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Mit diesen 10 Tipps den Backup-Prozess effektiv verwalten

Der Backup-Prozess eines Unternehmens sollte umfassend sein – er kann die Firma in einer Krise retten. Die 10 Tipps beschreiben, wie man den Prozess von Anfang bis Ende durchführt.

Ein gut strukturierter und organisierter Datensicherungsprozess stellt sicher, dass ein Unternehmen Systeme und Daten auf einen alternativen Speicherort verschieben und sicher wiederherstellen kann. Ein effektives Management dieses Prozesses ist entscheidend.

Die meisten Organisationen – von kleinen Unternehmen bis hin zu multinationalen Konzernen – verwenden ein automatisiertes Tool, um den Datensicherungsprozess zu erleichtern. Es gibt viele Produkte und verwaltete Dienste, wie Backup as a Service (BaaS), die von preiswerter oder kostenloser Software bis hin zu leistungsstarken und kostspieligen serverbasierten Systemen reichen.

Für einen vollständigen Datensicherungsprozess sollten Sie ermitteln, was das Unternehmen sichern muss, die Backups planen, Backup-Parameter einrichten und die beteiligten Speichermedien identifizieren und sichern. Bestimmen Sie dann die Übertragungsmedien, um die Daten zwischen Quelle und Repository zu verschieben, authentifizieren Sie, dass die Systeme und Daten vollständig gesichert wurden, und berichten Sie über die Backup- und Recovery-Aktivitäten.

Um mehr in die Tiefe zu gehen, sollten Sie diese Tipps zur Verwaltung eines Datensicherungsprozesses beachten.

  1. Verstehen Sie die geschäftlichen Anforderungen an das Backup. Die IT-Abteilung muss wissen, für wen Daten gesichert werden müssen, wie viele Daten gesichert werden sollen und wie wichtig diese Daten für das Unternehmen sind. Berücksichtigen Sie dieselben Aktivitäten für die System- und Datenwiederherstellung.
  2. Verstehen Sie die Backup- und Recovery-Richtlinie. Diese Richtlinie legt die primären Aktivitäten und Parameter für die Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse fest. Der Datensicherungsprozess sollte mit den Komponenten der Richtlinie übereinstimmen.
  3. Nutzen Sie die Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse ordnungsgemäß. Auch bei automatisierten Datensicherungs- und Wiederherstellungssystemen benötigt eine Organisation dokumentierte Backup-Verfahren. Sie stellen sicher, dass die Organisation die Backup- und Recovery-Prozesse korrekt durchführt und sie für kontinuierliche Verbesserungs- und Audit-Aktivitäten überwachen und darüber berichten kann.
  4. Authentifizierung der gesicherten Systeme und Daten. Backup-Systeme verfügen in der Regel über diese Funktion. Stellen Sie sicher, dass die Daten während des Backup-Prozesses vollständig und unverfälscht sind, da es viele Arten von externen und internen Bedrohungen für Informationssysteme und Daten gibt.
  5. Führen Sie regelmäßig außerplanmäßige und automatisierte Tests von Systemen und Backups durch. Diese Aktivität ist eine Erweiterung des Authentifizierungsprozesses und bestätigt, dass die Backups korrekt durchgeführt wurden. Wenn die Organisation Datenanomalien feststellt, kann sie diese korrigieren, die Dateneigentümer benachrichtigen und das Backup-System auf mögliche Fehlfunktionen untersuchen.
  6. Überprüfen Sie die Zeitrahmen für die Datensicherung. Identifizieren Sie alle Probleme in der Backup-Infrastruktur, insbesondere von der Quelle über die Übertragungsmedien bis zum Daten-Repository. Überprüfen Sie die Sicherungsdauer der Backup-Systeme, um sicherzustellen, dass die Geschwindigkeiten mit den Unternehmensrichtlinien übereinstimmen.
  7. Stellen Sie Wiederherstellungszeiten und -punkte sicher. Recovery Time Objectives (RTOs) und Recovery Point Objectives (RPOs) sind wichtige Metriken im Backup-Prozess. Aus Sicht der System- und Datenwiederherstellung muss ein Unternehmen die RTO-Werte regelmäßig mit der Leistung des Backup-Systems vergleichen. Ebenso beziehen sich die RPO-Werte auf die Geschwindigkeit und Häufigkeit des Backup-Prozesses, um sicherzustellen, dass Systeme und Daten so aktuell wie möglich sind.
  8. Überprüfen Sie Disaster-Recovery- und Business-Continuity-Pläne in Bezug auf Backup und Recovery. Stellen Sie sicher, dass die in den Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Plänen (BC/DR) beschriebenen Backup- und Recovery-Aktivitäten voll funktionsfähig sind und mit den Backup- und Recovery-Richtlinien der Organisation übereinstimmen.
  9. Testen Sie regelmäßig die Backup- und Wiederherstellungsprozesse. In einem Notfall wird die Datenwiederherstellung schnell zu einem wichtigen Werkzeug für die Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs. Organisieren Sie einen Testprozess, dokumentieren Sie den Testprozess, führen Sie den Test durch, identifizieren Sie die gewonnenen Erkenntnisse, beheben Sie eventuelle Probleme, berichten Sie dem Management über den Test und aktualisieren Sie die BC/DR-Pläne bei Bedarf.
  10. Dokumentation der Backup- und Recovery-Aktivitäten. Anhand der von den Sicherungs- und Wiederherstellungssystemen bereitgestellten Daten erstellen und verteilen Sie Berichte an die IT-Abteilung und die Geschäftsleitung, die die Sicherungs- und Wiederherstellungsaktivitäten beschreiben. Diese Dokumente können Berichte über Gesamtzusammenfassungen, Abweichungen von Leistungsmetriken, durchgeführte System-Patches und -Updates, Updates der Speichermedien und Updates der Übertragungsmedien enthalten.

Herausforderungen an Backup- und Wiederherstellungsprozesse

Die Unterstützung der Data Protection ist vielleicht die größte Herausforderung für Backup und Recovery. Diese umfasst den gesamten Lebenszyklus von Daten: Erstellung, Bereitstellung, Nutzung, Speicherung und Vernichtung. Eine Data Protection Policy und ein Gesamtprogramm hängen in hohem Maße von einem sicheren Backup und Recovery ab, um Datenverluste oder -beschädigungen durch Situationen wie versehentliche Beschädigung oder Löschung von Daten, Veränderung von Daten, Beschädigung oder Fehlfunktion von Hardware, Viren und Malware-Angriffe wie Ransomware zu verhindern.

Technologische Optionen wie Cloud-Backup haben den Prozess der Datensicherung stark automatisiert und damit das gesamte Management verbessert.

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