoT-Geräte verfügen über eine geringe Menge an eingebautem Speicher. Darüber hinaus fügen die Hersteller SD-Karten hinzu, um zusätzlichen Speicherplatz auf dem Gerät oder an anderer Stelle am Edge bereitzustellen.

Die microSD-Karten von Micron Technology können zum Beispiel dazu verwendet werden, Videokameras Speicher hinzuzufügen, um ein Backup des Netzwerkspeichers zu ermöglichen. Die SD-Karten von Micron Technology können eine kontinuierliche Videoaufzeichnung von drei Jahren unterstützen und bieten nach Angaben des Unternehmens eine mittlere Time-to-Failure-Rate von 2 Millionen Stunden.

Geräte mit großem internem DAS sind auch für die Speicherung von IoT-Implementierungen verfügbar, die Edge-Server oder Server-Cluster umfassen. Unabhängig davon, was Sie verwenden, empfiehlt es sich, die Datenverwaltung und -speicherung bei der Implementierung einer Edge-Computing-Umgebung zu überdenken.

Für diese Anwendungen eignet sich Edge Storage

Der Edge-Computing-Speicher ist besonders nützlich für Geräte mit inkonsistenter oder eingeschränkter Netzwerkkonnektivität, wie zum Beispiel Sensoren, die in Flugzeugen oder bei landwirtschaftlichen Anwendungen in ländlichen Gebieten eingesetzt werden. Sie ist auch für Geräte wie selbstfahrende Fahrzeuge wichtig, die viele Daten aufnehmen und in Echtzeit mit anderen Geräten und Fahrzeugen kommunizieren.

Weitere Anwendungsbereiche sind der Einzelhandel mit kundenspezifischen Digitalanzeigen, intelligenten Spiegeln (Smart Mirror) und intelligenten Regalen (Smart Racks), die Überwachung im Gesundheitswesen und alle IoT-Anwendungen, die eine intelligente Datenerfassung und -speicherung unter Verwendung von Echtzeitanalysen erfordern. Der erfahrene IT-Journalist John Edwards untersucht mehrere Anwendungen, die die Verfügbarkeit und Antwortzeiten im Millisekundenbereich erfordern, die der Edge-Speicher bietet.

Das Speichern und Verarbeiten von Daten näher am Entstehungsort verbessert die Leistung und spart Zeit und Geld gegenüber dem Senden an ein zentrales Rechenzentrum oder in die Cloud.

Den Wert der Daten kennen

Organisationen, die sich mit Spitzentechnologie beschäftigen, können oft nicht von vornherein klären, warum sie diese Technologie einsetzen. Der gewählte Ansatz für Edge Storage hängt davon ab, was Anwender erreichen wollen und wie wichtig die gesammelten Daten für dieses Ziel sind. Sind es die Rohdaten, die von Wert sind, oder die Erkenntnisse, die aus den Daten nach ihrer Analyse gewonnen werden?

Ein weiterer häufiger Fehler ist es, die Menge an Speicherplatz, die in der Zukunft benötigt wird, zu gering einzuschätzen. Sich schnell ändernde Analyse- und KI-Technologien können die heute irrelevanten Daten in Zukunft in wertvolle Informationen verwandeln.

Es ist einfacher, heute genügend Speicherplatz für die Datenanforderungen von morgen zu entwerfen, als in der Zukunft ein Upgrade durchzuführen. Edwards untersucht in diesem Blog diese und andere Fehler, die bei dem Edge Storage zu vermeiden sind.

Edge-Computing-Speicher in einer Multi-Cloud-Welt

Edge Computing in Kombination mit einer Multi-Cloud-Speicherumgebung kann kompliziert werden. Der Erfolg hängt von einer umfassenden Vorbereitung ab, die eine Analyse der Art und Weise umfasst, wie Daten gesammelt, übertragen und aufbewahrt werden. Der Berater und Autor Robert Sheldon befasst sich hier mit Fragen, die es zu beantworten gilt, bevor man versucht, Edge- und Multi-Cloud-Umgebungen zu integrieren:

  • Welche Art von Daten werden generiert und gesammelt?
  • Wo werden die Daten generiert?
  • Welche Daten müssen gespeichert werden und für wie lange?
  • Welche Daten werden in die Cloud übertragen und wie oft?
  • Wie lange werden diese Daten in der Cloud aufbewahrt?
  • Wie werden die Daten verwaltet?
  • Wie werden Sicherheit, Compliance und Disaster Recovery gehandhabt?
  • Wo passt NVMe/TCP hinein?

Die Spezifikationen von NVMe over TCP ermöglicht die Erstellung von Speichersystemen, die speziell für Edge- und Edge-Cloud-Infrastrukturen entwickelt wurden. NVMe-SSDs bieten die konsistenten und latenzarmen Funktionen, die für Edge-Computing erforderlich sind. NVMe-oF, das Hosts über die Netzwerkstruktur mit dem Speicher verbindet, ermöglicht die unabhängige Skalierung von Speicher- und Berechnungsressourcen mit geringen Auswirkungen auf die Latenz. Und NVMe/TCP bietet diese Flexibilität, ohne dass spezielle Switches und Netzwerkschnittstellenkarten erforderlich sind.

Edwards schlüsselt in diesem Artikel die Vor- und Nachteile der Verwendung von NVMe/TCP für Edge-Computing-Speicher auf. Er geht auch darauf ein, wie man anfängt und wie es weitergeht.

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