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Wie kann man Windows Update per Gruppenrichtlinie anhalten?

Manchmal kommt ja so ein nicht sicherheitsrelevantes Update bei Windows 10 ungelegen. Selbst, wenn es einwandfrei funktioniert. Per Gruppenrichtlinie kann man eine Pause festlegen.

Für Administratoren kann es mannigfaltige Gründe geben, auf einigen Systemen Windows Update vorübergehend anzuhalten. Mit Hilfe von Gruppenrichtlinien können Admins Einfluss auf den Update-Vorgang nehmen und diesen aussetzen. Im Hinblick auf das temporäre Aussetzen von Updates bieten die Gruppenrichtlinien unterschiedliche Optionen.

So kann man Windows- Updates mit Gruppenrichtlinien verzögern

Es gibt unterschiedliche Ansätze, um Windows-Updates für einige Zeit auszusetzen. Eine Möglichkeit ist dies per Gruppenrichtlinie festzulegen. Öffnen Sie hierfür den Editor für lokale Gruppenrichtlinien. Navigieren Sie dann zu Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Windows-Komponenten/Windows Update/Windows Update für Unternehmen. Hier finden Sie Einstellungen bezüglich des Zeitpunkts des Empfangs von Qualitäts-Updates, Vorabversionen und auch Funktions-Updates.

So können Sie mit der Richtlinie Zeitpunkt für den Empfang von Vorabversionen und Funktions-Updates auswählen bestimmen, wann das System die entsprechenden Software-Updates erhält. Zu beachten ist: Die Einstellungen für die Funktions-Updates wie auch Vorabversionen erfordern bestimmte Telemetrie-Einstellungen, da Microsoft ja anhand derer Telemetrie-Ergebnisse entscheidet, ob die gewählte Maschine bereit für das Update ist.

Möchte man beispielsweise nicht, dass bestimmte Updates zu einem geplanten Zeitpunkt eingespielt werden, kann man dies für bis zu 35 Tage aussetzen. Im Hinblick auf die Vorabversionen sind zudem die Voraussetzungen des Insider-Programms von Bedeutung. Neben den notwendigen Telemetrie-Einstellungen muss auch die entsprechende Domäne unter insider.windows.com registriert sein. Soll die Pause per Gruppenrichtlinie bestimmt werden, gilt es ein Startdatum festzulegen. Die Dauer der Unterbrechung zählt dann ab dem Startdatum bis zu 35 Tage. Nachdem Ablauf der 35 Tage überprüft Windows Update, ob relevante Updates vorliegen. Dieses Festlegen einer Pause und der Notwendigkeit eines Startdatums gilt ab Windows 10 Version 1703.

Abbildung 1: Über eine Gruppenrichtlinie lässt sich festlegen, ob Vorabversionen oder Funktions- wie Qualitäts-Updates mit Verzögerung auf dem System landen.
Über eine Gruppenrichtlinie lässt sich festlegen, ob Vorabversionen oder Funktions- wie Qualitäts-Updates mit Verzögerung auf dem System landen.

Wenn das System auf Semi-Annual Channel oder Semi-Annual Channel (Targeted) konfiguriert ist, können Sie den Erhalt von Funktions-Updates um bis zu 365 Tage zurückstellen. Diese Optionen finden sich bei Windows 10 unter Einstellungen/Update und Sicherheit/Windows Update/Erweiterte Optionen. Semi Annual Channel (Targeted) entspricht, was man bei Windows 10 früher als Current Branch bezeichnet hat. Diese Einstellung sollte die Standardeinstellung bei den meisten Windows-10-Systemen sein. Semi Annual Channel entspricht hingegen der Einstellung, die früher als Current Branch for Business bekannt war.

Wenn Admins im Unternehmen bestimmte Gruppen von Geräten zusammenfassen, können Sie das Update zunächst nur auf einen wenigen Geräten durchführen. Gleiches gilt natürlich auch für die Auswahl der Systeme, die am Windows Insider Programm teilnehmen sollen. Wenn man mit diesen Anwendern Erfahrungen mit neuen Funktionen sammelt, kann dies für das Ausrollen der späteren finalen Versionen wertvolle Informationen liefern.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2018 aktualisiert

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