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Mit VDI-Lastspitzen richtig umgehen

Unvorhersehbares Nutzerverhalten und Boot-Stürme können die VDI über den Tag hinweg belasten. Durch Identifikation und Planung wird dies handhabbar.

Jede VDI-Umgebung unterliegt bei der Nutzung ihrer Ressourcen einer gewissen Fluktuation. Kleinere Schwankungen sind meist mit unvorhersehbarem Benutzerverhalten zu erklären. So könnte ein einzelner Anwender etwa ein Video abspielen oder eine große Datei hochladen und damit eine Lastspitze in der Ressourcennutzung verursachen. Diese Art von Lastspitzen ist aber in der Regel vorübergehend und verursacht daher keine Probleme, solange Sie es mit der Dichte der virtuellen Desktops nicht übertreiben.

Größere Sorgen verursachen da schon VDI-Lastspitzen, die durch gleichzeitige Aktivitäten von Anwendern verursacht werden. Ein solcher Aktivitätssturm kann durch Anwender beispielsweise ausgelöst werden, wenn sich eine Vielzahl von Nutzern zu derselben Zeit am System anmeldet, etwa am Morgen. Solche mitunter auch Boot-Stürme genannten Effekte ebben wieder ab, bis es soweit ist, können sie den Betrieb aber durchaus stören.

So entdecken und behandeln Sie Fluktuationen in Ihrer VDI

Nutzungsschwankungen der VDI aufzudecken, ist in der Regel nicht besonders schwierig. Schon die eigene Nutzung eines virtuellen Desktops auf täglicher Basis vermittelt IT-Fachkräften ein ganz gutes Gefühl dafür, welche Aktivitätsmuster sich ergeben.

So könnte ein Fachmann zum Beispiel feststellen, dass die Leistung gegen 9 Uhr am Morgen über etwa 10 Minuten hinweg nachlässt, und sich dasselbe Muster nochmals gegen 12 Uhr mittags zeigt, wenn die meisten Mitarbeiter zum Mittagessen gehen. Selbst wenn solche Beobachtungen nur subjektiv sind, kann die IT-Abteilung nachlassende Leistung mit Werkzeugen zur Leistungsüberwachung während deren Auftretens der Schwäche im Detail beziffern.

Der entscheidende Punkt, solche Leistungsengpässe auszuräumen, liegt in der Nutzung automatisierter Vorgänge. Wenn die IT-Abteilung zum Beispiel feststellt, dass jeden Morgen kurz nach Dienstbeginn ein VDI-Sturm aufkommt, so kann durch automatisiertes Hochfahren der Mitarbeiterrechner gestaffelt vor deren Eintreffen die Lage entzerrt werden.

Auch in der Umverteilung von Workloads liegt ein Automatisierungspotenzial im Bereich der Nutzungsfluktuation der VDI.

Nehmen Sie zum Beispiel an, der IT-Abteilung wäre bekannt, dass jeden Tag am Mittag um 12 Uhr eine Lastspitze in der Ressourcennutzung auftritt. Je nachdem, welche Komponenten der Hardware durch einen solchen Ansturm überlastet wären, könnte automatisiert ein zusätzlicher Serverknoten hochgefahren werden, um einige der virtuellen Desktops live darauf zu migrieren, bevor die Lastspitze auftritt. Auf diese Weise wird der überdurchschnittliche Bedarf durch zusätzliche Hardware bedient.

Ist der Ansturm auf die Ressourcen einmal vorbei, kann die IT-Abteilung dann die virtuellen Desktops erneut live zurück auf die ursprünglichen Server migrieren und den zusätzlichen Serverknoten wieder herunterfahren. Das spart bei Ressourcen vor Ort Strom und Kühlung.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2018 aktualisiert

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