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Neue Arbeitswelt, Netzwerk und Anwendungs-Performance

Umfangreiche Dateien, Webinare und Videokonferenzen gehören zu den größten Performance-Hürden. Anwendungsbeschleuniger können die Fernarbeit jedoch deutlich erleichtern.

Gibt es nach der Pandemie noch ein Zurück in die alte Arbeitswelt oder hält New Work bald endgültig Einzug? Diese Frage wird heiß diskutiert. Damit der Optimismus für eine neue Arbeitswelt aber berechtigt ist, muss eine Herausforderung gelöst werden: Netzwerkengpässe im Home-Office.

Oft herrscht die Annahme, dass die Probleme allein mit mehr Bandbreite zu beheben sind. Die Vermutung liegt nahe – schließlich können umso mehr Daten gleichzeitig durch das Netz geschickt werden, je mehr Bandbreite zur Verfügung steht. Ist die Bandbreite bereits voll ausgelastet, fällt dies besonders bei großen Datenmengen wie beispielsweise Videos auf. Maximale Bandbreite bedeutet allerdings nicht automatisch maximale Geschwindigkeit. Schließlich gelangen selbst mit zusätzlicher Bandbreite Daten von Punkt A nach Punkt B nur in einer bestimmten Geschwindigkeit.

Zudem verlangen manche Netzwerkprotokolle, dass Applikationen Daten mehrmals zwischen Server und Client hin- und herschicken, was für zusätzliche Latenzen sorgt. Je größer die Entfernung zwischen Home-Office und dem jeweils zuständigen Server sind und je öfter die Daten hin- und hergeschickt werden, desto geringer ist die Anwendungs-Performance. Das wird besonders bei Anwendungen in hybriden Umgebungen zur Herausforderung. Hinzu kommen weitere Faktoren, wie die Qualität der Hardware Zuhause, die zur Verfügung stehende Internetleitung, der Standort des für die jeweilige Anwendung zuständigen Remote Servers und einige mehr. Deshalb ist auch bei einer schnellen Internetleitung die Performance oft wechselhaft.

Ein Anwendungsbeschleuniger kann den Zugriff auf Daten und Anwendungen erheblich verbessern. Dabei sind drei Faktoren entscheidend, um das Arbeiten im Fernzugriff zu optimieren:

  1. Zuallererst muss die Datenmenge reduziert werden, die durch das WAN geschickt wird. Sind die Daten einmal dedupliziert, muss nur noch ein Bruchteil davon durch das Netz gesendet werden.
  2. Zudem ist es nötig, die Netzwerkprotokolle zu optimieren und die Regeln anzupassen, die für den Datentransport durch das Netzwerk gelten, damit die Daten priorisiert und über größere Entfernungen geschickt werden können.
  3. Als weiteren wichtigen Schritt im Kampf gegen Latenzen sollten Unternehmen zudem die Kommunikation zwischen Server und Client optimieren, damit Anwendungsdaten nicht mehrmals über das WAN hin- und hergeschickt werden müssen. Dabei sollte es allerdings keine Rolle spielen, auf welche Art von Applikationen und Workloads zugegriffen wird und wo sich diese befinden – On-Premises, im eigenen Rechenzentrum, als Software as a Service (SaaS) oder in der Cloud.
Jörg Knippschild, Riverbed

„Organisationen benötigen IT-Lösungen, die End-to-End-Transparenz bieten, damit IT-Teams feststellen können, ob die Cloud tatsächlich die erwartete Performance liefert.“

Jörg Knippschild, Riverbed

Besonders Cloud-Dienste kommen derzeit in Unternehmen und Behörden zum Einsatz. Das liegt an den niedrigen Kosten, der Flexibilität sowie der einfachen und schnellen Bereitstellung von Services, Daten und Sicherheit. Ganz davon zu schweigen, wie praktisch die Cloud für Remote Worker ist. Allerdings benötigen Organisationen IT-Lösungen, die End-to-End-Transparenz bieten, damit IT-Teams feststellen können, ob die Cloud tatsächlich die erwartete Performance liefert. Plattformen für die Optimierung von Netzwerk- und Anwendungs-Performance leisten genau dies, indem sie sämtliche Performance-Probleme überwachen. Damit können Unternehmen zum Beispiel erkennen, wo Latenzen bestehen. So ist beispielsweise leicht festzustellen, ob das Hochladen von Dateien auf Office 365 unzumutbar langsam ist und effizienter Kommunikation im Wege steht. Mit Performance-Management und Beschleunigungstechnologien können IT-Teams ihren Unternehmen die nötige Leistung und den Endbenutzern ein verbessertes digitales Erlebnis ermöglichen.

Über den Autor:
Jörg Knippschild ist Director Solutions Engineering Central Europe bei Riverbed. Das Unternehmen hat unter anderem Lösungen zur Visualisierung, Optimierung und Beschleunigung der Netzwerk- und Anwendungs-Performance im Programm.

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