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Dieser Artikel ist Teil unseres Guides: Einführung in Software-defined Networking (SDN)

Benötigt Software-Defined Networking spezielle SDN-Switches?

SDN ist ein Trend im Rechenzentrum, wirft aber eine Frage auf: Muss ich die komplette Netzwerk-Infrastruktur austauschen, um SDN nutzen zu können?

Um Software-Defined Networking, kurz SDN, nutzen zu können, benötigen Sie nicht zwingend spezielle SDN-Switches. SDN-Architekturen können während ihrer Entwicklung verschiedene Ansätze und Ausprägungen annehmen. Jeder Hersteller hat eigene Verfahren, wie er Software-Defined Networking implementiert. VMware beispielsweise plant die SDN-Protokolle, die das Unternehmen mit der Übernahme von Nicira erworben hat, in die vSwitch-Lösung zu integrieren. Das erfordert weder spezialisierte Hardware noch einen Controller. Andere Hersteller bieten spezielle SDN-Controller an, ein Beispiel dafür sind etwa die OpenFlow-Controller von Big Switch, NEC, HP oder IBM. Andere Hersteller, darunter Cisco oder Juniper, bieten ebenfalls Controller an, die allerdings nicht auf OpenFlow, sondern auf eigene Protokolle setzen.

Zahlreiche SDN-Implementierungen profitieren durch die Verknüpfung der SDN-Software mit der darunterliegenden Netzwerk-Hardware. Für die meisten Netzwerk-Applikationen im Data Center ist die darunterliegende Verknüpfung von Netzwerk-Hardware und SDN-Protokollen eine kritische Komponente, um ein hochskalierbares und leistungsfähiges Netzwerk mit niedrigen Latenzen zu realisieren.

Hersteller wie Pica8, Plexxi und andere haben spezielle (Hardware) Switches entwickelt, die eine optimale SDN-Leistung garantieren. Andere Hersteller, darunter etwa Cisco, HP, Dell, Avaya, Juniper oder Brocade, bieten hoch-performante Netzwerk-Komponenten, um in Verbindung mit SDN die Geschwindigkeiten im Rechenzentrum zu beschleunigen.

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