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So geht's: Android-Things-Geräte im Unternehmen verwalten

Android Things bietet APIs, die untypische Android-Geräte mit Management-Tools für Android-Smartphones verbinden. Administratoren mobiler Geräte betreten damit Neuland.

Neuere Versionen von Googles Android OS unterstützen über die APIs des Android-Things-Programms eine breitere Palette von Geräten. Die Verwaltung einiger der neuen Geräte kann daher auf den ersten Blick als kompliziert erscheinen.

Glücklicherweise ist das zugrunde liegende Betriebssystem im Wesentlichen auf allen Android-Geräten gleich, so dass die Verwaltung der EMM-Plattform (Enterprise Mobility Management) und die Registrierungsprozesse für Android-Things-Geräte in der Regel ähnlich sind. Die Herausforderung für Administratoren mobiler Geräte besteht darin, eine Version von Android zu entwickeln, die auf diesen dedizierten Geräten funktioniert. Dazu können sie das Android SDK und die Android Things APIs einsetzen.

Es gibt zwei bewährte Ansätze, die Google für die Verwaltung von Android-Things-Geräten empfiehlt: Zum einen können Firmen eine benutzerdefinierte Version von Android mit der Android Things API erstellen, die mit bestehenden EMM-Plattformen interagieren kann. Zum anderen bietet sich die Entwicklung einer internen DPC-App (Device Policy Controller) an, die als Brücke zwischen dem spezialisierten Android-Betriebssystem und der EMM-Plattform dient. Natürlich sollte die IT-Abteilung diese beiden Integrationsoptionen testen, bevor sie diese in einem Unternehmen einsetzt, unabhängig davon, welchen Ansatz sie verfolgt.

Die Administratoren mobiler Geräte müssen möglicherweise die Verantwortung für IoT-Geräte übernehmen, da diese Ähnlichkeiten mit mobilen Geräten aufweisen. Auch deswegen sollten sie die Methoden zur Verwaltung von Android Things kennen.

Anwendungsfälle und Verwaltung von Android Things

Es gibt zahlreiche Beispiele für untypische Android-Geräte, die Anwendungsfälle für Android Things im Unternehmen darstellen. Die IT-Abteilung muss unter Umständen Geräte wie Handscanner, Kühlschränke, Drucker und eine Vielzahl von Geräten für den Check-in an der Rezeption oder am Point of Sale verwalten.

Einige intelligente Geräte erfordern zwar kein tägliches Management; die IT-Abteilung muss aber bei allen Android-Geräten, die in einem kommerziellen Umfeld eingesetzt werden, ein gewisses Maß an Kontrollen durchführen. Da viele dieser Geräte nicht über eine lokale Benutzeroberfläche verfügen, sind sie bei der Verwaltung besonders zu berücksichtigen.

Die IT muss alle auf dem Gerät verfügbaren Sensoren einbeziehen, wenn sie Android-Things-Geräte verwalten will. Wenn das Android-Gerät über einen Touchscreen und eine Internetverbindung verfügt, kann die IT-Abteilung es normalerweise genauso registrieren und ausrollen wie ein Smartphone oder Tablet: mit DPC-Apps.

Wenn das Android-Gerät über einen Touchscreen und eine Internet-Verbindung verfügt, kann die IT-Abteilung es normalerweise genauso registrieren und ausrollen wie ein Smartphone oder Tablet: mit Device Policy Controller Apps.

Alternativ kann das IT-Team Geräte ohne Bildschirm über Near Field Communication (NFC) oder Barcode-Scannen registrieren. Die Scanner von Zebra unterstützen beispielsweise sogar die Registrierung über eine Audiodatei mit Profilinformationen.

IT-Experten, die Android Things entwickeln, können mit Tools Over-the-Air-Updates konfigurieren, die vom Android SDK bereitgestellt werden. Diese Tools ermöglichen es dem IoT und dedizierten Geräten, mit Low-Power Wireless Personal Area Networks oder Bluetooth zu kommunizieren, um bei Verbindungen nur wenig Strom zu verbrauchen.

Android Debug Bridge (ADB) hilft bei der Verwaltung

Geräte mit Android Things, die IoT-Geräten ähneln, verfügen oft nur über Sensoren, die für ihre einzelnen oder begrenzten Funktionen relevant sind. Damit die IT-Abteilung diese Gerätekategorie effektiv verwalten kann, müssen sie das Befehlszeilen-Tool Android Debug Bridge (ADB) verwenden. ADB bietet eine Befehlszeilen-Schnittstelle, die das IT-Team zum Bereitstellen und Debuggen von Anwendungen auf dem Gerät einsetzen kann. Auch eine Unix-Shell zur Ausgabe von Befehlen ist verfügbar.

Das Android SDK und das Android-Things-Programm enthalten ADB. Dazu ist es im ersten Schritt notwendig, dass die IT-Abteilung auf dem Gerät die Optionen für Entwickler und den USB-Debugging-Modus aktiviert. Während sie in der Regel Befehle über eine direkte USB-Verbindung ausgibt, können die IT-Mitarbeiter in einigen Fällen Verbindungen drahtlos herstellen. Der Client oder Computer, der die Befehle umsetzt, kann dabei die Betriebssysteme Windows, MacOS oder Linux Desktop ausführen.

Die IT-Abteilung sollte immer eine dedizierte Richtlinie zur Verwaltung von Android-Things-Geräten konfigurieren. Dies ist ein entscheidender Schritt, da nicht alle Dinge die gleichen Funktionen unterstützen werden. Android-Things-Anwendungsfälle ermöglichen es der IT-Abteilung, die spezialisierten APIs des Programms zu nutzen. Sie benötigt aber im Vergleich zu typischen Android-Geräten immer noch weniger APIs. Wenn Administratoren mobiler Geräte eine Richtlinie anwenden, die für Telefone und Tablets entwickelt wurde, wird diese nicht unbedingt dieselben Management-Ergebnisse für die Android-Things-Geräte liefern.

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