Definition

Gruppenrichtlinie

Gruppenrichtlinien, auch Group Policies genannt, bieten eine hierarchische Infrastruktur, die es einem Administrator für Microsofts Verzeichnisdienst Active Directory ermöglicht, spezifische Konfigurationen für Benutzer und Computer zu implementieren. Gruppenrichtlinien können auch dazu genutzt werden, um Anwender-, Sicherheits- und Netzwerkrichtlinien auf der Maschinenebene zu verwenden.

Gruppenrichtlinien ermöglichen Administratoren die Definition von Zugriffsrechten und Berechtigungen von Nutzern in einem Netzwerk, einschließlich der Dateien, Ordner und Anwendungen, auf die sie zugreifen können. Die Sammlungen von Benutzer- und Computereinstellungen werden als Gruppenrichtlinienobjekte (GPOs) bezeichnet, die von einer zentralen Schnittstelle verwaltet werden, die Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole heißt.

Gruppenrichtlinien können auch mit Kommandozeilen-Tools wie gpresult und GPUpdate verwaltet werden. Einstellungserweiterungen in Windows Server 2008, auch bekannt als Gruppenrichtlinieneinstellungen, wurden hinzugefügt, um eine bessere Ausrichtung und Flexibilität zu bieten. Über den Richtlinienergebnissatz lassen sich sämtliche Gruppenrichtlinien einer Active-Directory-Gesamtstruktur anzeigen.

Auf Desktop-Seite hat vor allem Windows 8/8.1 einige neue Gruppenrichtlinien enthalten, mit denen sich zum Beispiel OneDrive und Charms Bar oder auch Startmenü und Taskleiste konfigurieren lassen. Windows Server 2016 legt bei der Gruppenrichtlinienverwaltung schließlich einen größeren Fokus auf die Remote-Verwaltung. Da so jede Windows-Version unterschiedliche Funktionen bietet, sind bei der versionsübergreifenden Verwendung von Gruppenrichtlinien einige Dinge zu beachten.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

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