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Was bedeutet HCI 2.0 für Hyperkonvergenz?

Die Fortentwicklung hyperkonvergenter Infrastruktur (HCI) geht mit HCI 2.0 den Weg der voneinander unabhängigen Systemkomponenten und sorgt so für Flexibilität.

Die Entwicklung der hyperkonvergenten Infrastruktur (HCI, Hyper-converged Infrastructure) geht weiter, und aus eben dieser Fortentwicklung ist entstanden, was Insider der Industrie als HCI 2.0 bezeichnen. Die neueste Iteration der Hyperkonvergenz, oder genauer: deren neueste Iterationen sind jeweils aus den Unzulänglichkeiten ihrer Vorgängergenerationen entstanden.

Wozu HCI 2.0?

In hyperkonvergenten Infrastruktursystemen der ersten Generation wurden Rechen-, Storage- und Netzwerkressourcen in standardisierten Nodes gebündelt, um in einer gemeinsamen Verwaltungsschicht miteinander zu arbeiten.

So gut das auch funktioniert, hat HCI 1.0 doch auch seine Tücken. Allem voran können Komponenten oftmals nicht unabhängig voneinander aktualisiert werden. Wenn ein Unternehmen also zum Beispiel mehr Speicherplatz benötigt, müssen zusätzliche Nodes erworben werden und damit muss auch für deren eigentlich unnötige Rechen- und Netzwerkressourcen bezahlt werden, von Softwarelizenzen ganz zu schweigen.

Wer als Unternehmen eher Mehrbedarf im Bereich der Rechenleistung hat, sieht sich derselben Situation mit anderen Vorzeichen gegenüber: er bezahlt im Paket für viel mehr Speicherplatz, als er eigentlich benötigt.

Noch hat die Industrie keinen gemeinsamen Nenner gefunden, HCI 2.0 förmlich zu definieren. Dennoch zielen die hyperkonvergenten Systeme dieser nächsten Generation auf dieselbe Einfachheit und Standardisierung der ersten HCI-Generation ab, versprechen aber mehr Flexibilität. Auf diese Weise wird HCI eher wie eine zusammensetzbare Infrastruktur (Composable Infrastructure).

Composable Infrastructure bezeichnet eine IT-Architektur, die Systembestandteile wie Rechen-, Netzwerk- und Speicherressourcen von der Betrachtung als Hardware ablöst und ihren Einsatz in Pools gleichartiger Ressourcen ermöglicht. Auf diese Weise können diese Ressourcen als softwaredefinierte Dienste betrachtet werden, die je sich Bedarf einsetzen lassen.

Was kommt Neues mit HCI 2.0?

Wie schon bei der Composable Infrastructure setzen HCI 2.0-Anbieter zunehmend auf die Herauslösung der hyperkonvergenten Systemressourcen Storage und Rechenleistung. Anwender dieser neuen Generation hyperkonvergenter Produkte können somit Speicher unabhängig von der Rechenleistung konfektionieren und verwalten (zumindest überwiegend).

Manche Anbieter erweitern dieses Konzept noch um die Nutzung von externem Speicher. Bei DataCore Software hat man den Begriff der hyperkonvergenten Infrastruktur sogar bereits abgelegt und spricht bevorzugt von hybridkonvergenter Infrastruktur. Damit soll herausgestellt werden, dass die Produkte des Unternehmens gleichzeitig internen und externen Speicher verwenden können. Auch das Start-up Datrium vertreibt ein hyperkonvergentes Produkt der nächsten Generation, das den Stack in Leistungs- und Kapazitäts-Tiers aufteilt und damit den Anwendern die Speicherverwaltung auf VM-Ebene ermöglicht.

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