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So erreichen Sie Data Protection mit Multi-Cloud-Umgebungen

Wie können Multi-Cloud-Benutzer DR, Backup und Archivierung effektiv nutzen? Obwohl Multi- Clouds die Infrastruktur komplizieren, bieten sie auch Vorteile für die Datensicherung.

Um die Geschäftskontinuität zu verbessern und die Kosten besser kontrollieren zu können, werden Unternehmen im künftig ihre IT-Fachleute unter Druck setzen, so dass sie damit beginnen, die Silos zwischen On- und Off-Premises-Infrastruktur und zwischen den diskreten Umgebungen der Public-Cloud-Anbieter aufzubrechen. Dies erfordert den Übergang zu Datenschutzpraktiken in mehreren Clouds, die die Private Cloud vor Ort und herkömmliche IT-Infrastrukturen mit mehreren Public-Cloud-Diensten verbinden.

Obwohl Unternehmen noch am Anfang der Umstellung ihrer Infrastrukturen und Betriebsmodelle auf Multi Cloud stehen, werden Datenschutztechnologien eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung grundlegender Datenverwaltungsfunktionen spielen.

Die Evaluator Group befragte mehr als 200 IT-Fachleute darüber, wie sie ihren Multi-Cloud-Datenverwaltungsanforderungen gerecht werden, und erachtete Archivierungs- und langfristige Aufbewahrungs- sowie Backup-Speichersysteme und Cloud-Dienste als die beliebtesten Bausteine – beide wurden von 54 Prozent der Befragten genannt. Die Studie „Trends im Multi-Cloud-Datenmanagement“ ermittelte ebenfalls, dass Backup-Software und Disaster-Recovery-Technologien und -Produkte mit 48 Prozent beziehungsweise 46 Prozent die zweit- und drittbeliebtesten sind.

IT-Fachleute können weiter daran konzipieren, wie sie Archivierungs-, Backup- und Disaster-Recovery-Technologien – gut etablierte Eckpfeiler der Datenschutzimplementierungen in Unternehmen – einsetzen, um den Anforderungen von Multi-Cloud-Infrastrukturen gerecht zu werden.

Was ändert sich (oder auch nicht)?

Grundsätzlich bleibt das Verhältnis zwischen Archiv, Backup und DR – oder zumindest wie dieses Verhältnis aussehen sollte – bei Multi-Cloud-Data-Protection im Vergleich zu einer einzelnen Cloud oder einer vollständig vor Ort befindlichen Umgebung gleich.

Backups sind nach wie vor das wichtigste Mittel zur Vermeidung eines totalen Datenverlusts. Sie dienen auch als Wiederherstellungspunkt für Workloads mit weniger strengen RPOs und RTOs. Bei der Notfallwiederherstellung (Disaster Recovery) geht es weiterhin darum, das Unternehmen wieder online zu bringen – manchmal durch Backups, manchmal durch Replikation. In der Zwischenzeit geht es bei der Archivierung natürlich weiterhin um langfristige Datenaufbewahrungsanforderungen.

Angesichts so vieler beweglicher Teile in einer Multi-Cloud-Welt ist Transparenz von größter Bedeutung, um Risiken wie inkonsistente oder sich überschneidende Schutzrichtlinien, ungeschützte Assets und Nichteinhaltung von Vorschriften zu vermeiden.

Die unkontrollierte Ausbreitung von Daten (Data Sprawl) ist eine unvermeidliche Folge der Multi Cloud, und die IT-Abteilung muss Einblick in alle Daten haben, die über verschiedene Infrastrukturen hinweg erstellt wurden, damit sie angemessen gespeichert, geschützt und verwaltet werden können.

Tools zur Katalogisierung von Metadaten bieten Funktionen wie Auffinden und Scannen, Tagging, Indexierung, Klassifizierung und Suche, die zu wichtigen Ergänzungen von Archiv- und Backup-Technologien werden. Automatisierung ist auch der Schlüssel für die Einführung von Richtlinienänderungen über heterogene Infrastrukturressourcen hinweg und für die Reaktion auf dynamische Bedrohungs- und Compliance-Landschaften.

Aus der Sicht der Disaster Recovery eröffnet die Multi-Cloud-Datensicherung Unternehmen neue Möglichkeiten, Ausfallzeiten und Datenverluste zu minimieren. Beispielsweise können Unternehmen die öffentliche Cloud als Failover-Standort für ihre Produktionsrechenzentren vor Ort nutzen. Tatsächlich ergab die Studie der Evaluator Group, dass eine verbesserte Notfallwiederherstellung und Geschäftskontinuität der am häufigsten erwartete Nutzen – und die Erfolgsmetrik – der Multi-Cloud-Datenverwaltung ist. Das Hauptproblem, das die Unternehmen noch lösen müssen, ist jedoch nach wie vor die inhärente und berüchtigte Inkompatibilität zwischen den Umgebungen der öffentlichen Cloud-Anbieter; Evaluator Group erwartet, dass dieser Bereich im zukünftig laufende Investitionen von Dritten erhalten wird.

Abbildung 1: Die Umfrage zeigt, was die Teilnehmer als wichtigste Nutzungsbereiche des Multi-Cloud-Datenmanagements ansehen.
Abbildung 1: Die Umfrage zeigt, was die Teilnehmer als wichtigste Nutzungsbereiche des Multi-Cloud-Datenmanagements ansehen.

Bereiche mit Überschneidungen

In der Vergangenheit haben viele Unternehmen ihre Backup-Umgebungen effektiv als Archiv oder Langzeitdatenspeicher behandelt, aber dies wird aus Kostensicht zu einer weniger praktikablen Option, da Unternehmen zunehmend mehr Daten über längere Zeiträume speichern. Die Einführung von Cloud-Diensten wie Amazon S3 Glacier Deep Archive schafft Möglichkeiten, Aufbewahrungsanforderungen kosteneffizienter zu erfüllen.

Die Nutzung dieser Multi-Cloud-Datenschutzdienste erfordert eine automatisierte und intelligente Strategie zum Data Tiering – insbesondere da Cloud-Anbieter regelmäßig ihre Preise anpassen und neue Dienste einführen. Viele IT-Fachleute setzen Disaster-Recovery-Technologien erfolgreich ein, um Arbeitslasten von On-Premises-Einrichtungen in die Public Cloud zu migrieren.

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